SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL
SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL
Entspannte Atmosphäre beim abschließenden Jubel-Foto: Das Pokalachtelfinale gegen das Erstliga-Spitzenteam VC Wiesbaden (in Schwarz) zählt trotz der glatten Niederlage zu den sportlichen Höhepunkten in der Neustädter Volleyball-Geschichte. Foto: willmann
Eine Volleyball-Ära geht zu Ende
SVF Neustadt-Glewe meldet in der kommenden Saison keine Damenmannschaft mehr für die 3. Liga / Start in Verbandsliga geplant
Neustadt-Glewe

In Insiderkreisen wurde schon gemunkelt. Jetzt ist es Gewissheit: Der SVF Neustadt-Glewe gibt für die kommende Saison in der 3. Liga Nord der Damen keine Mannschaftsmeldung mehr ab. Alle Versuche, für das Spieljahr 2015/ 2016 ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen, haben nicht so gefruchtet, wie die „Macher“ gehofft hatten. „Natürlich hätte ich gerne weiter auf überregionalem Niveau mitgemischt. Aber ich bin auch Realist genug, an dieser Stelle die Konsequenzen zu ziehen“, erklärte der Vereinsvorsitzende des SV Fortschritt, Jörg Stoltenberg, der in den vergangenen Jahren als Neustädter „Chef-Trommler“ auf den Tribünen der 3. Liga für reichlich Alarm gesorgt hat. Sein Masterplan sah vor, eine erneute Meldung abzugeben, wenn man bis Anfang Mai auf fünf feste Spieler-Zusagen plus der drei berufsbedingten Wackelkandidaten hätte bauen können. „Dann hätten wir bis zum Herbst Zeit und Aussicht gehabt, den Kader entsprechend aufzufüllen.“ Da diese „Soll-Zahl“ aber aus unterschiedlichen Gründen nicht erreicht wurde, musste Stoltenberg den bis zuletzt hinausgezögerten Verzicht erklären.

Noch bis zuletzt gehofft hatte auch Oliver Dunkel: „Natürlich schwingt da eine Menge Wehmut mit. Das war schließlich über 20 Jahre lang mein Baby.“ Von einem Abgesang auf den Neustädter Volleyball wollte der Trainer und Abteilungsleiter allerdings nichts wissen. Der SV Fortschritt wird die Option nutzen und in der kommenden Saison in der höchsten MV-Landesspielklasse, der Verbandsliga, ans Netz gehen. Mit einer Mannschaft, in der Drittliga-Spielerinnen das Gerüst bilden und den vereinseigenen Nachwuchs an entsprechendes Niveau heranführen sollen. „Mit einem ganz ähnlichen Konzept habe ich damals angefangen“, erinnert sich Dunkel, der als 16-Jähriger seinen ersten Übungsleiterschein machte, nach Studium in Rostock und Handwerkerausbildung in Lauenburg allerdings nur noch wenig mit Volleyball am Hut hatte, als er 1994 nach Neustadt-Glewe zurückkehrte. Der Zufall griff ein: „Ich weiß noch genau, wie Karl-Heinz Freitag (Trainer und VB-Abteilungsleiter, 1997 verstorben, d.R.) vor der Tür stand und mich gebeten hat, mit einer jungen Mannschaft zum großen Nachwuchsturnier nach Nienburg zu fahren – wir sind in der schwächeren B-Kategorie Letzter geworden, es war gruselig.“ Die Mädels waren dennoch vom Volleyball-Virus infiziert, „nervten“ Dunkel in der Folge gehörig und ließen sich auch nicht abschrecken, als dieser ihnen ein knüppelhartes Konzept mit fünf Trainingseinheiten in der Woche vorlegte. Dass daraus ein so erfolgreiches Projekt wurde, lag auch am damals engen Verhältnis zum Schweriner SC. „Olli“ betreute im gleichen Jahr ein Jugendteam des SSC bei den Deutschen Meisterschaften und „entführte“ anschließend mit Jugendnationalspielerin Angelika Schallhorn und Anja Schröder zwei Meisterspielerinnen nach Neustadt. Der Anfang war gemacht. Zwei Jahre später stand man in Nienburg im A-Finale und startete im Liga-Betrieb eine Aufstiegsserie, die in der Bezirksklasse begann und über Landes- und Verbandsliga bis in die Regionalliga führte. Um auch auf diesem Niveau konkurrenzfähig zu bleiben, wurde der Kader verstärkt, unter anderem mit weiteren Spielerinnen aus Schallhorns SSC-Jahrgang sowie erfahrenen „Heimkehrern“ wie Bia Arndt, Birgit Mock oder Anke Schröder. Später liefen sogar Italien-„Legionärin“ Ulrike Jurk und die Bundesliga-Spielerinnen Tina Gollan und Anzhela Kryvarot im Neustädter Trikot auf. „Angie“, die während ihrer Schweriner Zeit u.a. als beste Angreiferin und MVP (wertvollste Spielerin) der Bundesliga ausgezeichnet wurde, hinterließ bis zuletzt Eindruck bei der zumeist deutlich jüngeren Konkurrenz.

Das Ende der Neustädter Fahnenstange war mit der Regionalliga noch nicht erreicht. Zur Saison 2001/2002 gelang der Sprung in die 2. Bundesliga Nord, wo man im ersten Jahr einen sensationellen fünften Platz belegte. Der folgende Abstieg wurde als wenig tragisch eingestuft, 2005/2006 schlugen die Mecklenburgerinnen ein weiteres Mal in der zweithöchsten deutschen Spielklasse auf. Danach gehörte man konstant zur Regionalliga-Spitze und beherrschte in den vergangenen drei Jahren als jeweiliger Staffelsieger die neu eingeführte 3. Liga Nord. Für bleibende Erinnerungen sorgten nicht zuletzt die Pokalvergleiche mit dem damaligen Deutschen Meister USC Münster (27. November 2005) und dem Erstliga-Spitzenteam vom VC Wiesbaden (30. November 2009). „Es war schon geil, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Ich möchte da gar keine einzelnen Spiele herausheben. Wir haben gekämpft, gejubelt und nach Niederlagen so manche Träne vergossen“, erzählt Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn, die als damals 18-Jährige zu den ersten Eckpfeilern im Neustädter Damen-Volleyball zählte. Aber genau diese Emotionalität sei inzwischen verloren gegangen. „Es wurde immer schwieriger, sich zu motivieren. Das soll jetzt nicht despektierlich klingen, aber die dritte Liga war am Ende langweilig, die zweite für uns finanziell einfach nicht hinzukriegen. Es wurde Zeit für einen neuen Schritt.“ Die Zukunft, das neue Kapitel, das ist die Jugend. „Wir haben im letzten Jahr wieder mit dem Nachwuchs angefangen. Wenn du siehst, mit welcher Begeisterung schon die vier- und fünfjährigen Mädchen in die Halle kommen – das macht riesigen Spaß.“ Die zwischenzeitliche Phase des Haderns und Grübelns ist bei Oliver Dunkel einer positiven Aufbruchstimmung gewichen. Und wer weiß, wo die Reise noch hinführt.

Kurze Abschlussbemerkung: An dieser Stelle soll keinesfalls unterschlagen werden, dass es weitere Neustädter Protagonisten gegeben hat und dass auch die inzwischen von der Volleyball-Bühne verschwundenen Männer des SV Fortschritt für Furore gesorgt haben, bis hin zur 2. Bundesliga (Saison 2006/2007 – zu den Aktiven zählten u.a. die heutigen Erstliga-Trainer Felix Koslowski und Sebastian Leipold/ehemals Porath). Aber das wäre schon wieder ein ganz eigenes Kapitel.

Thomas Willmann
Das Meister-Shirt fällt diesmal Blau aus: Die Neustädter Damen sind in der 3. Liga Nord erneut die Nummer eins. Foto: thomas Willmann

13.04.2015

3. Liga wieder in Neustädter Hand

Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe schließen Saison mit 3:2-Sieg gegen VCO Berlin II ab / Zukunft der Mannschaft ungewiss
Neustadt-Glewe

Es war sicher kein volleyballerisches Feuerwerk, das die Damen des SVF Neustadt-Glewe da in ihrem abschließenden Drittliga-Spiel gegen die zweite Mannschaft des VC Olympia Berlin abbrannten. Aber der bereits feststehende Staffelsieger gönnte seinen Fans immerhin noch einmal das „volle Programm“ und beendete die Saison nach rund zweistündiger Spielzeit mit einem 3:2-Erfolg.

Alle wollten sie mitmischen und so ihre Verbundenheit zu dieser Mannschaft zeigen. Kathleen Jeske, aus beruflichen Gründen inzwischen in Köln lebend, hatte sich morgens um 7 Uhr in den Zug gesetzt, um zumindest einen Satz lang als Zuspielerin die Fäden zu ziehen. Mittelblockerin Lisa Schulmeister, die auf Grund ihrer Knieverletzung nicht springen durfte, gab als Libero keine schlechte Figur ab. Lediglich Anzhela Kryvarot musste verletzungsbedingt passen, nahm in Zivil auf der Bank am Geschehen teil. Es wäre sicher an diesem Tag schwer geworden, wenn die Berlinerinnen mit voller Kapelle aufgelaufen wären. Doch Trainer Wojciech Paleszniak musste auf seine U18-Nationalspielerinnen verzichten, die nach dem bei den Europameisterschaften in Bulgarien erreichten sechsten Platz volleyballfrei verordnet bekommen hatten. So standen dem VCO-Trainer nur sieben junge Spielerinnen zur Verfügung. Zu der ein oder anderen musste er hochschauen. Maike Herzog und Paula Wedekind, beide erst 15 Jahre alt, verfügen mit stolzen 2,02 m beziehungsweise 1,98 m über Gardemaß. Auffälligste Gästespielerin war aber Josephine Dörr. Die 17-Jährige, die schon im Nationalkader stand, aber durch einen Kreuzbandriss zurückgeworfen wurde, schlug gerne einmal über den gegnerischen Block. „Ich bin insgesamt zufrieden mit der Leistung, die sie in dieser Konstellation gezeigt haben. Du musst bei so einer jungen Mannschaft einkalkulieren, dass die Spielerinnen immer mal wieder in ein Loch fallen und zehn Punkte am Stück gar nicht präsent scheinen.“ Paleszniak hatte konkret den zweiten Satz vor Augen, den sein Team trotz zwischenzeitlicher 16:6-Führung noch mit 27:29 abgab – eigentlich ein volleyballerisches Unding. Ihre zwei Satzbälle vergaben die Berlinerinnen jeweils durch Aufschlagfehler und saßen ziemlich bedröppelt auf der Bank, nachdem die Fortschritt-Damen ihre dritte Chance genutzt hatten und so ihre Führung auf 2:0 ausbauen konnten. Den ersten Durchgang holte sich der alte und neue Meister relativ unspektakulär mit 25:21.

Der dritte Satz schien einen ähnlichen Verlauf zu nehmen wie der zweite. Die Gäste zogen auf 22:15 davon. Zum einen wackelte die Neustädter Annahme gehörig, zum anderen deuteten die VCO-Mädels ihre Qualitäten an. Wenn der Block genügend Zeit bekam, baute sich da schon eine imposante Wand auf. Gleiches galt für einstudierte Angriffe. Wurden die jungen Spielerinnen allerdings aus ihrem Bewegungsmuster herausgebracht, häuften sich die Fehler in allen Bereichen. So schmolz das Polster erneut bis auf einen Punkt zusammen, bevor ein Schnellangriff durch die Mitte das 25:23 brachte. „Den Satz haben sie verdient“, waren sich die Zuschauer einig. Die Berliner wollten aber mehr, holten ein 7:12 auf und hatten sich beim 20:17 einen Vorsprung erarbeitet, den sie bis zum Schluss verteidigten. Der umkämpfte Ballwechsel, der mit dem 25:22 den Satzausgleich brachte, war vielleicht der schönste der Partie.

Im Tiebreak machten die Neustädterinnen allerdings schnell deutlich, dass sie keinesfalls mit einer Niederlage bei der anschließenden Saisonabschlussfeier auflaufen wollten. Sie zogen bis zum letzten Seitenwechsel auf 8:2 davon und ließen beim 15:10 nichts mehr anbrennen. Zu den ersten Gratulanten zählte der Neustädter Bürgermeister Arne Kröger, der neben Urkunde und Präsent der Stadt aus seiner Privatschatulle auch noch eine kleine Finanzspritze für die Feier beisteuerte.

Stellt sich die Frage, ob der SVF Neustadt-Glewe denn nach dem neuerlichen Staffelsieg in diesem Jahr den Zweitliga-Aufstieg in Angriff nehmen will: „Es war von vorn herein klar, dass wir uns aus wirtschaftlichen Gründen gar nicht erst am Aufstiegsprozedere beteiligen würden“, bezog Jörg Stoltenberg klar Position. Der Vereinsvorsitzende blickt generell skeptisch in die Zukunft: „Wir wissen nicht, ob wir überhaupt noch eine Truppe für die dritte Liga zusammen bekommen. Die Entscheidung muss bis zum offiziellen Meldetermin am 1. Mai gefallen sein.“ Trotz der eher düsteren Perspektive ließen sich die Neustädterinnen die Stimmung nicht verderben. Schließlich galt es, den dritten Meistertitel in Folge zu feiern.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Jeske, Burchardt, Schallhorn, Raabe, Luft, Amlang, Helmecke, Schulmeister (L).

Neustädter Volleyballerinnen wollen mit Fans ihren dritten Titel feiern
Neustadt-Glewe

Es ist sicher nicht leicht, die Spannung hochzuhalten, wenn man schon seit geraumer Zeit als Meister einer Spielklasse feststeht. So geht es den Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe, die sich zum dritten Mal in Folge den Staffelsieg in der 3. Liga Nord gesichert haben. Für die Fortschritt-Damen kommt erschwerend hinzu, dass drei Wochen zwischen ihrem vorletzten und dem letzten Saisonauftritt liegen. Trotzdem wollen sie es morgen noch einmal wissen und ihren Fans zum Ausklang gegen die zweite Mannschaft des VC Olympia Berlin ein schönes Volleyballspiel bieten. Das junge Berliner Team dürfte voll im Saft stehen. Immerhin gehörte ein Großteil der Mannschaft zum Kader der U18-Nationalmannschaft, die bei den Europameisterschaften in Bulgarien gerade den sechsten Platz erreicht hat. Ihre Qualitäten haben die deutschen Nachwuchshoffnungen schon im Hinspiel unter Beweis gestellt, beim 1:3 aber die Neustädter Routine zu spüren bekommen. Auch der morgige Spielausgang dürfte maßgeblich davon abhängen, ob es den Mecklenburgerinnen gelingt, den Mädels auf der anderen Seite des Netzes wieder den Schneid abzukaufen. Die Fortschritt-Damen würden sich über eine gut gefüllte Halle freuen und laden alle Fans, Freunde und Sponsoren ein, gemeinsam mit ihnen für einen stimmungsvollen Saisonabschluss zu sorgen.

thow
23.03.2015
Beim Meister war die Luft raus
Berlin

Von einem gebrauchten Tag sprach Trainer Oliver Dunkel nach der 0:3-Niederlage der Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe beim KSC Berlin II. „Man hat gemerkt, dass die Luft raus war. Das muss der Mannschaft nach diesen schwierigen Wochen allemal zugebilligt werden.“ Immerhin hatten sich die Neustädterinnen, obwohl personell arg gebeutelt, vorzeitig zum dritten Mal in Folge den Titel in der Staffel Nord gesichert. In Berlin zeigte der Tabellenführer vor allem große Probleme in Aufschlag und Annahme. Die junge KSC-Reserve, die ihrerseits eine sehr gute Leistung ablieferte, nutzte diese Schwächen konsequent aus. Das galt nach relativ ausgeglichenem ersten Satz (25:20) vor allem für die Durchgänge zwei (25:17) und drei (25:19).

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Raabe, Luft, Amlang, Helmecke, Schallhorn

20.03.2015
Neustädterinnen fahren zur „Kür“ nach Berlin
Berlin

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind in der ausgesprochen komfortablen Position, ihre verbleibenden zwei Punktspiele als reine Kür begreifen zu können. Der neuerliche Staffelsieg ist ihnen angesichts eines satten Zehn-Punkte-Vorsprungs nicht mehr zu nehmen. Und so reist die Mannschaft morgen tiefenentspannt nach Berlin, wo mit dem Köpenicker SC II der aktuelle Tabellenzweite wartet. „Das ist ein junges, spielstarkes Team und schon eine Hausnummer“, sagt Oliver Dunkel. Von einem auf die leichte Schulter nehmen will der Neustädter Trainer nichts wissen. „Wir werden alles versuchen, um den Sieg aus dem Hinspiel zu wiederholen.“ Das 3:0 im November geriet zu einer überzeugenden Neustädter Vorstellung. Aus heutiger Sicht kann Dunkel auf einen Siebener-Kader bauen, in dem Anzhela Kryvarot allerdings fehlen wird. Die Außenangreiferin hat sich in der Vorwoche beim Sieg gegen den Wiker SV eine Innenbanddehnung im Knie und vielleicht sogar einen Meniskusanriss zugezogen. „Wir müssen einmal sehen, was wir gezaubert kriegen. Wenn es nicht reicht, so ist das kein Beinbruch. Die Mädels haben sich diesen Erfolg vor allem in den vergangenen Wochen schwer erkämpft und verdient. Jetzt geht es vor allem darum, Spaß am Spielen zu haben.“

thow
der dritte Titel in Folge vorzeitig !!!
Ob in Block, Feldabwehr oder Angriff: Die Neustädterinnen mussten alles mobilisieren, um sich gegen Wik zu behaupten (hier Angelika Schallhorn, Julia Raabe und Anzhela Kryarot, v.l.). Foto: willmann

16.03.2015

Liga-Primus beißt sich erneut durch

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe kämpfen Wiker SV in drei Sätzen nieder und sichern sich damit dritten Titel in Folge
Neustadt-Glewe

Es sieht ganz so aus, als ob sich die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe regelrecht ins Ziel quälen müssen. Wer gedacht hatte, dass es nach dem Minimalaufgebot vom vergangenen Wochenende (3:1-Sieg in Erkner) personell nicht mehr dicker kommen könnte, sah sich eines Besseren oder eher Schlechteren belehrt. Für das Heimspiel gegen den Wiker SV war der Kader aus unterschiedlichen Gründen auf fünf Spielerinnen zusammengeschmolzen. Celine Iwe und Jona Zielke aus der zweiten Mannschaft (Landesklasse) sollten verhindern helfen, dass die Punkte von vorn herein abgeschrieben werden mussten. Zudem hätte eine Absage eine Geldstrafe nach sich gezogen. Dass die 16- und 12-jährigen Youngster die Partie dann doch von der Seitenlinie aus verfolgen konnten, war der ebenfalls für die Landesklasse gemeldeten Stephanie Müller zu verdanken, die kurzfristig grünes Licht für ihren Einsatz gegeben hatte. „Ich habe vor acht oder neun Jahren das letzte Mal in der ersten Mannschaft gespielt. Ich wollte wirklich nicht, hab auf Grund einer Knieverletzung jetzt drei Monate keinen Ball mehr in der Hand gehabt. Aber in so einer Notsituation… – ich bin völlig k. o.“, suchte die Angreiferin nach Spielende erst einmal eine sitzende Position. Die hatte sie sich verdient, als Teil eines Neustädter Sechsers, dem nach dem 3:0-Sieg der Titel nicht mehr zu nehmen ist. Durch die etwas überraschende 1:3-Niederlage des einzig verbliebenen Konkurrenten BBSC Berlin im gestrigen Auswärtsspiel bei der VG WiWa Hamburg stehen die Mecklenburgerinnen bereits zwei Spieltage vor Schluss der 3. Liga Nord als Staffelsieger fest – zum dritten Mal in Folge.

Dieser Erfolg war in erster Linie Lohn für einen kämpferischen Auftritt. Volleyballerisch hielt sich das Niveau angesichts dieser Voraussetzungen verständlicherweise in Grenzen. Man durfte froh sein, auf einen Tabellenvorletzten zu treffen, der in entscheidenden Phasen unfreiwillig Hilfestellung leistete. Das glatte 25:21 im ersten Satz war wohl auch dem großen Respekt geschuldet, den der Gegner zunächst zeigte. Die Kielerinnen merkten dann aber, dass für sie an diesem Tag durchaus etwas zu holen war. Sie zwangen die Fortschritt-Damen dank guter Arbeit im Feld in viele lange Ballwechsel und lagen im zweiten Durchgang über weite Strecken vorne. Als es darauf ankam, verteilten sie allerdings großzügig Geschenke, etwa in Form zweier Aufschlagfehler. Der Tabellenführer bedankte sich mit einem erfolgreichen Block zum 26:24. Im dritten Satz lag Wik bis kurz vor Schluss sogar noch mit sechs Punkten vorne (20:14 und 22:16), um dann erneut einzubrechen. Eine Aufschlagserie von Karen Amlang, darunter ein Ass, brachten Neustadt ins Spiel zurück (22:22). Der Gastgeber musste zwei Satzbälle abwehren, um die zweite Möglichkeit seinerseits zum 28:26-Satzgewinn zu nutzen und damit den Sieg perfekt zu machen.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Müller, Raabe, Schallhorn, Kryvarot, Amlang, Iwe, Zielke.

13.03.2015
Nur noch ein kleiner Schritt zum dritten Titel
Neustadt-Glewe

Zum vorletzten Heimspiel der Saison erwarten die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen das Team des Wiker SV. Die Ausgangssituation ist klar: Jeder Sieg in dieser späten Meisterschaftsphase bringt die Mecklenburgerinnen der erneuten Titelverteidigung einen großen Schritt näher. Kommt gegen die Kielerinnen ein weiterer Dreier hinzu, wird es für die Konkurrenz schon sehr schwer, den dritten Neustädter Staffelsieg in Folge noch zu verhindern. Dass der souveräne Spitzenreiter gegen den Tabellenvorletzten als klarer Favorit gilt, steht außer Frage. Schon das Hinspiel in Kiel konnte mit 3:0 gewonnen werden. Allerdings zeigten die Wiker Damen auch da Abwehrstärke und erwiesen sich auf Grund ihrer nicht immer leicht zu lesenden Angriffe als durchaus unbequemer Gegner.

thow
Der Neustädter Block war diesmal häufig Endstation für die Angreiferinnen aus Erkner – anders als noch bei der Hinspiel-Niederlage des Tabellenführers (hier eine Szene), Foto: archiv

10.03.2015

Mit „geilem Teamgeist“ zum Sieg

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe setzen sich in Erkner trotz Mini-Aufgebotes in vier Sätzen durch
Erkner

„Ich bin super stolz auf meine sechs Damen“, freute sich Oliver Dunkel über den sonntäglichen 3:1-Sieg der Neustädter Volleyballerinnen beim VSV Grün-Weiß Erkner. Dieser Erfolg war auch für den souveränen Tabellenführer der 3. Liga Nord alles andere als selbstverständlich. Man musste den Auswärtsauftritt in Minimalbesetzung ohne eine einzige Wechselmöglichkeit und ohne den an diesem Tag verhinderten Trainer bestreiten. Zudem war der Gegner ja nicht irgendwer. Immerhin hatten die Brandenburgerinnen dem Liga-Primus im Hinspiel eine von bisher erst zwei Saisonniederlagen beigebracht und bei ihrem 3:1 in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ einen ganz starken Eindruck hinterlassen.

„Es hat rundum gepasst. Das war eine richtig geile Teamleistung“, fasste Angelika Schallhorn ihre Eindrücke zusammen. Die Mannschaftsführerin wird dem Anspruch an eine Universalspielerin in diesem Jahr mehr als gerecht. Zuvor schon als Mittelblockerin und Zuspielerin in Aktion, durfte sie diesmal ihre Qualitäten als Außenangreiferin unter Beweis stellen. Eine Alternative gab es nicht. In Abwesenheit von Anzhela Kryvarot und Lisa Helmecke war Karen Amlang die einzige „gelernte“ Außenangreiferin im Neustädter Mini-Kader. Zum Sechser-Aufgebot gehörten außerdem Zuspielerin Anne Oemus, Diagonalangreiferin Anita Burchardt sowie die Mittelblockerinnen Julia Raabe und Kitty Luft.

Obwohl nicht persönlich anwesend, war Dunkel doch immer bestens informiert über den Stand der Dinge. Für den direkten Draht sorgte der Neustädter Vereinsvorsitzende Jörg Stoltenberg, der mit Michael Träger das Duo auf der Trainerbank bildete. Obwohl die Satzergebnisse in der Konsequenz einen sicheren Sieg widerspiegeln, konnte von Entspannung bei „Olli“ keine Rede sein: „Wenn aus einem komfortablen 9:2-Vorsprung in der nächsten Nachricht ein 11:14-Rückstand wird, dem dann wieder eine 20:17-Führung folgt, dann nimmt einen das ganz schön mit.“

Das Spiel glich einer Achterbahnfahrt. Die Fortschritt-Damen starteten gut in alle vier Sätze. Ebenso regelmäßig glich Erkner aus und ging selbst in Führung, um im entscheidenden Moment vom Gegner abgefangen zu werden. Das galt für die Sätze eins (25:20), drei (25:19) und vier (25:15). Lediglich im zweiten Durchgang bekamen die Neustädterinnen nicht mehr rechtzeitig die Kurve und mussten durch ein 18:25 den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen. Die großen Schwankungen ließen sich vor allem durch zeitweilige Schwächen in Annahme und Feldabwehr erklären. Auf der Habenseite waren wirkungsvolle Aufschläge sowie viel Druck in Angriff und Block zu verbuchen. „Wir können sicher schöneren Volleyball zeigen, aber wir haben sehr effektiv gespielt und darauf kam es schließlich an“, brachte es Angelika Schallhorn auf den Punkt. Durch diesen 13. Sieg fehlt dem SVF Neustadt-Glewe nicht mehr viel zur neuerlichen Titelverteidigung in der 3. Liga Nord.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Raabe, Luft, Schallhorn, Amlang.

09.03.2015
Revanche gegen Erkner gelungen
Erkner

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben ihren Weg zur erneuten Titelverteidigung in der 3. Liga Nord erfolgreich fortgesetzt. Beim VSV Grün-Weiß Erkner gewannen sie gestern mit 3:1 und revanchierten sich so auch für die Hinspielniederlage (SVZ berichtet noch).

06.03.2015
Erfolg in Erkner wäre großer Schritt zum Titel
Erkner

Nach Brandenburg geht es am Sonntag für die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe, genauer gesagt zum VSV Grün-Weiß Erkner. Das wird ohne Zweifel eine anspruchsvolle Aufgabe. Erkner ist Tabellendritter, hat im bisherigen Saisonverlauf sechs seiner sieben Heimspiele gewonnen und, was am schwersten wiegen dürfte, den Fortschritt-Damen eine von nur zwei Niederlagen beigebracht. Beim 3:1-Erfolg in Neustadt zeigten die Brandenburgerinnen eine ganz starke Leistung. Auf der anderen Seite hatte der Tabellenführer einen gebrauchten Tag erwischt. Natürlich möchte man sich gerne revanchieren. Zumal ein weiterer Sieg bei dann nur noch drei ausstehenden Spielen ein großer Schritt in Richtung Titelverteidigung wäre. Die personellen Voraussetzungen sind allerdings schwierig. Der ohnehin nicht gerade üppige Kader ist durch den verletzungsbedingten Ausfall von Lisa Schulmeister weiter geschrumpft. Und dann fällt auch noch Anzhela Kryvarot für dieses Spiel aus. Da wird der Rest der Truppe schon ordentlich Gas geben müssen.

thow
Nach einem Sieg (hier gegen BBSC Berlin) geht das obligatorische Abklatschen immer leicht von der Hand. Foto: thomas willmann

23.02.2015

Spitzenreiter gehen die Spieler aus

Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen lassen VG WiWa Hamburg keine Chance / Vorzeitiges Saisonende für Lisa Schulmeister
Neustadt-Glewe

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind auf dem besten Wege, sich zum dritten Mal in Folge den Staffelsieg in der 3. Liga Nord zu sichern. Der Tabellenführer behauptete seinen komfortablen Vorsprung durch einen glatten 3:0-Heimsieg gegen den Dauerrivalen VG WiWa Hamburg. Das Polster von derzeit acht Punkten – der zweitplatzierte BBSC Berlin hat eine Partie weniger ausgetragen und so die Möglichkeit, auf fünf Zähler zu verkürzen – sollte die nötige Sicherheit für die verbleibenden vier Spiele geben. Denn es könnte durchaus noch einmal eng werden. Die Freude über den souveränen Auftritt wurde durch die schwere Verletzung geschmälert, die sich Lisa Schulmeister im Abschlusstraining am Vortag zugezogen hatte. Die Mittelblockerin knickte unglücklich um: Bänderabriss im Sprunggelenk, lautete die bittere Diagnose. Damit ist die Saison für die 23-Jährige vorzeitig beendet (gute Besserung von dieser Stelle). Die personelle Situation bei den Fortschritt-Damen spitzt sich weiter zu. Der zu Saisonbeginn noch gut besetzte Zwölferkader ist durch die berufsbedingten Ausfälle von Kathleen Jeske und Kristina Wild sowie die Langzeitverletzungen von Isabella de Oliveira Batista und jetzt Lisa Schulmeister auf acht Spielerinnen zusammengeschmolzen. Und auf die kommt man auch nur, wenn es optimal läuft. Mit seinen drei Polizistinnen kann Oliver Dunkel zum Beispiel nur bedingt planen. „Die Situation ist natürlich alles andere als toll. Aber was soll’s. Wir müssen aus den verbleibenden vier Spielen mindestens sechs Punkte hollen. Dann sollten wir eigentlich durch sein“, hat der Neustädter Trainer schon einmal durchgerechnet.

Wenn die Mannschaft so auftritt wie gegen WiWa, dürfte das eine gut umsetzbare Kalkulation sein. Die Hamburgerinnen waren an diesem Tag chancenlos, auch wenn sie den Gegner im zweiten Satz in die Verlängerung zwangen. Die Durchgänge eins und drei wurden dagegen zu Schnelldurchläufen. Nach ausgeglichenem Beginn zogen die Neustädterinnen scheinbar mühelos davon. Zum einen zeigten die wieder druckvollen Aufschläge Wirkung, zum anderen produzierten die Gäste im Angriff sehr viele Eigenfehler. In der Summe führte das zu einem klaren 25:15 für den Tabellenführer. Dunkel nutzte die einzige Wechselmöglichkeit, die ihm zur Verfügung stand und baute die Aufstellung um. Obwohl das zu dem ein oder anderen Missverständnis führte, hätte es nicht so eng werden müssen. Man hatte sich schon wieder auf 17:12 abgesetzt, fiel dann aber in ein kleines Loch. Getreu dem Motto: „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“, landete selbst der ein oder andere Danke-Ball im eigenen Feld. Hamburg glich aus, in der Folge ging es Punkt um Punkt, bis die Neustädterinnen ihren zweiten Satzball zum 26:24 verwerteten. Das war gleichbedeutend mit der Spielentscheidung. Die Gäste hatten sich offensichtlich aufgegeben, wie das abschließende 25:12 unterstrich.

Nach der Spielpause am kommenden Wochenende sind die Fortschritt-Damen in Erkner gefordert (8. März). Erkner – da war doch was? Richtig, die Grün-Weißen fügten dem Tabellenführer beim 3:1 im Hinspiel eine von bisher nur zwei Niederlagen zu. Es gibt also Korrektur-Bedarf.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schallhorn, Luft, Amlang, Kryvarot, Helmecke

20.02.2015

 

Nicht über Dauerrivalen stolpern

Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen haben WiWa Hamburg zu Gast / Verbandsliga-Derby SV Hagenow – VC Parchim II in Rostock
Neustadt-Glewe

Die Volleyball-Fans der Region werden an diesem Wochenende mit einem vollen Programm verwöhnt. In der Neustädter Sporthalle „Zur Kuhdrift“ kommt es morgen Nachmittag zu einem interessanten Duell der3. Liga Nord. Mit dem SVF Neustadt-Glewe und der VG WiWa Hamburg treffen zwei alte Bekannte aufeinander, die sich schon so manch packende Auseinandersetzung geliefert haben. Die Hamburgerinnen scheinen zwar in dieser Saison nicht über die Leistungskonstanz vergangener Jahre zu verfügen. Dennoch stuft Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel den Tabellenvierten als „richtig gefährlichen Gegner“ ein: „Du weißt bei WiWa so gar nicht, woran du bist. Sie haben sich für mich unerklärliche Niederlagen eingefangen (u.a. Schlusslicht Lübeck zum bisher einzigen Sieg verholfen, d.R.), auf der anderen Seite zuletzt aber VCO Berlin II und Eimsbüttel geschlagen.“ Welches „Gesicht“ die Hamburgerinnen gerade zeigten, sei wohl von der oft wechselnden Besetzung abhängig.

Diese Aufstellungsproblematik ist Dunkel aus eigener Erfahrung ja bestens bekannt. So wusste er gestern noch nicht, wie viele seiner Spielerinnen möglicherweise morgen passen müssen, vor allem berufsbedingt. Die Bilanz von elf Siegen bei nur zwei Niederlagen belegt aber, dass der Spitzenreiter offensichtlich mit der Situation umzugehen gelernt hat. Im heutigen Training sollen die Elemente Aufschlag und Annahme eine wichtige Rolle einnehmen. Die letzten Partien haben einerseits gezeigt, wie man einen Gegner mit platzierten Aufschlägen beeindrucken kann. Andererseits ist eine eigene hohe Annahmequalität Grundlage für ein variables Angriffsspiel. „Wir werden versuchen, unser Spiel wieder verstärkt schnell durch die Mitte aufzuziehen. Das war sehr effektiv.“ Und sollte es der Mannschaft außerdem gelingen, auch von der zuletzt positiven Grundstimmung möglichst viel mitzunehmen, ist Dunkel optimistisch, mit Saisonsieg Nummer zwölf einen weiteren Schritt in Richtung erneute Titelverteidigung machen zu können.

Wer das Verbandsliga-Derby zwischen dem SV Hagenow und dem VC Parchim II live verfolgen möchte, muss schon nach Rostock fahren, wo die erste Vertretung der HSG-Damen als Gastgeber dieses Dreierturniers fungiert. Für Spannung dürfte gesorgt sein. Während die Hagenowerinnen (7.) das erste Aufsteigerduell gegen die VCP-Reserve (3.) mit 2:3 verloren, behielten sie gegen den Tabellennachbarn aus Rostock (6.) im Hinspiel in fünf Sätzen die Oberhand.

In der Landesklasse West genießen sowohl der SV Hagenow II, als auch der SVF Neustadt-Glewe II Heimrecht. Das junge Hagenower Team möchte morgen in der Sporthalle Teichstraße seine Serie von sechs Siegen in Folge (inklusive eines 3:1 über die bis dahin ungeschlagenen Wariner Damen) ausbauen. Während der Tabellenvierte im Vergleich mit Schlusslicht Kühlungsborn als Favorit einzustufen ist, geht es gegen den direkten Konkurrenten Pädagogik Wismar darum, die gute Position zu behaupten. Die Fortschritt-Reserve (8.) schlägt am Sonntag auf und wird in erster Linie bestrebt sein, den SV Dassow (9.) mit einem Sieg auf Abstand zu halten. Der SV Warnow (7.) als drittes Team im Bunde ist zwar ebenfalls ein Neustädter Tabellennachbar, steht aber punktemäßig deutlich besser da (20 gegenüber 7). Da muss schon ein ganz starker Auftritt her.

Thomas Willmann
Auch wenn der Neustädter Block in Lübeck nicht immer so geschlossen war, wie hier gegen den BBSC Berlin, hatte der Tabellenführer das Spiel doch jederzeit im Griff. Foto: thomas Willmann

09.02.2015

Ohne Probleme zum elften Sieg

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe untermauern ihre Tabellenführung mit glattem 3:0-Erfolg beim Lübecker TS
Lübeck

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben in Lübeck nichts anbrennen lassen. Im Vergleich Tabellenführer contra Schlusslicht wurden die Neustädterinnen ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich ungefährdet in drei Sätzen durch. „Es hat soweit alles gepasst. Die Stimmung war gut. Die Lübecker sind immer sehr gastfreundlich“, sprach Oliver Dunkel mit ausdrücklichem Lob an den Gegner von einer angenehmen Auswärtsaufgabe.

Aus Sicht des Fortschritt-Trainers war relativ früh absehbar, dass man an diesem Tag wohl kaum Gefahr laufen würde, das Spiel abzugeben. Lübeck brachte es wie die Gäste auf nicht mehr als acht Spielerinnen, wobei eine wichtige Leistungsträgerin krankheitsbedingt fehlte. Auch hier gab es eine Parallele. Doch der Tabellenführer konnte den Ausfall von Lisa Schulmeister ganz gut kompensieren. Alle drei eingesetzten Mittelblockerinnen machten ihre Punkte. Generell waren die Neustädterinnen dem Gegner gerade im Angriff klar überlegen. Kam der Aufsteiger am Netz zum Zuge, fehlte es allzu oft an der nötigen Durchschlagskraft. Die Abstimmung im Block zählte sicher nicht zu den großen Stärken der Fortschritt-Damen. Sie erzielten aber auch immer einmal wieder mit einem Einerblock die erhoffte Wirkung. Sehr zufrieden zeigte sich Dunkel mit dem eigenen Service: „Wir haben gut aufgeschlagen. Kitty (Mittelblockerin Kitty Luft, d.R.) zum Beispiel hat gleich mehrere schöne Serien serviert.“ In der Annahme leisteten sich die Neustädterinnen den ein oder anderen Aussetzer. Zumeist kam der Ball aber doch so kontrolliert ans Netz, dass Zuspielerin Anne Oemus ihre Angreiferinnen variabel einsetzen konnte. Auch in der Feldarbeit wechselten Licht und Schatten, funktionierte die Übernahme nicht immer reibungslos. „Daran müssen wir sicher weiter arbeiten.“

Im ersten Satz sorgten die Mecklenburgerinnen schnell für klare Verhältnisse. Beim Stand von 18:9 kam Julia Raabe für Angelika Schallhorn ins Spiel. Und nur eine Aktion später nahm Anzhela Kryvarot für den Rest des Spiels auf der Bank Platz und überließ es Lisa Helmecke, auf der Außenposition zu punkten. Wesentlich ausgeglichener als beim 25:14 ging es im zweiten Durchgang zu. Lübeck verteidigte lange einen Vorsprung. Der Fortschritt-Trainer fand in einer Auszeit die richtigen Worte. Seine Spielerinnen setzten die Hinweise um, schafften den Ausgleich und stellten durch ein 25:22 das 2:0 her. Auch im dritten Satz gab sich der Gastgeber nicht auf, musste den Gegner nach ausgeglichenem Beginn aber doch davonziehen lassen. Ein 25:18 machte den elften Saisonsieg perfekt (Tabelle siehe Seite 20).

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schallhorn, Raabe, Luft, Amlang, Kryvarot, Helmecke

06.02.2015

Schlusslicht nicht auf die leichte Schulter nehmen
Lübeck

Die Rollenverteilung ist klar, wenn die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen als souveräner Tabellenführer beim Schlusslicht Lübecker TS ans Netz gehen – und damit natürlich auch Anspruch und Erwartungshaltung. „Wir sind immer gut damit gefahren, jeden Gegner ernstzunehmen“, gibt es für Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel keinerlei Grund, nicht auch dem Aufsteiger mit Respekt zu begegnen. „Lübeck hat bisher eine schwarze Saison gespielt und sich für die ein oder andere ordentliche Leistung nicht belohnen können.“ Als stärkste TS-Spielerin hat Dunkel die Mannschaftsführerin in Erinnerung, die man mit gutem Blockspiel nicht zur Entfaltung kommen lassen will. Außerdem soll die gegnerische Annahme wieder mit risikoreichen Aufschlägen unter Druck gesetzt werden.

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Anzhela Kryvarot (l.) fand auch in engen Situationen zumeist eine Lösung und betätigte sich als fleißige Punktesammlerin.

02.02.2015

Das Spitzenspiel klar gewonnen

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe bauen Vorsprung durch 3:0-Sieg gegen BBSC Berlin auf fünf Punkte aus
Neustadt-Glewe

Da war sie wieder, die Gewinner-Laola, mit der sich die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe nach einem Sieg von ihren Fans zu verabschieden pflegen. Die Welle dürfte ihnen diesmal besonders leicht gefallen sein. Hatten sie doch zuvor in nur gut einer Stunde Spielzeit und auf beeindruckende Weise die Spitzenpartie gegen den zweitplatzierten BBSC Berlin mit 3:0 für sich entschieden und so den Vorsprung in der Tabelle wieder auf fünf Punkte ausgebaut.

Auf Neustädter Seite tauchte ein altbekanntes Gesicht auf. Auf Grund des personellen Engpasses – Lisa Helmecke und Julia Raabe waren beruflich verhindert, der Kader damit auf sieben Spielerinnen zusammengeschmolzen – wurde Annika Munsch reaktiviert. Die gelernte Mittelblockerin, die nach ihrer Verabschiedung im Vorjahr noch für die zweiteMannschaft gemeldet ist (Landesklasse), lief allerdings nur als Libero auf, um die Annahme zu stabilisieren. „Wenn ich helfen kann, mache ich das gerne. Aber es soll die Ausnahme bleiben.“ Eine Ausnahme, die sich durchaus auszahlte.

Die Zuschauer waren ziemlich gespannt, was sie an diesem Nachmittag erwartete. Immerhin ging die junge Berliner Mannschaft (Altersdurchschnitt 20 Jahre) mit der Empfehlung von zuletzt sechs Siegen in Folge ans Neustädter Netz. Die Gäste hatten einige großgewachsene Spielerinnen in ihren Reihen und zeigten, dass sie über einiges an Angriffspotenzial verfügten. Insgesamt wirkte das Team aber nicht so homogen, wie der Eimsbütteler TV, der sich zwei Wochen zuvor an gleicher Stelle mit 3:2 durchgesetzt hatte. Gerade in engen Situationen kostete die fehlende Erfahrung so manchen Punkt. Da hatten die Fortschritt-Damen doch eine Menge mehr zu bieten. Allen voran Anzhela Kryvarot, die eine herausragende Quote erzielte. „Wir haben sie überhaupt nicht in den Griff bekommen“, zog selbst BBSC-Trainer Bernd Düsing den Hut vor der 44-jährigen Außenangreiferin.

Nach ausgeglichenem Beginn konnten sich die Neustädterinnen beim 12:7 erstmals absetzen. Der Gegner kämpfte sich noch einmal bis auf einen Punkt heran (15:16), um dann aber doch vorentscheidend ins Hinterteffen zu geraten. Ein sehr konzentriert auftretender Tabellenführer brachte den ersten Satz ungefährdet mit 25:20 nach Hause. Auffällig war, dass beide Mannschaften im Aufschlag das Risiko suchten, was zu einer relativ hohen Fehlerquote führte. Ganz ähnlich verlief der zweite Durchgang. Wobei es zum Ende noch einmal eng zu werden drohte. Ein scheinbar komfortabler Vorsprung der Gastgeber schmolz auf ein 23:21 zusammen. Doch Diagonalangreiferin Anita Burchardt machte den wichtigen 24. Punkt und verwertete wenig später auch gleich den ersten Satzball zum 25:22. Für Burchardt, Zuspielerin Anne Oemus und Außenangreiferin Karen Amlang war diese Partie immer noch etwas Besonderes. Ging es doch gegen ihren alten Verein, von dem sie vor zwei Jahren zum SV Fortschritt gewechselt waren.

Den dritten Satz dürfte der Neustädter Trainer Oliver Dunkel ziemlich entspannt verfolgt haben. Die ersten Punkte gingen zwar an Berlin. Doch als Lisa Schulmeister zwei Asse und einen weiteren direkten Servicewinner produzierte und Anzhela Kryvarot zwei Angriffe trocken aus dem Stand im gegnerischen Feld versenkte, schien die Moral der Gäste gebrochen. Der Tabellenführer zog auf 21:12 davon. Da war jedem in der Halle klar: Das Ding ist gelaufen – was wenig später mit dem 25:17 auch der Realität entsprach. Der zumeist engagiert an der Seitenlinie mitgehende BBSC-Trainer verfolgte die letzten Punkte ziemlich regungslos im Sitzen: „Schade. Wir haben heute unsere bisher wohl schwächste Saisonleistung abgeliefert. Auch wenn einige Spielerinnen fehlten, derartige Abstimmungsprobleme kennen wir eigentlich nicht. Andererseits muss man auch anerkennen: Neustadt-Glewe war einfach gut.“

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schulmeister, Luft, Kryvarot, Amlang, Munsch (L), Schallhorn.


Nach der Heimniederlage vor zwei Wochen tat die Laola den Neustädter Volleyballerinnen besonders gut. Foto: thomas Willmann
Im Neustädter Block könnte es gegen den BBSC Berlin auf jeden Zentimeter Höhe ankommen. Foto: thomas willmann/privat

30.01.2015

Mehr Spitzenduell geht nicht

3. Volleyball-Liga Nord Frauen: Tabellenführer SVF Neustadt-Glewe erwartet zweitplatzierten BBSC Berlin
Neustadt-Glewe

Gipfeltreffen in der Neustädter Sporthalle „Zur Kuhdrift“: Im Topspiel der 3. Volleyball-Liga Nord stehen sich morgen Nachmittag mit den gastgebenden Fortschritt-Damen und dem BBSC Berlin die Nummer eins und zwei der Liga gegenüber. Die Berlinerinnen haben sich durch sechs Siege in Folge zum härtesten Neustädter Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft gemausert. Zuletzt gaben sie dem Eimsbütteler SV mit 3:1 das Nachsehen. Der hatte eine Woche zuvor in Neustadt einen Tiebreak-Erfolg gefeiert. Da kommt also einiges auf den Titelverteidiger zu. „Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich mir dieses Duell erst in ein paar Wochen gewünscht“, sagt Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel. Für ihn ist die Serie des Gegners keine große Überraschung: „Das ist eine junge, homogene Truppe, die schon in der Jugend zusammengespielt hat, über eine gute volleyballerische Ausbildung verfügt und immer unheimlich motiviert aufs Feld geht.“ Dunkel weiß, wovon er spricht. Schließlich hat man die gegnerischen Qualitäten schon im Hinspiel zu spüren bekommen. Nach hartem Kampf behielten die Neustädterinnen im Tiebreak mit 15:13 die Oberhand. Worauf kommt es morgen an? „Es muss uns gelingen, den Gegner mit harten Aufschlägen unter Druck zu setzen, in der eigenen Annahme stabil zu stehen und den Berliner Angreiferinnen mit starkem Block den Schneid abzukaufen.“ Das Eimsbüttel-Spiel hat trotz der Niederlage angedeutet, was volleyballerisch möglich ist und den Neustädterinnen wohl nicht zuletzt deshalb Spaß gemacht. Das Niveau der Liga ist in dieser Saison wesentlich höher einzuschätzen, als in den beiden Jahren zuvor.

Die Konstellation ist klar: Mit einem deutlichen Sieg (3:0 und 3:1) baut der Tabellenführer seinen Vorsprung wieder aus. Auch bei einer Fünf-Satz-Niederlage bleibt man noch vorne. Ein 1:3 oder 0:3 würde Berlin allerdings vorbeiziehen lassen.

Thomas Willmann
Obwohl sich die Neustädterinnen ordentlich reinhängten und kämpferisch alles gaben…
… durfte nach fünf Sätzen auf der anderen Seite des Netzes beim Eimsbütteler TV gejubelt werden. Foto: willmann/Zenker

19.01.2015

Kein Geschenk für „Geli“

3. Volleyball-Liga Nord Frauen: SVF Neustadt-Glewe unterliegt starkem Eimsbütteler TV im Tiebreak
Neustadt-Glewe

Die Mannschaftsführerin der Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen, Angelika Schallhorn, hätte sich zu ihrem 38. Geburtstag sicher einen anderen Spielausgang gewünscht. Aber trotz der 2:3-Heimniederlage gegen den Eimsbütteler TV hielt sich die Enttäuschung bei „Geli“ in Grenzen: „Ich bin nicht unzufrieden, das war schon okay. Wir haben uns einfach ein paar leichte Fehler zu viel geleistet.“ Auch bei Lisa Schulmeister konnte von einem hängenden Kopf keine Rede sein: „Wir haben heute als Team gekämpft. Mir hat das riesig Spaß gemacht. Eimsbüttel war einfach gut“, hatte die Neustädter Mittelblockerin kein Problem, die gegnerische Qualität anzuerkennen.

Dabei hatte aus Sicht des Tabellenführers alles planmäßig begonnen. Mit einer konzentrierten Leistung gestaltete man den ersten Satz zum Schnelldurchgang. Nach gerade einmal 19 Minuten hieß es 25:12 für die Fortschritt-Damen. Eimsbüttels Trainer Ulrich Kahl schwante Böses: „Ich hab gedacht, alter Schwede, jetzt fahren wir hier wieder nach unter einer Stunde als chancenloser Verlierer nach Hause.“ Doch seine Mannschaft, für die dieser Auftritt der erste nach der Weihnachtspause war, zeigte in der Folge, was an Potenzial in ihr steckt. Das ging mit dem höheren Druck im Aufschlag los. Die Annahme stabilisierte sich, ein Wechsel auf der Zuspieler-Position wirkte sich ausgesprochen positiv aus (O-Ton Kahl: „Ich habe das große Glück, da über zwei Spielerinnen mit Zweitligaerfahrung zu verfügen“), und was die Hamburgerinnen in der Feldabwehr holten, war schon aller Ehren wert. Da sich auch die Neustädterinnen ordentlich reinhängten, entwickelte sich ein sehr ansehnliches Volleyballspiel. Es ging hin und her, mit langen, schönen Ballwechseln. Trotz zweier Aufschlagfehler in der entscheidenden Phase erarbeitete sich der Tabellenführer zwei Satzbälle und war beim 24:22 der 2:0-Führung nahe. Doch Eimsbüttel wehrte beide sowie einen weiteren ab (24:25), um seinerseits die zweite eigene Chance durch einen erfolgreichen Block zum 28:26 zu nutzen.

Im dritten Durchgang schien das Pendel weiter in Richtung der Gäste auszuschlagen. Sie setzten sich auf 13:8 ab, leisteten dem Gegner dann aber mit leichten Fehlern unfreiwillige Aufbauhilfe. Die Fortschritt-Damen ließen sich nicht lange bitten, machten sieben Punkte in Folge und holten sich mit einer weiteren Serie durch ein 25:19 letztlich sogar noch ziemlich souverän die Führung zurück. Das war’s allerdings auch aus Sicht des amtierenden Meisters. Eimsbüttel reagierte keineswegs frustriert. Die Mannschaft schien in puncto Athletik und Kondition mehr zuzusetzen zu haben. Eine Spielerin entwickelte sich dabei zur ETV-„Bank“, die erfahrene Maria Kleefisch. Die 30-jährige Berlinerin, die vor Jahren für den Köpenicker SC in der 1. Liga ans Netz ging und sich in der deutschen Volleyballerszene vor allem als erfolgreiche Beacherin einen Namen gemacht hat, arbeitet inzwischen als Beachtrainerin am Olympia-Stützpunkt in Hamburg. „Ich bin seit ein paar Jahren selbst gar nicht mehr so richtig aktiv, wollte aber zumindest doch ein bisschen was tun. Und mit diesen Super-Mädels macht’s einfach Spaß.“ Ohne das allzu sehr auf eine Person fixieren zu wollen. Doch mit ihren harten und platzierten Angriffen tat Kleefisch den Neustädterinnen richtig weh und hatte großen Anteil daran, dass ihr Team sowohl den vierten Satz, als auch den Tiebreak klar beherrschte, wie die Ergebniss von 25:15 und 15:9 unterstreichen. Während seine Spielerinnen einen Jubelkreis bildeten, musste Ulrich Kahl den Triumph erst einmal sacken lassen: „Großartig. Ich hatte hier in Neustadt mit meinen Mannschaften bisher noch nie auch nur einen Satz geholt.“

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Schallhorn, Burchardt, Schulmeister, Raabe, Amlang, Kryvarot, Helmecke, Luft.

Aus einer sicheren Annahme heraus wollen die Neustädterinnen gegen Eimsbüttel punkten.

16.01.2015

Gegen Eimsbüttel klare Steigerung gefordert

Neustadt-Glewe

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe schlagen morgen zum ersten Heimspiel des Jahres auf. Mit dem fünftplatzierten Eimsbütteler TV läuft ein Gegner auf, der keinesfalls zu unterschätzen ist, wie die letzten Ergebnisse unterstreichen. Die Hamburgerinnen gaben sowohl dem Köpenicker SC II, als auch dem aktuell schärfsten Neustädter Verfolger, VCO Berlin II, das Nachsehen. „Das wird ein harter Brocken. Eimsbüttel hat uns mit starker Abwehrarbeit und unkonventionellem Angriffsspiel das Leben schwer gemacht“, ist Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel vom 3:1-Hinspielerfolg seiner Mannschaft in Erinnerung geblieben. Beim Spitzenreiter hat man am Mittwoch eine zusätzliche Einheit eingelegt, im Bewusstsein, dass eine Steigerung gegenüber dem Oranienburg-Spiel der Vorwoche (3:2) gefordert ist. „Das Training war gut, das passte schon viel besser“, gibt sich Dunkel optimistisch. Er hofft, dass zahlreiche Fans den Weg in die Sporthalle „Zur Kuhdrift“ finden und die eigene Mannschaft lautstark anfeuern werden.

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Von dem Neustädter Hinspiel-„Spaziergang“ (hier Karen Amlang im Angriff) konnte in Oranienburg keine Rede sein. Der Tabellenführer musste sich beim 3:2-Sieg gehörig strecken. Foto: willmann

12.01.2015

Mit Wackelpartie in die Rückrunde

3. Volleyball-Liga Nord Damen: SVF Neustadt-Glewe tut sich beim 3:2-Auswärtssieg gegen VSV Havel Oranienburg sehr schwer
Oranienburg

Mit einem blauen Auge sind die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe bei ihrem ersten Punktspielauftritt des Jahres davongekommen. Der mühsame 3:2-Auswärtserfolg gegen Aufsteiger VSV Havel Oranienburg kostete zwar einen Punkt. Aber immerhin konnte die zweite Niederlage in der laufenden Meisterschaft vermieden werden. Die Neustädterinnen führen die Tabelle jetzt mit einem Fünf-Punkte-Puffer auf den zweitplatzierten VCO Berlin II an.

Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel sprach von einer „ziemlichen Wackelpartie“, hatte aber auch gar nichts anderes erwartet: „Wir fangen ja praktisch bei Null an, was die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff betrifft. Das hat man heute gesehen.“ Es war sehr viel Sand im Getriebe. Schließlich hatte Anne Oemus die komplette Hinrunde auf Grund anhaltender Rückenprobleme passen müssen und kam in Oranienburg zu ihrem ersten Zuspiel-Einsatz in dieser Saison. Dass es da an der nötigen Präzision mangelte, war wenig verwunderlich.

Im ersten Satz machte sich das noch nicht negativ bemerkbar. Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die Gäste ab und zogen sauber bis zu einem ungefährdeten 25:18 durch. Auch der Einstieg in den zweiten Durchgang lief angesichts einer schnellen Führung recht ordentlich. Doch diesmal konnte der Vorsprung nicht gehalten werden. Oranienburg wusste sich zu steigern und schaffte den Ausgleich. In der Folge ging es Punkt um Punkt, mit dem besseren Ende für den Aufsteiger (26:24). Der tat weiterhin einiges, um Dunkels grundsätzliche Einschätzung zu bestätigen: „Ich verstehe nicht, warum diese Mannschaft so schlecht dasteht (Tabellenvorletzter, d.R.). Vom Potenzial her würde ich sie im oberen Mittelfeld einordnen.“ Die großgewachsenen, volleyballerisch solide ausgebildeten VSV-Spielerinnen holten sich durch ein 25:21 die 2:1-Satzführung. Jetzt waren kämpferische Qualitäten gefragt. Die Fortschritt-Damen bissen sich durch, wendeten die drohende Niederlage ab. Sie retteten sich zunächst durch ein 25:23 in den Tiebreak und gestalteten diesen mit einem 15:7 dann ähnlich souverän wie den ersten Durchgang.

Auch wenn so ein Auftaktspiel immer seine eigenen Gesetze hat, so machte der Neustädter Auftritt doch deutlich, dass der Weg zum angestrebten dritten Staffelsieg in Folge ein schweres Stück Arbeit wird. Das machte Oliver Dunkel unmissverständlich deutlich: „Wir müssen eine Menge tun. Ohne entsprechendes Training wird das definitiv nichts. Das ist heute hoffentlich jedem klar geworden.“

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Helmecke, Burchardt, Schallhorn, Schulmeister, Amlang, Kryvarot, Raabe, Luft.

Gegen Grün-Weiß Erkner (im Angriff) kassierten die Neustädterinnen ihre bisher einzige Saisonniederlage. Das 1:3 möchte man in der Rückrunde gerne gerade rücken. Foto: thomas Willmann

09.01.2015

Titel Nummer drei fest im Blick

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe starten morgen mit Auswärtsspiel beim VSV Havel Oranienburg in die Rückrunde
Neustadt-Glewe

Mit einem Auswärtsspiel beim VSV Havel Oranienburg steigen die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen in die Rückrunde der 3. Liga Nord ein. Obwohl die Neustädterinnen mit 23 Punkten wieder einmal das Feld anführen, kann für Trainer Oliver Dunkel mit Blick auf die erste Halbserie von eitel Sonnenschein keine Rede sein: „Ich bin nicht wirklich glücklich mit unserer Trainingsbeteiligung. Und da wir auch bei den Punktspielen mit ständig wechselndem Kader leben mussten, konnten wir nicht den Volleyball spielen, den ich mir eigentlich vorgestellt hatte.“ Man habe die Hinrunde vor allem über Kampf und Einsatz so gestaltet, dass es zur Herbstmeisterschaft reichte.

Der bisherige Verlauf hielt aus Sicht von Dunkel keine echten Überraschungen bereit: „Lübeck und Oranienburg hatte ich wohl etwas stärker eingeschätzt, aber im Großen und Ganzen stehen die Mannschaften oben, mit denen wir vorn herein gerechnet hatten.“ Die einzige Niederlage kassierte der Meister der vergangenen zwei Jahre beim 1:3 zu Hause gegen Grün-Weiß Erkner. Die Brandenburgerinnen hatten sich erst kurz zuvor mit zwei ehemaligen Bundesliga-Spielerinnen verstärkt, die an diesem Tag auch den Unterscheid ausmachten. Dafür hielten die Fortschritt-Damen die Teams von Köpenicker SC II (3:0) und VC Olympia II (3:1) in Schach. Die jungen Berlinerinnen deuteten ihr Talent an, mussten sich letztlich aber doch der größeren Erfahrung der Mecklenburgerinnen beugen. „Die Mädels spielen einen sauberen Volleyball. Das hat richtig Spaß gemacht“, freute man sich beim Sieger über diese niveauvollen Herausforderungen.

Das Köpenick-Spiel sorgte Ende November trotz der guten Leistung aus Neustädter Sicht für eine ganz bittere Pille. Neuzugang Isabella de Oliveira Batista zog sich zu Beginn des zweiten Satzes eine schwere Verletzung zu. Vorderes Kreuzband und Innenminiskus gerissen, lautete die niederschmetternde Diagnose, die für die 20-jährige brasilianische Juniorennationalspielerin das abrupte Saisonende bedeutete. „Bella hat daran schon mächtig zu knabbern. Wir hoffen, dass das Knie im Februar endlich operiert werden kann“, sagt Dunkel, der in der Folge die ein oder andere Alternative testete, um die sprung- und schlagkräftige Linkshänderin auf der Diagonalposition zu ersetzen. Einen weiteren Ausfall müssen die Neustädterinnenin der Rückrunde kompensieren. Zuspielerin Kathleen Jeske, die zu Saisonbeginn gerade erst in ihre volleyballerische Heimat zurückgekehrt war, zieht es aus beruflichen Gründen nach Köln.

Damit schrumpft der Kader auf neun Spielerinnen, was alles andere als eine komfortable Situation darstellt. Vor diesem Hintergrund formuliert Oliver Dunkel einen besonderen Wunsch: „Es wäre schön, wenn die Einsatzpläne unserer drei Polizistinnen vielleicht so abgestimmt werden könnten, dass sie uns zumindest für die Spiele etwas regelmäßiger zur Verfügung stehen.“ Denn fällt auch noch dieses Trio aus, wie in der Hinrunde desöfteren geschehen, braucht man kein großer Rechenkünstler zu sein. Dann wird es ganz eng.

Fast schon als „halber“ Neuzugang ist Zuspielerin Anne Oemus einzustufen, die verletzungsbedingt in der Hinrunde nicht über eine Zuschauerrolle hinauskam und jetzt übergangslos die Fäden ziehen muss. Insofern gilt es, viel Arbeit in die neuerliche Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff zu investieren. Eine spielerische Glanzleistung dürfte da vom morgigen Auftritt beim Aufsteiger in Oranienburg kaum zu erwarten sein. „Es geht darum, möglichst schnell wieder in den Rhythmus zu finden. Und natürlich wollen wir mit einem Sieg starten.“

Thomas Willmann
Die Neustädter Volleyballerinnen hatten in Berlin allen Grund zum Jubeln. Durch den 3:1-Sieg beim VCO Berlin II gehen sie als Tabellenführer in die Rückrunde. Foto: thomas willmann/privat

15.12.2014

Neustadt bleibt die Nummer eins

Drittliga-Volleyballerinnen des SV Fortschritt schließen die Hinrunde nach Sieg im Spitzenspiel einmal mehr als Tabellenführer ab
Berlin

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben sich ihre Weihnachtspause wahrlich verdient. Im Spitzenspiel setzten sie sich bei der zweiten Mannschaft des VC Olympia Berlin mit 3:1 durch und beenden die Hinrunde damit als alleiniger Tabellenführer. „In Sachen Athletik überragen sie alle in dieser Liga. Das sind durch die Bank großgewachsene, durchtrainierte Mädels, die über jeden Block schlagen können“, attestierte die Neustädter Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn dem jungen Berliner Team großes volleyballerisches Potenzial. Das sollte auch so sein. Schließlich werden beim VCO-Modell die Nachwuchshoffnungen des deutschen Volleyballs zusammengezogen.

Was da mit weiterer kontinuierlicher Arbeit und vor allem auch entsprechender Erfahrung möglich ist, bekamen die Fortschritt-Damen im ersten Satz zu spüren. „Da haben sie ihre athletischen Qualitäten ausgespielt und uns regelrecht überfahren“, kommentierte Schallhorn das Berliner 25:17. Man selber habe zunächst nur wenig zu Stande gebracht, in der Annahme sehr nervös begonnen und in Block und Feldabwehr nur selten eine Hand an die gegnerischen Angriffsschläge bekommen.

Ab dem zweiten Durchgang gewann dann aber die Komponente Erfahrung mehr und mehr an Bedeutung. Die Neustädterinnen reagierten und nahmen einige Umstellungen vor, insbesondere was die Arbeit im Feld betraf. Als die VCO-Mädchen nicht mehr so viel Wirkung mit ihren Angriffen erzielten, wuchs sofort die Verunsicherung. Das übertrug sich auf alle Mannschaftsteile, die Fehlerquote stieg. Die Annahme wackelte, im Angriff landeten viele Bälle im Aus. Auf der anderen Seite verstand es die Neustädter Zuspielerin Kathleen Jeske immer besser, ihre Angreiferinnen in Szene zu setzen. Kam der erste Pass ans Netz, nutzte sie die leichten Koordinationsprobleme der großgewachsenen VCO-Mittelblockerinnen aus und machte das Spiel schnell. Lisa Schulmeister punktete mit Power, Angelika Schallhorn mit Auge. Außerdem war Außenangreiferin Anzhela Kryvarot wie schon zuletzt beim souveränen 3:0 gegen den Köpenicker SC II mit all ihrer Routine eine „Bank“. Und auch alle anderen Spielerinnen, die Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel zum Einsatz brachte, trugen ihren Teil dazu bei, dass man die Sätze zwei (25:20) und drei (25:14) von vorne weg bestimmte. „Die Köpfe bei den jungen Spielerinnen gingen ganz schön nach unten. Und sie sind aus diesem Loch nicht wieder herausgekommen“, gab es für Angelika Schallhorn selbst im anfänglich ausgeglichenen vierten Durchgang keine ernsthaften Zweifel am eigenen Sieg mehr. Bis zum 13:13 ging es hin und her, dann verschafften sich die Mecklenburgerinnen das nötige Polster, um durch ein letztlich ungefährdetes 25:20 den 3:1-Erfolg perfekt zu machen.

Für Kathleen Jeske war der Berlin-Auftritt zugleich eine gelungene Abschiedsvorstellung. Die 31-Jährige verlegt ihren Lebensmittelpunkt aus beruflichen Gründen nach Köln. Apropos: Auch Trainer Oliver Dunkel und der Vereinsvorsitzende des SV Fortschritt, Jörg Stoltenberg, verabschiedeten sich nach dem Spiel, wenn auch nur für eine Woche. Nach einer kurzen Nacht ging es um 3 Uhr nach Hannover, wo beide in den Flieger stiegen, um sich eine Woche ägyptische Sonne zu gönnen. Die Spielpause in der 3. Liga ist nicht von langer Dauer. Am 10. Januar beginnt die Rückrunde – für den Tabellenführer mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger VSV Havel Oranienburg.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Jeske, Burchardt, Helmecke, Schulmeister, Schallhorn, Kryvarot, Amlang, Luft, Oemus.

Der Neustädter Block soll im morgigen Spitzenspiel in Berlin genauso effektiv arbeiten wie hier zuletzt beim 3:0-Sieg über den Köpenicker SC II. Foto: thomas Willmann

12.12.2014

Gipfeltreffen in Berlin

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe wollen Hinrunde als Tabellenführer abschließen
Berlin

Der Spielplangestalter der 3. Volleyball-Liga Nord der Damen hat ein glückliches Händchen bewiesen. Zum Hinrundenabschluss stehen sich morgen in Berlin mit dem gastgebenden VC Olympia II und dem SVF Neustadt-Glewe der Tabellenzweite und der Spitzenreiter gegenüber. Für beide Mannschaften stehen derzeit 20 Punkte zu Buche, wobei die VCO-Mädchen bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben. Die etwas überraschende Berliner 1:3-Heimniederlage in der Vorwoche gegen Eimsbüttel haben die Neustädterinnen natürlich mit Wohlwollen registriert. „Das ist ja die Juniorennationalmannschaft, also ein ganz junges Team. Die können Spitzenvolleyball zeigen, lassen sich aber andererseits auch noch beeindrucken“, konstatiert Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel und liefert zugleich den Ansatz für den eigenen Matchplan. Erfahrung und Cleverness ausspielen, lautet die Devise. Am besten könne man so junge Spielerinnen mit einem starken Block beeindrucken, wenn sie mit ihren Angriffen nicht durchkämen. Entsprechend waren die Trainingsschwerpunkte ausgerichtet.

Fest steht, dass man nicht auf die Durchschlagskraft von Isabella de Oliveira Batista bauen kann. Das gilt leider auch für die komplette Rückrunde. Die genauere Untersuchung der Knieverletzung, die sich die 20-jährige Brasilianerin zuletzt im Köpenick-Spiel zugezogen hatte, ergab als bittere Wahrheit: Vorderes Kreuzband und Innenminiskus gerissen. Damit ist die Saison für „Bella“ gelaufen. Definitiv verzichten muss Dunkel in Berlin auch auf Julia Raabe. Die Mittelblockerin ist beruflich gebunden. Aber ganz gleich, in welcher Besetzung die Neustädterinnen ans Netz gehen: Es werden mit Sicherheit die gleichen kämpferischen Tugenden gefragt sein, mit denen man beim 3:0-Erfolg gegen die Bundesliga-Reserve des Köpenicker SC überzeugen konnte.

Thomas Willmann
Anzhela Kryvarot war kaum zu stoppen. Zur Not schlug die Neustädter Angreiferin einfach durch den Berliner Block. Foto: willmann

01.12.2014

SV Fortschritt jetzt wieder Nummer eins

Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen feiern 3:0-Sieg gegen Berliner Youngster
Neustadt-Glewe

Durch einen überzeugenden 3:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des Köpenicker SC haben die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe nach Punkten mit dem VCO Berlin II gleichgezogen und sich auf Grund des geringfügig besseren Satzverhältnisses (22:7 gegenüber 22:9) an die Tabellenspitze der 3. Liga Nord gesetzt. Die Freude im Neustädter Lager war jedoch nicht ungetrübt. Die junge brasilianische Diagonalangreiferin Isabella de Oliveira Batista zog sich zu Beginn des zweiten Satzes bei einer Angriffsaktion eine Knieverletzung zu. Eine erste Diagnose im Krankenhaus ergab zumindest keinen Bruch. Inwieweit die Bänder in Mitleidenschaft gezogen worden sind, muss noch untersucht werden.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die 20-Jährige mit kraftvollen Angriffen unterstrichen, dass sie offensichtlich immer besser in Tritt kommt. Im umkämpften und ausgeglichenen ersten Satz, der mit 25:23 an den Gastgeber ging, konnte sich kein Team absetzen. Die jungen Berlinerinnen deuteten immer wieder ihre guten volleyballerischen Grundlagen an und hatten auch im Angriff einiges zu bieten. Wenn es allerdings um die „big points“ ging, spielten die Fortschritt-Damen ihre Erfahrung aus, allen voran Anzhela Kryvarot. Die 42-Jährige wurde gerade in engen Situationen immer wieder gesucht und punktete mit großer Abgeklärtheit und hoher Effektivität. Aber auch ihre Mitspielerinnen schienen nach „Bellas“ Ausfall noch eine Schippe draufpacken zu können, und so präsentierte sich die Neustädter Mannschaft als gut funktionierende Einheit. Der Verletzungsschock war nur von kurzer Dauer und ein zwischenzeitlicher 9:11-Rückstand schnell umgebogen. Relativ sicher erhöhte der Tabellenführer auf 2:0 (25:22). Mit seiner energischen Ansprache schien der KSC-Trainer nicht den richtigen Ton getroffen zu haben. Seine jungen Spielerinnen wirkten nicht motiviert, sondern eher deprimiert und ließen die Köpfe hängen, als der Gegner im dritten Satz sofort auf 8:1 davonzog. Der Rest war mehr oder weniger Formsache. Die Fortschritt-Damen zogen konzentriert durch und sicherten sich durch das 25:15 einen glatten Drei-Satz-Erfolg. „Heute haben wir wirklich zusammen gekämpft. Und dann ergibt sich alles andere. Wir wissen ja, dass wir annehmen können und dass wir angreifen können“, freute sich die Neustädter Mannschaftsführerin über die bisher vielleicht beste Saisonleistung.

Am nächsten Wochenende haben die Mecklenburgerinnen spielfrei, bevor zum Abschluss der Hinrunde am 13. Dezember in Berlin das Gipfeltreffen mit dem VC Olympia Berlin II wartet.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Jeske, de Oliveira Batista, Burchardt, Schulmeister, Schallhorn, Kryvarot, Amlang, Luft.

„Bella“ bekam nach ihrer Knieverletzung auch Trost von den Ballmädchen zugesprochen.
28.11.2014
Harter Brocken für SV Fortschritt
Neustadt-Glewe

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe schlagen morgen ein weiteres Mal in heimischer Halle auf. Gelingt ihnen ein glatter Sieg (3:0 oder 3:1), ziehen sie nach Punkten mit Tabellenführer VCO Berlin II gleich. Doch das dürfte ein schweres Stück Arbeit werden. Die Bundesliga-Reserve des Köpenicker SC, die momentan den vierten Platz belegt, gehört nach Einschätzung von Oliver Dunkel zu den spielstärksten Mannschaften der Liga. Der würde der Neustädter Trainer natürlich gerne in bester Besetzung begegnen. Aus heutiger Sicht steht aber gleich hinter mehreren Spielerinnen noch ein dickes Fragezeichen. So dürften wieder kämpferische Qualitäten gefragt sein, wie zuletzt beim 3:0 in Kiel bewiesen.

Der Neustädter Block stand in Kiel wesentlich besser, als das noch gegen Erkner der Fall war. Foto: thomas Willmann

25.11.2014

Mit großem Einsatz 
in Kiel gepunktet

Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen erkämpfen 3:0-Sieg beim Wiker SV
Neustadt-Glewe

Wie laufen wir denn heute auf? Diese Frage scheint sich für die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe in dieser Saison zum Standard zu entwickeln. Da für das Auswärtsspiel beim Wiker SV noch am Morgen die erkrankten Leistungsträgerinnen Anzhela Kryvarot und Lisa Schulmeister ausfielen, musste Oliver Dunkel seine Aufstellung einmal mehr komplett umbauen. „Vor diesem Hintergrund haben die Mädels das wirklich gut gemacht“, lobte der Neustädter Trainer nach dem 3:0-Erfolg. Durch den sechsten Sieg im siebten Spiel bleibt man Tabellenführer VCO Berlin II, der schon ein Spiel mehr ausgetragen hat, auf den Fersen.

Im Gegensatz zur 1:3-Niederlage in der Vorwoche gegen Grün-Weiß Erkner standen Dunkel immerhin die beiden etatmäßigen Zuspielerinnen Kathleen Jeske und Anne Oemus zur Verfügung. Dadurch konnte Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn wieder auf die Mittelblockerposition rücken. In den umkämpften ersten beiden Sätzen trat der Wiker SV genauso auf wie erwartet. „Die haben in der Feldabwehr unheimlich gewühlt und uns so in lange Ballwechsel gezwungen“, charakterisierte Dunkel das Kieler Spiel. Die Fortschritt-Damen zeigten ihrerseits einige Wackler in der Annahme und leisteten sich außerdem den ein oder anderen ärgerlichen Fehler. So konnte man sich nicht wirklich vom Gegner absetzen. Das galt nach dem mit 25:22 gewonnenen ersten Satz insbesondere für den zweiten Durchgang. „Den muss Wik eigentlich zumachen“, betonte Angelika Schallhorn mit Blick auf die entscheidende Phase. Der Gastgeber vergab beim Stand von 24:22 zwei Satzbälle und konnte auch eine weitere Chance nicht nutzen. Besser machten es die Neustädterinnen, die sich mit einem 29:27 das 2:0 sicherten. Der so knapp verpasste Satzausgleich wirkte auf Wiker Seite nach. Man schien sich aufgegeben zu haben und leistete beim abschließenden 25:15 nur noch wenig Widerstand.

Für den Fortschritt-Trainer waren vor allem der stark verbesserte Block, mutig durchgezogene Angriffe sowie der kämpferische Auftritt ausschlaggebend für den Erfolg.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Jeske, de Oliveira Batista, Schallhorn, Raabe, Helmecke, Amlang, Burchardt, Oemus.

24.11.2014
Zum 3:0-Erfolg in Kiel gekämpft
Kiel

Obwohl die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe ihre Aufstellung für das gestrige Punktspiel beim Wiker SV notgedrungen wieder einmal völlig umbauen mussten (Anzhela Kryvarot und Lisa Schulmeister fielen krankheitsbedingt aus), kehrten sie mit einem 3:0-Sieg aus Kiel zurück. Trotz des glatten Erfolges war es ein schweres Stück Arbeit (SVZ berichtet noch).

21.11.2014
SV Fortschritt will Ausrutscher korrigieren
Neustadt-Glewe

Wie haben die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe die glatte 1:3-Niederlage der Vorwoche gegen Grün-Weiß Erkner verarbeitet? Diese Frage muss der Liga-Primus der vergangenen Jahre am Sonntag beim Wiker SV in Kiel beantworten. „Wir wollen das Erkner-Spiel nicht überwerten. Klar ist aber, dass eine deutliche Steigerung her muss, und zwar in allen Bereichen“, nimmt Fortschritt-Trainer Oliver seine Damen in die Pflicht. Die Situation beim Titelverteidiger ist nicht einfach. Von Saisonbeginn an leiden sowohl Training, als auch Spielbetrieb unter berufsbedingten Einschränkungen. So steht auch in diesem Fall noch nicht fest, auf wen Dunkel am Sonntag zurückgreifen kann. Die Kielerinnen sind als Mannschaft bekannt, die von ihren kämpferischen Qualitäten lebt. Es wird also darauf ankommen, über klare Aktionen den nötigen Angriffsdruck zu entwickeln.

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Mit flexiblem und schnellem Angriffsspiel stellte der VSV Grün-Weiß Erkner den Neustädter Block immer wieder vor große Probleme. Foto: thomas Willmann

17.11.2014

Einen gebrauchten Tag erwischt

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe kassieren gegen starkes Team vom VSV Grün-Weißer Erkner erste Niederlage
Neustadt-Glewe

„Es gibt diese Tage, da gelingt dir einfach nichts. Und heute war so einer“, kommentierte Oliver Dunkel die erste Meisterschaftsniederlage der Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen in dieser Saison. Der Fortschritt-Trainer vergaß nach dem 1:3 vor heimischem Publikum aber auch nicht zu würdigen, welchen Anteil der Gegner an diesem Ergebnis hatte: „Erkner war wirklich sehr gut.“ Diese Bewertung konnte man als objektiver Beobachter nur unterschreiben. Das Team aus Brandenburg trat als homogene Einheit auf.

Dabei war der erste Satz aus Sicht der Grün-Weiß-Damen so gar nicht wunschgemäß verlaufen. Aus einer anfänglichen Führung (5:2) wurde nach einer ersten Neustädter Serie schnell ein 5:8-Rückstand. Die Gäste gingen zwar noch einmal in Front (12:11), gerieten in der Folge allerdings deutlich auf die Verliererstraße. Nach nur 19 Minuten Spielzeit hatte der amtierende Meister Durchgang eins ungefährdet mit 25:16 für sich entschieden. „Wir haben uns da den Schneid abkaufen lassen, die Köpfe aber trotzdem oben behalten“, zeigte sich Jürgen Treppner stolz auf seine Mädels. Außerdem hatte der Gäste-Trainer noch ein echtes Ass im Ärmel. Nach dem Seitenwechsel schickte er Juliane Pohle aufs Feld. Die 22-jährige großgewachsene Angreiferin bewies, dass sie nicht von ungefähr höherklassig gespielt hat, unter anderem im Erstliga-Kader des Köpenicker SC stand. Sie schien mehrfach den gegnerischen Block ignorieren zu wollen, schlug einfach drüber weg. „Die haben wir nicht in den Griff bekommen“, stellte Oliver Dunkel klar. Aber es war eben nicht nur diese eine Spielerin, die den Unterschied ausmachte. Je mehr man sich auf Erkener Seite mit jeder gelungenen Aktion pushte, desto resignierter wirkten die Neustädterinnen. „Es war keine Stimmung da. Sie sind aus diesem Loch nicht mehr herausgekommen“, konnte Dunkel von außen kaum noch Einfluss nehmen. Ob er nun häufig auswechselte oder gar nicht, die Wirkung tendierte gegen Null.

Möglicherweise war auch der so locker gewonnene erste Satz „Gift“ für den Titelverteidiger. Man wähnte sich auf dem Weg zum sechsten Sieg und war zumindest an diesem Tag nicht in der Lage, den Hebel gegen einen sich deutlich steigernden Gegner wieder umzulegen. Die Partie kippte bereits im zweiten Durchgang. Beim Stand von 5:5 punktete der Tabellendritte fünfmal in Folge und hielt die Neustädterinnen bis zum 25:20-Satzausgleich relativ sicher auf Distanz. Beim 19:25 und 14:25 im dritten beziehungsweise vierten Satz waren die Mecklenburgerinnen so chancenlos, wie schon lange nicht mehr. Am Ende landete praktisch jeder Ball in ihrem Feld. Aufregung und Freude auf der Gäste-Bank stiegen unübersehbar. Und mit dem verwandelten Matchball lagen sich die Grün-Weißen jubelnd in den Armen: „Wir hatten ja gegen Neustadt-Glewe zuvor noch nicht mal einen Satz gewonnen.“

Aus Sicht der Fortschritt-Damen ist die Niederlage ganz sicher kein Beinbruch, wohl aber ein deutliches Signal, dass sich der Durchmarsch der vergangenen Saison kaum wiederholen wird. Es gilt, ordentlich Gas zu geben, wenn es mit dem dritten Titelgewinn in Folge klappen soll.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Schallhorn, de Oliveira Batista, Schulmeister, Raabe, Kryvarot, Amlang, Helmecke, Burchardt, Luft.

Riesenjubel nach verwandeltem Matchball: Die Brandenburgerinnen feierten ihren ersten Erfolg gegen den SV Fortschritt.

14.11.2014

Sechster Sieg fest eingeplant

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe schlagen morgen gegen Grün-Weiß Erkner auf
Neustadt-Glewe

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe gehen auch in dieser Saison fleißig ihrer Lieblingsbeschäftigung nach – sie gewinnen. Bisher stehen in fünf Spielen fünf Siege zu Buche. Für den einzigen Schönheitsfehler sorgte das 3:2 beim BBSC Berlin, das einen Punkt kostete. Im morgigen Heimspiel gegen den VSV Grün-Weiß Erkner soll ein weiterer Dreier folgen. Ein wichtiger Hinweis an die Fans: Es gibt eine Abweichung von der normalen Heimspielzeit, die Partie wird bereits um 14 Uhr angepfiffen. Die VSV-Damen rangieren auf dem dritten Tabellenplatz. „Ich weiß nicht, was sich da personell getan hat, aber im vergangenen Jahr war das eine eingespielte, homogene Truppe“, geht Oliver Dunkel von einer anspruchsvollen Aufgabe aus. Dass Erkner dem aktuellen Spitzenreiter VCO Berlin II zwei Sätze abgenommen hat, unterstreicht diese Einschätzung. Der Neustädter Trainer hofft, in puncto Kader selbst einiges mehr aufbieten zu können, als das noch in der Vorwoche beim 3:1-Sieg in Hamburg der Fall war. Bis jetzt sieht das nicht schlecht aus. Ein Fragezeichen steht aber noch hinter der Besetzung der Zuspielerposition.

Thomas Willmann


10.11.2014

Mit Mini-Kader zum fünften Sieg
Hamburg

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe bleiben nach ihrem 3:1-Sieg bei der VG WiWa Hamburg das einzige noch ungeschlagene Team in der 3. Liga Nord. Dass der ausgeglichene erste Satz mit 25:23 an die Hamburgerinnen ging, lag zum einen an deren guter Leistung. Zum anderen mussten sich die Fortschritt-Damen an eine erneut umgekrempelte Aufstellung gewöhnen. Angelika Schallhorn durfte ihre Universalqualitäten diesmal mangels Alternative als Zuspielerin unter Beweis stellen. Als Isabella de Oliveira Batista ausfiel (Rückenprobleme), standen Trainer Oliver Dunkel nur noch fünf Angreiferinnen zur Verfügung. Die wussten sich kontinuierlich zu steigern. Die Annahme gewann an Stabilität, im Block bekam man den WiWa-Angriff mehr und mehr in den Griff, wie die Satzergebnisse von 25:19, 25:15 und 25:12 unterstreichen.

thow

SVF Neustadt-Glewe:Schallhorn, de Oliveira Batista, Burchardt, Schulmeister, Raabe, Kryvarot, Amlang.

07.11.2014

Auch bei altem Rivalen punkten

Hamburg

Die noch ungeschlagenen Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind morgen in Hamburg gefordert. Dass der alte Rivale VG WiWa mit erst einem Sieg aus fünf Spielen ungewohnt schlecht in die Saison gestartet ist, führt Oliver Dunkel auf die neuformierte Mannschaft der Hanseaten zurück. „Das Team muss sich erst finden, scheint aber auf einem guten Weg, wie der glatte 3:0-Sieg beim BBSC Berlin unterstreicht“, rechnet der Neustädter Trainer mit einem hoch motivierten Gegner. Wenn es nach ihm geht, würde er Anzhela Kryvarot gerne noch eine weitere Woche schonen und sie wie schon gegen Lübeck „nur“ als Libera einsetzen. Das hängt von der konkreten Besetzungssituation ab, die aktuell noch offen ist.

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Die Neustädter Mittelangreiferin Julia Raabe (l.) ließ den Lübecker Block mehrfach schlecht aussehen. Foto: thomas Willmann

03.11.2014

Im Angriff jede Menge Optionen

3. Volleyball-Liga Nord Damen: Vorjahresmeister SVF Neustadt-Glewe beim 3:0-Sieg gegen Lübecker TS nicht wirklich gefordert
Neustadt-Glewe

Diese Rolle war selbst für Anzhela Kryvarot neu. Beim glatten 3:0-Sieg im Drittligaspiel des SVF Neustadt-Glewe gegen den Lübecker TS durfte sich die weißrussische Angreiferin erstmals in ihrer langen Volleyballer-Karriere auf der Libero-Position beweisen. Wie ungewohnt das für die 42-Jährige war, zeigte sich im dritten Satz, als sie um ein Haar verbotenerweise aus dem Hinterfeld angegriffen hätte, sich aber noch im letzten Moment bremsen konnte. Nicht nur sie selbst, auch ihre Mitspielerinnen und die Neustädter Bank mussten über diese Aktion lachen. Die verletzungsbedingte (Schulter und Fuß) „Zwangsmaßnahme“ hatte zumindest ein Gutes. Kryvarot stabilisierte die an diesem Tag nicht gerade sattelfest wirkende Annahme. Kam der erste Ball präzise ans Netz, so dass Zuspielerin Kathleen Jeske entsprechend variieren konnte, gab es für die insgesamt chancenlosen Lübecker Damen bei allem Einsatz wenig zu holen. Diese Erkenntnis darf Oliver Dunkel in jedem Fall auf der Haben-Seite verbuchen: Gleich wen der Fortschritt-Trainer als Außenangreiferin einsetzte – und er wechselte im zweiten und dritten Satz munter durch –, die Durchschlagskraft war da. Und auch Neuzugang Julia Raabe als Mittelblockerin wusste zu punkten.

Das noch sieglose Schlusslicht war allerdings auch kein wirklicher Gradmesser. Dessen waren sich die sympathisch auftretenden Gäste offensichtlich von vorn herein bewusst. Mit voller „Kapelle“, sprich zwölf Spielerinnen angereist, wurden jede gelungene Aktion und jeder Punkt lautstark gefeiert. Dass die Lübeckerinnen im ersten Satz immerhin auf 20 Zähler kamen, lag an ihrem kämpferischen Auftreten, aber auch an gegnerischen Schwächen. Dazu zählten vier Aufschlagfehler, die schon erwähnte Annahme und nicht zuletzt die Abstimmung im Feld. Der zweite Durchgang begann sogar mit einer 5:2-Führung der Gäste. Das war allerdings nur eine Momentaufnahme. Eine Aufschlagserie von Julia Raabe verhalf den Neustädtern zu einem Sieben-Punkte-Lauf. Der Vorsprung wurde scheinbar mühelos ausgebaut (19:8). Am Ende hieß es 25:16. Der dritte Satz entwickelte sich zu einem ähnlichen Schnelldurchlauf (25:14). Erstaunlich für das Niveau, das man in der dritthöchsten Spielklasse eigentlich voraussetzen sollte, war vor allem die große Anzahl an technischen Fehlern, die der Lübecker Zuspielerin unterlief.

Thomas Willmann


SVF Neustadt-Glewe:
 Jeske, de Oliveira Batista, Schulmeister, Raabe, Helmecke, Amlang, Kryvarot (L), Luft, Burchardt, Schallhorn.

30.10.2014
Fortschritt-Damen steuern vierten Sieg an
Neustadt-Glewe

Zum zweiten Mal in dieser Saison schlagen die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe am Sonnabend am heimischen Netz auf. Zu Gast in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ ist das Team des Lübecker TS. Während die Neustädterinnen als amtierender Meister mit drei Siegen gestartet sind, warten die Gäste, die erst zwei Spiele ausgetragen haben, noch auf ihr erstes Erfolgserlebnis. Die Fortschritt-Damen wollen dafür sorgen, dass sich die Lübecker Wartezeit verlängert. Auf Grund der nach wie vor angespannten Personalsituation hat Oliver Dunkel das Training in der vergangenen Woche ausfallen lassen. Zumindest hat sich Mittelblockerin Lisa Schulmeister fit zurückgemeldet. Hinter anderen Spielerinnen steht dagegen weiter ein Fragezeichen. „Lübeck ist schwer einzuschätzen, verfügt in voller Besetzung über eine kampf- und abwehrstarke Mannschaft“, will Dunkel den Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.

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20.10.2014
Neustädter Volleyballerinnen beißen sich durch
3. Volleyball-Liga Nord Damen: Fortschritt-Damen fahren in Berlin dritten Saisonsieg ein / Rote Karte für Trainer Oliver Dunkel
Berlin

„Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Ich möchte meinen Mädels ein dickes Lob aussprechen. Sie haben das Spiel über großen Kampf nach Hause gebracht“, zeigte sich Oliver Dunkel nach dem knappen 3:2-Sieg der Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen beim BBSC Berlin in erster Linie erleichtert.

Es war von vorn herein klar, dass es bei diesem Auftritt nur ums Durchbeißen gehen konnte. Lediglich sieben Spielerinnen konnte der amtierende Meister in der Bundeshauptstadt aufbieten. Lisa Helmecke und Julia Raabe fehlten berufsbedingt, Kitty Luft musste das Bett hüten, und auch Anzhela Kryvarot (Fuß- und Schulterverletzung) war gar nicht erst mit angereist. Aber auch mit diesem letzten Aufgebot hätten sich die Fortschritt-Damen das Leben leichter machen können. In ungewohnter Aufstellung kämpften sie sich durch den ersten Satz (26:24), hatten den zweiten Durchgang fest im Griff (25:18) und waren angesichts einer 22:19-Führung im dritten Satz schon fast auf der Zielgeraden. Doch plötzlich ging gar nichts mehr, Berlin punktete sechsmal in Folge und schaffte durch ein 25:20 dann auch den Satzausgleich. „Wir hatten insbesondere bei Angriffen über die Linie durchgängig Probleme im Block und in der Feldabwehr,“ wertete Dunkel aus. Im Tiebreak fanden die Neustädterinnen in die Spur zurück. Dass es am Ende noch einmal ganz eng wurde, führte er auch auf einige aus seiner Sicht höchst umstrittene Schiedsrichterentscheidungen zurück. Im vierten Satz bereits gelb-verwarnt, bekam der Trainer als nächste Stufe den Roten Karten gezeigt, was immer zugleich mit einem Punkt für den Gegner sanktioniert wird. Letztlich reichte es aber doch: Ein erfolgreicher Angriff machte das Neustädter 15:13 und damit den 3:2-Sieg perfekt.

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SVF Neustadt-Glewe: Jeske, de Oliveira Batista, Schallhorn, Schulmeister, Burchardt, Amlang, Oemus.

17.10.2014
Neustädter Lazarett will in Berlin bestehen
Neustadt-Glewe

Oliver Dunkel ist es leid, Woche für Woche ins gleiche Horn stoßen zu müssen. Doch dem Trainer der Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe bleibt vor dem schweren Auswärtsspiel beim BBSC wohl nichts anderes übrig. Der Titelverteidiger wird morgen zum wiederholten Mal nur von seiner Bestbesetzung träumen können. Die Personalsituation hat sich noch weiter zugespitzt. Anzhela Kryvarot, die in der Vorwoche im Regionalpokal schon auf die Zähne gebissen hatte, quält sich neben ihrem lädierten Fuß jetzt auch noch mit Schulterproblemen herum: „Ich habe das Training mangels Beteiligung ausfallen lassen und weiß aktuell noch nicht, wer mir überhaupt zur Verfügung steht. Das ist eine Katastrophe“, schiebt Dunkel gehörigen Frust. Die ohnehin anspruchsvolle Aufgabe in der Bundeshauptstadt erscheint dadurch nicht eben leichter. Der BBSC tritt in dieser Saison mit einer jungen Truppe und neuem Trainerduo an und hat auf einem Vorbereitungsturnier, an dem auch die Neustädterinnen teilnahmen, laut Dunkel „ganz schön Gas gegeben“.

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Obwohl Anzhela Kryvarot (im Angriff in einem früheren Spiel) durch eine Bänderverletzung im Sprungelenk arg gehandicapt war, bot sie in Stralsund eine ganz starke Leistung. Foto: thomas Willmann

14.10.2014

Nach hartem Kampf gescheitert

Ersatzgeschwächte Neustädter Volleyballerinnen müssen sich im Regionalpokalfinale den Stralsunder Wildcats geschlagen geben
Stralsund

„Hut ab und großen Respekt vor den Mädels. Sie haben alles gegeben. Aber in der Konstellation war einfach nicht mehr drin“, stellte Oliver Dunkel das Lob an seine Mannschaft nach dem Aus der Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe im Regionalpokal Nord in den Vordergrund. Im Finale mussten sich die Fortschritt-Damen in einem MV-internen Duell dem klassenhöheren VC Stralsund in vier Sätzen geschlagen geben (SVZ berichtete).

Wenn der Neustädter Trainer über etwas enttäuscht war, dann über die eigenen personellen Möglichkeiten an diesem Tag. Anstatt den gastgebenden Zweitligisten in Bestbesetzung herauszufordern, reichte es nur zu einem Achter-Kader inklusive einiger angeschlagener Spielerinnen. Dunkel selbst war ebenfalls verhindert und wurde ohne Einflussmöglichkeit fernmündlich auf dem Laufenden gehalten. Da gleich zwei Mittelblockerinnen ausfielen, musste in Sachen Aufstellung kräftig gewürfelt werden. So agierten neben Neuzugang Julia Raabe wechselseitig Angelika Schallhorn (Universal) und Anita Burchardt (Diagonal) auf der Mitte, wurde die nach wie vor mit Rückenproblemen kämpfende Zuspielerin Anne Oemus als Libera eingesetzt. Anzhela Kryvarot hätte auf Grund der Bänderverletzung, die sie sich im Punktspiel gegen Eimsbüttel vor zwei Wochen zugezogen hatte, unter normalen Umständen wohl nur auf der Bank gesessen. Die weißrussische Außenangreiferin biss aber auf die Zähne und lieferte bis zur nicht mehr zu umgehenden Auswechslung im dritten Satz eine nach Aussage von Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn „herausragende Leistung“ ab.

Die 42-Jährige hatte großen Anteil daran, dass man die erste Hürde an diesem Tag, das Halbfinale gegen den Liga-Konkurrenten Wiker SV aus Kiel, ungefährdet mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Ebenso souverän setzte sich Stralsund gegen den Eimsbütteler TV (3. Liga) durch. Im Endspiel verschliefen die Neustädterinnen ein wenig den ersten Durchgang. Insbesondere der eigene Block zeigte beim 15:25 wenig Wirkung. Nach dem Seitenwechsel wusste sich die Mannschaft geschlossen zu steigern, ging aus einer jetzt stabilen Annahme heraus im Angriff volles Risiko und wurde mit dem 25:19-Satzausgleich belohnt. Im weiteren Verlauf wurde es dann auch eine Kraftfrage. Der Ausfall von Anzhela Kryvarot machte zudem neuerliche Umstellungen notwendig. In der Summe reichte es nicht mehr, um eine gestandene Zweitliga-Truppe, die sich zu Saisonbeginn mit Lisa Stein und Tanja Joachim aus dem Bundesliga-Kader des Schweriner SC weiter verstärkt hat, in die Knie zu zwingen. Stralsund sicherte sich mit zweimal 25:20 den Turniersieg und strebt jetzt den Sprung in die erste Hauptrunde des DVV-Pokals an. Als letzte Klippe müssen die Wildcats am 26. Oktober in heimischer Halle noch gegen die Youngster vom Köpenicker SC II (Regionalpokalsieger Nordost) gewinnen.

Für die Fortschritt-Damen geht es darum, bis zum nächsten Wochenende möglichst viele Spielerinnen wieder fit zu bekommen, um in der Meisterschaft beim BBSC Berlin den dritten Punktsieg einzufahren.

Thomas Willmann


SVF Neustadt-Glewe: 
Jeske, de Oliveira Batista, Raabe, Burchardt, Schallhorn, Kryvarot, Amlang, Oemus (L).

13.10.2014
Im Finale gegen Wildcats verloren
Stralsund

Es hat nicht sein sollen: Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben gestern in Stralsund zwar das Finale des Regionalpokals Nord erreicht, zogen dort aber gegen die gastgebenden Wildcats in vier Sätzen den Kürzeren. Damit ist der Traum vom Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals für diese Saison ausgeträumt. Dagegen fehlt den Stralsunder Zweitliga-Damen nur noch ein Sieg über den Gewinner des Nordost-Regionalpokals (am 26. Oktober wieder in Stralsund), um sich in der ersten Hauptrunde mit dem bereits als Gegner feststehenden Erstligisten Aurubis Hamburg messen zu können. Im Neustädter Lager sorgte vor allem die eigene Besetzung für Frust. Wie im Vorfeld befürchtet, musste man auf vier Spielerinnen verzichten. Unter anderem fehlten mit Lisa Schulmeister (Grippe) und Kitty Luft (berufsbedingt) gleich zwei Mittelblockerinnen. Reichte der dezimierte Kader noch aus, um den Liga-Konkurrenten Wiker SV im Halbfinale glatt mit 3:0 zu bezwingen, so fehlte es im Endspiel letztlich an Durchschlagskraft.

10.10.2014
Im Regionalpokal wartet ein hartes Stück Arbeit
Stralsund

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind nach ihrer Liga-Pause zuletzt auch an diesem Wochenende in der Meisterschaft nicht gefordert. Dafür steht aber die nächste Pokalrunde an. Vier Mannschaften spielen am Sonntag in Stralsund den Regionalpokalsieger Nord aus. Die Ansetzungen stehen bereits fest. Die Neustädterinnen bekommen es mit dem Liga-Konkurrenten Wiker SV zu tun, im zweiten Halbfinale stehen sich die gastgebenden Wildcats (2. Liga) und der Eimsbütteler TV (3. Liga) gegenüber. Die beiden Sieger bestreiten das Endspiel. Und nur wer das gewinnt, bleibt im Rennen, kämpft am 26. Oktober gegen den Regionalpokalsieger Nordost um den Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals.

„Dass wir weiterkommen wollen, steht außer Frage. Aber es sieht personell wirklich nicht rosig aus“, schiebt der Neustädter Trainer Oliver Dunkel sofort nach. Anzhela Kryvarot ist noch durch ihre Bänderverletzung aus dem Eimsbüttel-Spiel gehandicapt, Angelika Schallhorn, Isabella de Oliveira Batista und insbesondere Lisa Schulmeister plagen sich mit einer Grippe herum, und bei den drei Polizistinnen im Team weiß man oft erst kurzfristig, was der Dienstplan zulässt. „Wir haben in Warnemünde (Landespokal, d.R.) trotz unserer Zwei-Satz-Niederlage gesehen, dass Stralsund zu knacken ist. Allerdings muss dann in Bestbesetzung schon alles passen“, hofft Dunkel, nicht nur mit einer Rumpftruppe in Stralsund auflaufen zu können.

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Die Neustädterinnen (im Block, hier in der Vorwoche) taten sich schwer, bis der „Arbeitssieg“ beim Eimsbütteler TV unter Dach und Fach gebracht war. Foto: thomas Willmann

30.09.2014

Mit „Sparkader“ durchgekämpft

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe müssen bei Sieg in Hamburg und im Pokal mit kleiner Besetzung auskommen
Neustadt-Glewe

Doppelaufgabe erfolgreich gelöst: Zunächst in der Meisterschaft gepunktet, dann im Pokal eine Runde weiter gekommen. Aber trotz des 3:1-Sieges für die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sprach Trainer Oliver Dunkel nach dem Auftritt beim Eimsbütteler TV von einem „Tag zum Vergessen“. Er spielte damit in erster Linie auf die Begleitumstände an. Berufsbedingt konnten die Fortschritt-Damen die Fahrt nach Hamburg nur mit einem „Sparkader“ von acht Spielerinnen antreten, von denen zwei angeschlagen waren. Als Anzhela Kryvarot dann schon früh im ersten Satz umknickte und mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk ausfiel, sah es richtig düster aus (Diagnose steht noch aus – gute Besserung). Neuzugang Julia Raabe musste als gelernte Mittelblockerin so erst einmal auf Außenangriff aushelfen. Das Durcheinander auf gegnerischer Seite nutzten die hoch motivierten und abwehrstarken Eimsbüttelerinnen, um sich den ersten Satz zu holen (25:21). Dunkel stellte um, brachte zwangsläufig Zuspielerin Anne Oemus, die auf Grund ihrer Rückenprobleme eigentlich geschont werden sollte. Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn musste einmal mehr ihre Universal-Qualitäten unter Beweis stellen und wusste als Außenangreiferin durchaus zu gefallen. „Vor diesem Hintergrund konnte man von unserer Seite kein schönes Spiel erwarten. Wir haben Volleyball gearbeitet“, kommentierte der Neustädter Trainer das weitere Geschehen. Immerhin kämpfte sich seine Mannschaft durch die folgenden zwei Sätze (25:20 und 25:23). Im vierten Durchgang schien der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Das drückte sich in einem klaren 25:14 aus.

Viel Zeit zum Durchpusten blieb den Neustädterinnen nicht. Am nächsten Tag ging es zum Landespokal in Rostock. Dank glatter Zwei-Satz-Erfolge in den Vorrundenspielen gegen SV Warnemünde I, PSV Neustrelitz (beide Regionalliga) sowie HSG Uni Greifswald (Verbandsliga) war mit dem Staffelsieg das erklärte Ziel erreicht. Die abschließende Niederlage gegen den Zweitligisten VC Stralsund (20:25, 20:25) tat nicht wirklich weh. Denn als diesjähriger Ausrichter des Regionalpokals stehen Mecklenburg-Vorpommern zwei Startplätze zu. Und so ist am 12. Oktober in Stralsund neben den gastgebenden „Wildcats“ eben auch der SVF Neustadt-Glewe mit von der Partie, wenn es um den Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals geht.

Thomas Willmann

29.09.2014

Verletzung trübt Auswärtssieg
Hamburg

Mit einem 3:1-„Arbeitssieg“ im Gepäck kehrten die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe vom ersten Auswärtsauftritt der Saison beim Eimsbütteler TV zurück. Es war ein teuer erkaufter Erfolg. Ohnehin mit kleinem Kader angereist, musste Anzhela Kryvarot schon nach wenigen Punkten mit einer Bänderverletzung vom Feld. Das daraus resultiernde Durcheinander kostete den ersten Satz. Immerhin kämpften sich die Neustädterinnen durch die folgenden drei Sätze. Gestern war die Mannschaft im Landespokal gefordert und schaffte in Rostock die Qualifikation für den Regionalpokal.

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26.09.2014
In Liga und Pokal weiter an Harmonie feilen
Hamburg

Zu ihrem ersten Auswärtsspiel der Saison gehen die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen in Hamburg beim Eimsbütteler TV ans Netz. Der Aufsteiger ist vom Namen her ein alter Bekannter aus gemeinsamen Regionalliga-Zeiten. „Abgesehen vom Trainer sind das aber alles neue Gesichter“, spricht Oliver Dunkel dennoch von einer unbekannten Größe. Da Eimsbüttel noch kein Liga-Spiel bestritten hat, fehlt jegliche Vergleichsgröße. Für die Neustädter geht es aber in erster Linie darum, auf sich zu schauen, die Abstimmung und Harmonie in der eigenen Mannschaft weiter zu entwickeln. Der klare 3:0-Auftaktsieg gegen Oranienburg ließ einige gute Ansätze erkennen. Weitere Spielpraxis können die Fortschritt-Damen nur einen Tag später sammeln. Dann geht es nach Rostock zum Landespokal, mit der klaren Zielstellung, einen der ersten beiden Plätze zu belegen und sich so für den Regionalpokal zu qualifizieren.

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Isabella de Oliveira Batista (l.) in ihrem Element: Auch im Block packte die junge Südamerikanerin gegen Oranienburg schon ordentlich zu. Foto: thomas Willmann

„Bella“ führt sich schlagkräftig ein

Brasilianische Juniorennationalspielerin feiert mit Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe souveränen 3:0-Auftaktsieg

Neustadt-Glewe

22.09.2014

Ein Auftaktspiel ist immer so eine Sache, erst recht wenn es gegen einen völlig unbekannten Gegner geht. Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe lösten diese Aufgabe souverän. Der Meister ließ Aufsteiger VSV Havel Oranienburg nicht den Hauch einer Chance. Nach knapp einer Stunde Spielzeit war das erste 3:0 der Saison eingefahren. „Wir wollten eigentlich ein bisschen mutiger spielen – gegen den Liga-Primus. Aber gerade unsere normalerweise starken Elemente Aufschlag und Angriff haben heute nicht funktioniert. Trotzdem nehmen wir viel Positives mit“, war die Niederlage für Michael Bade, Trainer der sympathisch auftretenden Gäste, alles andere als ein Weltuntergang.

Der Aufsteiger war mit „voller Kapelle“, sprich: zwölf Spielerinnen, angereist. Das sah auf der anderen Seite des Netzes etwas anders aus. Dem Neustädter Trainer Oliver Dunkel standen aus unterschiedlichen Gründen (berufs-, krankheits- oder verletzungsbedingt), nur sieben fitte Akteurinnen zur Verfügung. Darunter der brasilianische Neuzugang Isabella de Oliveira Batista. Die 20-jährige Linkshänderin, die ihren mannschaftsinternen Spitznamen „Bella“ schon weg hat, war sofort voll eingebunden und bestätigte trotz verständlicher Abstimmungsprobleme die Einschätzung ihres neuen Trainers: „Sie wird uns mit Sicherheit noch viel Freude machen.“

Der erste Punkt der Meisterschaft 2014/2015 ging allerdings auf das Konto der routiniertesten Spielerin im Neustädter Trikot. Anzhela Kryvarot (42) war es auch vorbehalten, nach 57 Minuten den „Sack“ zuzumachen. Dazwischen lag eine Partie, die nur in der Anfangsphase Spannung versprach. Die Brandenburgerinnen zeigten einige gute Ansätze, waren bemüht, ein variables Angriffsspiel aufzuziehen. Mit zunehmender Spielzeit häuften sich aber die Fehler. So hatte ein solide agierendes Neustädter Team relativ leichtes Spiel. Nach einem 25:16 im ersten Satz erlaubte man dem Gegner in den folgenden zwei Durchgängen jeweils nur noch zwölf Punkte. Als „sehr gut“ beschrieb Isabella de Oliveira Batista ihre Stimmungslage nach dem ersten offiziellen Auftritt. Viel mehr ist derzeit auf Deutsch noch nicht drin. Das fehlende Sprachverständnis scheint innerhalb der Mannschaft aber so gar kein Problem zu sein.

Vor dem ersten Aufschlag hatte Jörg Stoltenberg kurz zum Mikrofon gegriffen. Der Vereinsvorsitzende des SV Fortschritt verabschiedete mit der früheren Mannschaftsführerin Daniela Engel sowie Verena Poppe-Kohlsdorf (beide konnten nicht kommen), Annika Munsch, Daniela Friebe und Johanna Piper gleich fünf Spielerinnen. Für jede gab’s als kleines Dankeschön einen Präsentkorb.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Jeske, de Oliveira Batista, Schulmeister, Luft, Burchardt, Kryvarot, Amlang, Schallhorn, Oemus.

Ein fröhlicher Abschied vor versammelter Mannschaft: Daniela Friebe, Johanna Piper und Annika Munsch (v.l. mit Präsentkörben)
Geübte Jubelpose: Die Volleyballerinnen des SV Fortschritt waren in der 3. Liga Nord mit ihren beiden Staffelsiegen bislang das Maß aller Dinge. Foto: Thomas Willmann

Dritten Titel in Folge fest im Blick

Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe greifen in der 3. Liga Nord wieder an / 20-jähriger Neuzugang aus Brasilien verstärkt Kader
Neustadt-Glewe

Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger VSV Havel Oranienburg steigen die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe am Sonnabend in die Saison 2014/2015 ein. Die Staffel Nord der 3. Liga setzt sich aus zehn Mannschaften zusammen und wird nach Einschätzung von Oliver Dunkel deutlich stärker besetzt sein als im Vorjahr: „Natürlich wollen wir den dritten Titel in Folge holen. Aber das wird diesmal mit Sicherheit kein Alleingang“, spricht für den Neustädter Trainer einiges gegen ein erneutes Solo seines Teams. Einen ersten Eindruck konnten die Fortschritt-Damen beim Rudow-Cup in Berlin gewinnen, wo neben einigen Zweitligisten mit VC Olympia Berlin, BBSC Berlin und Köpenicker SC II auch drei Liga-Konkurrenten ans Netz gingen und sich durchaus empfahlen. Am Ende standen für die Neustädterinnen zwei Siege und vier 1:2-Niederlagen zu Buche. „Wir hatten zwar nicht alle an Bord – Angie (Anzhela Kryvarot, d.r.) zum Beispiel fehlte an beiden Tagen. Trotzdem hat man schon gesehen, was da auf uns zukommt.“

Im Neustädter Kader stehen zwölf Spielerinnen. Drei Abgänge gab es zu verkraften. Annika Munsch muss passen, weil nach ihrer rechten Schlagarm-Schulter inzwischen auch die linke Probleme bereitet. Bei Daniela Friebe und Verena Poppe-Kohlsdorf geht es aus beruflichen Gründen nicht mehr weiter. Aber auch auf der Haben-Seite stehen drei Namen. Mit Zuspielerin und Stimmungskanone Kathleen Jeske kehrt eine alte Bekannte zurück. Sie steht zunächst nur eingeschränkt zur Verfügung, hofft aber auf eine absehbare Versetzung von Hannover nach Hagenow (Bundeswehr). Mittelblockerin Julia Rabe hat die Schweriner SSC-Schule durchlaufen und war zuletzt als Beacherin und im Mixed-Bereich unterwegs. Und dann wäre da als Neuzugang Nummer drei noch Isabella de Oliveira Batista. Hinter diesem klangvollen Namen verbirgt sich eine 20-jährige brasilianische Juniorennationalspielerin. Die 1,84 m große Diagonalangreiferin ist über einen Spielervermittler beim SV Fortschritt gelandet. „Du kriegst immer mal wieder Spieleranfragen auf den Tisch. Natürlich können wir uns keinen Profi leisten. Aber das hier war ein glücklicher Zufall“, freuen sich Oliver Dunkel und der Neustädter Vereinsvorsitzende Jörg Stoltenberg über den gelungenen Coup. Die junge Südamerikanerin wird in einer Parchimer Sprachenschule Deutsch lernen, was ihren beruflichen Perspektiven in der Heimat sehr gut tut, und auf der anderen Seite für eine Saison das Neustädter Trikot tragen. Der Verein sorgt für das nötige Umfeld. Dass die sprung- und schlagkräftige Linkshänderin eine echte Verstärkung darstellen wird, stand für Dunkel schon nach den ersten Trainingseinheiten außer Frage.

Als zentrale Aufgabe wird es in der nächsten Zeit darum gehen, Abstimmung und Zusammenwachsen zu fördern, um das zweifellos vorhandene Potenzial aus der Mannschaft herauszukitzeln. Dieser Prozess schließe die ersten Spieltage ausdrücklich mit ein, betont Oliver Dunkel: „Die müssen wir schadlos überstehen. Ziel ist es natürlich, unseren Fans absehbar nicht nur erfolgreichen, sondern auch schönen Volleyball zu bieten.“

Thomas Willmann

Die Mannschaft
Karen Amlang (28/Außenangriff)
Anita Burchardt (31/Diagonal)
Isabella de Oliveira Batista (20/Diagonal)
Lisa Helmecke (23/Außenangriff)
Kathleen Jeske (30/Zuspiel)
Anzhela Kryvarot (42/Außenangriff)
Kitty Luft (27/Mittelblock)
Anne Oemus (28/Zuspiel)
Julia Rabe (24/Mittelblock)
Angelika Schallhorn (37/Universal)
Lisa Schulmeister (22/Mittelblock)
Kristina Wild (25/Libera)

Spektakulärer Neustädter Neuzugang: Isabella de Oliveira Batista

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