SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL
SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL
Wie schon im Hinspiel (hier Lisa Schulmeister im Angriff) setzten sich die Neustädterinnen auch im zweiten Vergleich mit dem BBSC Berlin letztlich souverän durch. Foto: Thomas Willmann

SV Fortschritt läuft die Zeit davon

Neustädter Volleyballerinnen bleiben nur noch zwei Wochen, um 30 000-Euro-Etat für Zweitliga-Aufstieg zusammen zu bekommen
Berlin

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe können jetzt die Beine hochlegen. Für sie ist die Saison in der 3. Liga Nord beendet. Während die Konkurrenz am kommenden Wochenende noch einmal gefordert sein wird, haben die Neustädterinnen mit dem Spiel beim BBSC Berlin als erstes Team der Neuner-Staffel bereits ihr komplettes Pensum absolviert. Der abschließende 3:1-Erfolg war gleichbedeutend mit dem 15. Sieg im 16. Spiel. Das sagt eigentlich schon alles. Der alte und neue Meister hat die Liga klar dominiert, wird am Ende mindestens zehn Punkte Vorsprung zu Buche stehen haben. Die weiteren Medaillenplätze sind mit dem Köpenicker SC II und Aufsteiger VSV Grün-Weiß Erkner ebenfalls schon vergeben.

Beim BBSC, der volleyballerischen „Heimat“ der vier Neuzugänge, die seit Saisonbeginn für den SV Fortschritt aufschlagen, startete der Tabellenführer ungewohnt, nämlich mit einem Satzverlust, in die Partie. Völlig überraschend kam das für Trainer Oliver Dunkel nicht: „Wir haben wieder einmal in neuer Konstellation gespielt. Das wirkt sich fast zwangsläufig insbesondere auf die Annahmequalität aus.“ Neben Anzhela Kryvarot war diesmal auch Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn zu Hause geblieben. Zudem konnte Kitty Luft auf Grund einer Handgelenksverletzung nur „moralische Unterstützung“ leisten, sprich: anfeuern. Da abgesehen von der Annahme auch der Aufschlag zunächst nicht so kam, wie sich Dunkel das vorstellte und man zudem Probleme im Block hatte, lagen die Berlinerinnen von Anfang an vorne und brachten Durchgang eins mit 25:23 nach Hause. Die Gäste hatten sich dann aber gefunden und gaben mit Beginn des zweiten Durchgangs eindeutig den Ton an. Mit der sich stabilisierenden Annahme konnte Zuspielerin Anne Oemus das eigene Angriffsspiel schneller und variabler gestalten. Dem hatte der BBSC bei allem kämpferischen Einsatz nichts mehr Entsprechendes entgegenzusetzen. Die Konsequenz waren drei mit 25:15, 25:18 und 25:17 klare Satzgewinne für die Neustädterinnen. Als perspektivisch wertvoll erwies sich aus Trainersicht der Versuch, die „gelernte“ Mittelblockerin Verena Poppe-Kohlsdorf, die beim SV Fortschritt bisher als Außen- oder Diagonalangreiferin zum Einsatz kam, ab dem dritten Satz auf ihrer früheren Position spielen zu lassen: „Sie hat das wirklich gut gemacht und mich positiv überrascht“, lobte Dunkel.

Ihre sportlichen Hausaufgaben haben die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe also mit Bravour gemacht. Dennoch scheint es auch in diesem Jahr mit dem Zweitliga-Aufstieg nichts zu werden. Die vorläufigen Lizenzunterlagen hat man eingereicht. Der nächste Schritt wäre die endgültige Zusage, die bis Ende des Monats bei der Deutschen Volleyball-Liga eingegangen sein muss. Doch bis zur Deckung des mit mindestens 30 000 Euro veranschlagten Zweitliga-Etats ist es noch ein sehr weiter Weg. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Vielleicht findet sich auf den letzten Drücker ja doch noch der ein oder andere Unterstützer. Der Vereinsvorsitzende, Jörg Stoltenberg, der in den vergangenen Wochen kräftig gekurbelt hat, freut sich über jeden positiven Anruf (0172/6184409).

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Poppe-Kohlsdorf, Munsch, Schulmeister, Helmecke, Amlang, Burchardt.

Nur im ersten Satz gewackelt

Berlin

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben auch ihr letztes Saisonspiel souverän gestaltet. Beim BBSC Berlin wackelten die schon seit Wochen als erneuter Sieger der Staffel Nord feststehenden Neustädterinnen nur im ersten Durchgang, der mit 25:23 an den BBSC ging. In den folgenden Sätzen war der Gastgeber chancenlos, kam nicht über 15, 18 und 17 Punkte hinaus (SVZ berichtet noch).

Das Hinspiel endete wie so viele mit einem Neustädter 3:0-Sieg.

Heimspiel für Neustadts Berliner „Importe“

Neustadt-Glewe

„Auf zum letzten Streich“, heißt es für die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe an diesem Wochenende. Dank ihres dominanten Auftretens in dieser Saison schon lange als Staffelsieger feststehend, läuft die Mannschaft morgen abschließend beim BBSC Berlin auf. Obwohl Luft und Spannung schon ziemlich raus sind, dürfte es beim Tabellenführer in diesem speziellen Fall keine Motivationsprobleme geben. Gehören doch zum Neustädter Kader vier Spielerinnen, die in der vergangenen Saison noch das BBSC-Trikot trugen. Dieses Quartett möchte sich beim privaten Heimspiel natürlich von seiner besten Seite zeigen. Davon abgesehen, bleibt Trainer Oliver Dunkel konsequent auf dem eingeschlagenen Kurs. Er wird voraussichtlich mit acht Spielerinnen in die Landeshauptstadt reisen. Leistungsträgerinnen wie Anzhela Kryvarot oder Angelika Schallhorn, die bei dem nach wie vor im Raum stehenden Zweitliga-Aufstieg zumindest die längeren Auswärtsfahrten nicht mehr mit antreten würden, bleiben von vorn herein zu Hause. Dass die Neustädterinnen trotz des eingeschränkten Kaders ihren 15. Saisonsieg einfahren wollen, versteht sich von selbst.

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Als sich der Neustädter Block erst einmal auf die WiWa-Angreiferinnen eingestellt hatte, gab es für diese kaum noch ein Durchkommen (hier eine Szene aus dem Hinspiel). Foto: Thomas Willmann

Nach souveränem Auftritt: Urkunde im Doppelpack

Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe verspätet noch für Staffelsieg 2012/2013 ausgezeichnet
Hamburg

Was die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe beim Auswärtsauftritt gegen die VG WiWa Hamburg ablieferten, war durchaus als Demonstration gewohnter Stärke einzustufen. Von Verunsicherung angesichts der ersten Saisonniederlage, die der Tabellenführer vor zwei Wochen mit dem 2:3 gegen den Köpenicker SC II einstecken musste, war rein gar nichts zu sehen. Die Hamburgerinnen, über viele Regionalliga-Jahre schärfster Widersacher der Fortschritt-Damen, konnten den alten Rivalen diesmal nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.

Beim glatten 3:0-Erfolg der Gäste verlief lediglich der erste Satz auf Augenhöhe. Die Neustädterinnen, die aus verschiedenen Gründen lediglich mit einem Minimalaufgebot von sechs Spielerinnen angereist waren, mussten sich in dieser ungewohnten Aufstellung erst einmal finden. Das zeigte sich vor allem in der Annahme. Deren Qualität ließ zunächst sehr zu wünschen übrig, und so musste Zuspielerin Anne Oemus reichlich Meter machen. Dadurch wurde das Angriffsspiel der Mecklenburgerinnen ausrechenbar. Es lief in der Regel auf hohe Bälle über die Netzpositionen zwei und vier hinaus, schnell über die Mitte ging nur wenig. Trotzdem reichte es, um nach anfänglichem Rückstand die entscheidenden Punkte zum 25:22 zu machen. „Ich brauchte gar nicht viel zu sagen. Sie haben ja selber gemerkt, dass das nicht so doll war“, kommentierte Trainer Oliver Dunkel die nur geringfügigen Umstellungen, die er nach dem Seitenwechsel vornahm. Dank zunehmender Sicherheit in der Annahme und mehr Bewegung in der Feldabwehr gestaltete sich das Neustädter Spiel in der Folge viel variabler. Anne Oemus schaffte es jetzt immer öfter, den WiWa-Block vor Probleme zu stellen, etwa indem sie Lisa Schulmeister mit schnellen Pässen „fütterte“, oder Lisa Helmecke aus dem Hinterfeld einsetzte. Und als sich dann auch noch der Block auf die zumeist hoch über außen vorgetragenen gegnerischen Angriffe eingestellt hatte, gab es für die Hamburgerinnen nicht mehr viel zu holen. Der zweite Durchgang ging mit 25:13 an den feststehenden Staffelsieger, im dritten reichte es für die Gastgeber gar nur noch zu sieben Punkten, was einer volleyballerischen Höchststrafe gleichkommt.

Nach dem Spiel hieß die angenehme Aufgabe, Urkunde in Empfang nehmen. Der rührige Staffelleiter der 3. Liga Nord, Heino Oje, war extra aus Kiel angereist, um den SVF Neustadt-Glewe als Staffelsieger auszuzeichnen. Er nutzte die Gelegenheit, um mit „leichter“ Verspätung auch noch die gleichlautende Urkunde für die Saison 2012/2013 an den Mann beziehungseise in diesem Fall an die Frau zu bringen. Da der deutsche Volleyballverband im Vorjahr nach dem ersten Neustädter Erfolg nichts von sich hören ließ, hatte Oje die Urkunde rückwirkend angefordert, bisher aber noch keinen geeigneten Anlass zur Übergabe gefunden.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schulmeister, Schallhorn, Helmecke, Poppe-Kohlsdorf.

Beim Neustädter 3:0-Sieg im Hinspiel konnten die WiWa-Damen den Tabellenführer nicht ernsthaft fordern. Foto: Thomas Willmann

Die Zeichen stehen eher auf dritte Liga

Neustädter Volleyballerinnen fehlt noch viel Geld für den angepeilten Aufstieg
Neustadt-Glewe

Beim Volleyball-Drittligisten SVF Neustadt-Glewe ist der sportliche Part aktuell etwas in den Hintergrund getreten. Die Mannschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht und steht vorzeitig als erneuter Staffelsieger fest. Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Fortschritt-Damen die Meisterschaft ebenfalls als Nummer eins abgeschlossen hatten, soll diesmal aber der Versuch gestartet werden, das Projekt Zweitliga-Aufstieg in Angriff zu nehmen (SVZ berichtete). Die Realisierung steht und fällt allerdings mit einer „Kleinigkeit“, der nötigen finanziellen Ausstattung. Als Minimum hat man 30 000 Euro veranschlagt. Und von dieser Summe ist man derzeit weit entfernt: „Die Resonanz ist ziemlich dürftig, es sieht eher nach dritter Liga aus“, stellt Jörg Stoltenberg klar. Der Vereinsvorsitzende will an diesem Wochenende noch einmal kräftig kurbeln. Die Zeit drängt. Inzwischen liegt ihm das offizielle Anforderungsschreiben der Deutschen Volleyball-Liga auf dem Tisch. Danach muss der SV Fortschritt bis zum 31. März zu- oder absagen. „Wir hatten uns schon ein bisschen mehr erhofft“, zeigt sich auch Trainer Oliver Dunkel enttäuscht. Parallel zu den Anstrengungen gilt es für ihn, die Mannschaft auf das morgige Auswärtsspiel bei der VG WiWa Hamburg einzustellen. Der über viele Jahre schärfste Konkurrent der Neustädterinnen bewegt sich in dieser Saison nicht auf gewohntem Niveau, wie ein Rückstand von satten 20 Punkten auf den Tabellenführer belegt. Dunkel spricht von einer „Wundertüte mit schwer nachvollziehbaren Leistungsschwankungen“. Dass er mit einer Prognose vorsichtig ist, liegt aber nicht zuletzt an der zu erwartenden eigenen Aufstellung. Der Neustädter Trainer will ganz bewusst die bei der ersten Saisonniederlage (2:3 gegen Köpenicker SC II) eingeschlagene Linie fortsetzen und vorwiegend auf die Spielerinnen setzen, die bei einem möglichen Zweitliga-Aufstieg das Auswärts-Gerüst der Mannschaft bilden würden. So wird Anzhela Kryvarot gar nicht erst mit nach Hamburg fahren. „Es ist ganz einfach ein Muss, die verbleibenden zwei Punktspiele ohne Druck als Testmöglichkeit zu nutzen.“ Dass die Neustädterinnen natürlich gewinnen wollen, versteht sich von selbst.

Thomas Willmann
Der Neustädter „Haufen“ im Meister-Shirt (die Mannschaft hat diese Formation selbst so getauft): Von der ersten Saisonniederlage ließen sich die Volleyballerinnen des SV Fortschritt ihre gute Laune nicht verderben. Foto: Thomas Willmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht mehr als ein Schönheitsfleck

Neustädter Volleyballerinnen lassen sich von erster Saisonniederlage die Meisterfeier nicht verderben / Vermeidbares 2:3 gegen Köpenicker SC II
Neustadt-Glewe

Dass niemand gerne verliert, versteht sich von selbst, und dass es die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe ausgerechnet im letzten Heimspiel der Saison mit dem 2:3 gegen den Köpenicker SC II erstmals erwischt hat, löste bei den Verlierern unmittelbar danach natürlich nicht eben strahlende Gesichter aus. Doch die Spielerinnen hatten ihr Lachen schnell wiedergefunden, wie das etwas andere Mannschaftsfoto in den rosa Meister-Shirts beweist. Der Tabellenführer konnte diese Niederlage verschmerzen, stand bereits vor dem Anpfiff als Staffelsieger und damit erfolgreicher Titelverteidiger fest. Oliver Dunkel war zwar im Spielverlauf mehrfach laut geworden, hatte den Ausgang aber durchaus bewusst in Kauf genommen: „Ich muss ja irgendwann mit dem Wechseln anfangen. Wenn nicht jetzt, wann dann. Daran werde ich auch in den verbleibenden zwei Spielen festhalten“, kündigte der Neustädter Trainer bereits an und lieferte zugleich die Erklärung, warum er die eine oder andere Leistungsträgerin gar nicht, oder erst sehr spät von der Bank aufs Feld zurückschickte: „Sollten wir den Sprung in die zweite Liga wagen, werden diese Spielerinnen auswärts fehlen. Darauf muss sich der Rest der Mannschaft frühzeitig einstellen.“ Oder, um es mit den Worten von Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn auszudrücken: „Wir müssen noch viel üben. Das hat dieses Spiel gezeigt – Meister sind wir trotzdem.“

Wenn die Neustädterinnen in Bestbesetzung durchgezogen hätten, wäre wohl der zwölfte 3:0-Erfolg der Saison herausgesprungen. Da braucht man angesichts einer 2:0-Satzführung und eines Sieben-Punkte-Polsters im dritten Durchgang kein allzu großer Prophet zu sein. Diese Feststellung soll die Leistung der Köpenickerinnen aber keinesfalls schmälern. Das junge Berliner Team (sieben Spielerinnen zwischen 17 und 20 Jahren) um seinen engagierten und temperamentvollen kolumbianischen Trainer Juan Carlos Ramirez Cruz wusste sich im Spielverlauf kontinuierlich zu steigern und hatte sich den Sieg am Ende redlich verdient.

In der Anfangsphase glaubten die Gäste noch nicht so recht an ihre Chance. Sie leisteten sich gegen einen konzentriert auftretenden Spitzenreiter eine Vielzahl leichter Fehler, ob nun im Aufschlag, in der Annahme oder im Angriff. So dauerte es ganze 17 Minuten, bis die Neustädterinnen ein 25:18 unter Dach und Fach gebracht hatten. Im zweiten Durchgang sah das schon etwas anders aus, bedurfte es der mentalen Stärke des Tabellenführers. Insbesondere in der Annahme wackelten die Fortschritt-Damen und gerieten mit 14:19 ins Hintertreffen. Doch im Wissen, sich in dieser Saison schon mehrfach aus so einer Situation herausgezogen zu haben, kam trotzdem keine Hektik auf. Und es klappte erneut: Ausgehend von einer Aufschlagserie von Lisa Helmecke wurde aus dem Rückstand schnell eine 21:19-Führung. Die noch fehlenden Punkte zum 25:22 wurden routiniert eingefahren. Alles schien seinen „gewohnten“ Gang zu nehmen, als der Gastgeber anschließend schnell davonzog. Anzhela Kryvarot punktete mit krachendem Parallel-Angriff zum 11:4 und durfte zur Belohnung auf der Bank Platz nehmen. Doch der „Rest“ wurde eben kein Selbstläufer. Der Gegner gab sich nicht auf, war beim 15:15 wieder da, wehrte in der Folge einen Matchball ab und bejubelte wenig später, begünstigt durch eine verunglückte Neustädter Annahme, den 26:24-Anschluss. Auf die einheimischen Fans musste das wie ein reparabler Ausrutscher wirken, als ihre Mannschaft mit einem 7:0-Lauf in den vierten Satz startete und dieses Polster bis zum 16:9 konstant hielt. Dann ging Köpenicks Maxi Batschkus zum Aufschlag und beeindruckte die gegnerische Annahme mit ihrem Service so sehr, dass von der Anzeigetafel wenig später ein 16:17 abzulesen war. Diese erfolgreiche Aufholjagd pushte die jungen Berlinerinnen endgültig. Sie trauten sich jetzt viel mehr zu und zeigten die von Oliver Dunkel aus dem Hinspiel erinnerte „gute Volleyball-Schule.“ Beim Stand von 23:22 folgte der nächste Batschkus-Auftritt. Zwei Aufschläge später hieß es 25:22. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Und in dem ließ der Tabellenzweite nicht mehr locker. Selbst die Rückwechslungen von Angelika Schallhorn und Anzhela Kryvarot konnten das 11:15 aus Neustädter Sicht nicht verhindern.

Wie sehr sich Juan Carlos Ramirez Cruz über diesen Sieg freute, bekamen seine Spielerinnen unmittelbar zu spüren. Er klatschte jede Einzelne so intensiv ab, dass den Mädels die Finger brannten.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schallhorn, Schulmeister, Kryvarot, Amlang, Helmecke, Munsch, Luft.

Die Berlinerinnen konnten sich zunehmend besser gegen den Neustädter Block durchsetzen. Maxi Batschkus (9) tat dem Gegner aber besonders mit ihren Aufschlägen „weh“.
Spielte und litt mit: Juan Carlos Ramirez Cruz beschwor seine Spielerinnen förmlich.
Vor heimischem Publikum haben die Neustädterinnen einzig beim 3:1 gegen den Lübecker TS (hier eine Spielszene) einen Satz abgegeben. Diese beeindruckende Bilanz soll auch nach dem morgigen Spitzenspiel Bestand haben. Foto: thomas willmann/privat

Meisterlich von Fans verabschieden

Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe wollen es morgen im letzten Heimspiel der Saison noch einmal richtig krachen lassen
Neustadt-Glewe

Eine gut gefüllte Halle mit vielen zum Feiern aufgelegten Fans: Das wünschen sich die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe für ihren letzten Heimauftritt in dieser Saison. Ohne jede Frage hat sich die Mannschaft eine stimmungsvolle Kulisse verdient. In 13 Spielen blieben die Neustädterinnen ungeschlagen und kamen dabei auf imponierende 39:3-Sätze. Diese Überlegenheit verhalf ihnen zum vorzeitigen Staffelsieg und damit zur erfolgreichen Titelverteidigung (SVZ berichtete). Insofern können sie morgen Nachmittag völlig entspannt in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ auflaufen. Der Gegner passt optimal zu diesem Anlass. Denn wie kann man sich besser verabschieden, als mit einem echten Spitzenspiel. Mit der zweiten Mannschaft des Köpenicker SC ist der Tabellenzweite zu Gast, der auf Grund des großen Abstandes (13 Punkte) zwar keine Chance auf den Platz an der Sonne mehr hat, aber alles versuchen wird, um die Mecklenburgerinnen zum Stolpern zu bringen. Die sind ihrerseits natürlich fest gewillt, sich die Meisterfeier nicht verderben zu lassen. „Die Mädels sind heiß. Sie wollen nicht nur gewinnen, sondern den Zuschauern auch ein schönes Volleyballspiel bieten“, betont der Neustädter Trainer Oliver Dunkel. Die Voraussetzungen sind nach seiner Einschätzung nicht schlecht. Auch wenn das zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch unbesiegte, junge Berliner Team beim 0:3 in der Hinrunde keine Chance hatte, so ließen die Spielerinnen doch immer wieder ihre gute volleyballerische Grundausbildung aufblitzen. „Wenn Köpenick in Bestbesetzung antritt, also mit den Junioren-Nationalspielerinnen, steckt da schon richtig Qualität im Kader.“ Die „saubere“, geradlinige Spielweise komme allerdings seiner Mannschaft entgegen, hebt Dunkel hervor, der aus heutiger Sicht mit Ausnahme der verhinderten Karen Amlang auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann. Nach dem Matchball wollen die Neustädterinnen in gemütlicher Runde auf die Meisterschaft anstoßen – natürlich mit dem 14. Sieg im Gepäck.

Thomas Willmann
Im Jubeln haben die Neustädter Volleyballerinnen reichlich Erfahrung. Will man auch die 2. Liga „rocken“, bedarf es allerdings noch einiger Finanzspritzen. Foto: Thomas Willmann

Sportlich ist die 2. Liga jetzt gebongt

Volleyball-Drittligist SVF Neustadt-Glewe sucht nach vorzeitigem Staffelsieg Sponsoren, um möglichen Aufstieg auch finanziell abzusichern
Neustadt-Glewe

Dass eine Mannschaft schon vier Spieltage vor Abschluss der Meisterschaft als Staffelsieger feststeht, dürfte zumindest auf diesem Niveau Seltenheitswert haben. Immerhin spielen die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe in der 3. Liga. Und sie haben die Nord-Staffel so dominiert, wie es zu Saisonbeginn niemand erwarten konnte. 13 Siege verhalfen der Mannschaft von Trainer Oliver Dunkel zu 38 Punkten, auch das Satzverhältnis von 39:3 spricht für sich. Den einzigen kleinen Fleck auf der weißen Weste hinterließ das 3:2 beim Wiker SV. Auf Grund des im Volleyball neu eingeführten Drei-Punkte-Wertungssystems, das bei einem Fünf-Satz-Erfolg auch dem knappen Verlierer einen Zähler zuspricht, steht für die Neustädterinnen nicht das Maximum zu Buche. Das ändert aber nichts daran, dass die abgeschlagene Konkurrenz trotz leichter Schieflage der Tabelle – einige Teams haben schon 13 Partien, andere erst elf ausgetragen – nur noch um die Plätze dahinter kämpft. So dick ist das Polster, das sich die Fortschritt-Damen zugelegt haben. Ihr Meisterstück machte die Mannschaft mit dem 3:0-Sieg am Sonntag im Landesderby beim SV Warnemünde (SVZ berichtete). Einen Schönheitspreis hatte dieses Spiel sicher nicht verdient. Dunkel sprach ziemlich drastisch sogar von „Not gegen Elend“, angesichts der vielen leichten Fehler. Da sich beide Seiten diesbezüglich nicht viel schenkten, blieb der erste Satz lange offen. Zum Ende hin konnten sich die Gäste etwas absetzen und ein 25:22 einfahren. Der zweite Durchgang spiegelte ein ähnliches Niveau wider. Es fehlten die klaren Aktionen, „das war viel Gestochere am Netz“ (O-Ton Dunkel). Die Warnemünderinnen, die als Tabellenvorletzter im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt brauchen, erarbeiteten sich zwar mehrfach eine leichte Führung, gaben diese aber schnell wieder aus der Hand – oft ohne gegnerisches Zutun, durch eigene Unzulänglichkeiten. Und so konnte der Favorit, der zwischenzeitlich einige Spielerwechsel vorgenommen hatte, durch ein 25:21 auf 2:0 erhöhen. Auch der dritte Satz bot wenig Berauschendes. Warnemünde mühte sich, allerdings ohne den durchschlagenden Erfolg. Auf Neustädter Seite hatte der Trainer das Gefühl, dass gerade in der Feldabwehr der letzte Biss fehlte, frei nach dem Motto: „Man kann ja auch mal einen weglassen.“ Das änderte nichts am letztlich klaren 25:18, das dem Spitzenreiter einen weiteren glatten Drei-Satz-Erfolg sicherte.

Die vorzeitige Meisterschaftsfeier haben die Neustädterinnen noch auf Eis gelegt. Die soll vor heimischem Publikum, mit den eigenen Fans, folgen. Das letzte Heimspiel der Saison – danach ist man noch zweimal auswärts gefordert – könnte als Rahmen gar nicht besser gewählt sein. Am 22. Februar läuft die zweite Mannschaft des Köpenicker SC in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ auf. Wenn die Berlinerinnen am nächsten Wochenende ihr verlegtes Spiel gegen Schlusslicht SV Pädagogik Schönebeck gewinnen, heißt die Konstellation dann: Tabellenerster gegen Tabellenzweiter.

Anders als im Vorjahr, als der SVF Neustadt-Glewe ebenfalls den Titel holte, aber auf einen möglichen Aufstieg verzichtete, wurden diesmal die vorläufigen Lizenz-Unterlagen für die 2. Bundesliga eingereicht. Das ist vom Deutschen Volleyballverband (DVV) so gefordert, unabhängig davon, ob man dieses Recht dann auch wirklich wahrnimmt. Der sportliche Erfolg ist nur die eine Seite der Medaille. Die zweite Liga, das wissen die Neustädterinnen aus eigener Erfahrung, erfordert einen finanziellen Aufwand, der wahrlich nicht von Pappe ist. Den gilt es abzusichern, und zwar so, dass das Spieljahr in der höheren Spielklasse kein Abenteuer wird. Darum ist der Verein noch auf der Sponsoren-Suche. Wer das Unternehmen „SVF Neustadt-Glewe in der 2. Bundesliga“ unterstützen möchte, findet beim Vereinsvorsitzenden Jörg Stoltenberg jederzeit ein offenes Ohr – am besten telefonisch unter 01 72/6 18 44 09.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Schallhorn, Poppe-Kohlsdorf, Burchardt, Schulmeister, Luft, Kryvarot, Helmecke, Amlang, Munsch.

Neustädterinnen machen vorzeitiges Meisterstück

Warnemünde

Es ist vollbracht: Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe stehen bereits vier Spieltage vor dem Abschluss der Meisterschaft als Staffelsieger der 3. Liga Nord fest und haben damit ihren Vorjahreserfolg wiederholt. Nach dem gestrigen 3:0 im Landesderby beim SV Warnemünde könnten die in 13 Spielen ungeschlagenen Neustädterinnen selbst ihre verbleibenden drei Partien verlieren (den letzten Spieltag verfolgen sie in der Neunerstaffel aus der Zuschauerposition) und wären angesichts ihres satten Polsters doch von der Konkurrenz nicht mehr einzuholen. Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel ordnete das gestrige Spiel als „ziemlich schwach“ ein. Beim 25:22, 25:21 und 25:18 hätte es insgesamt wohl ein wenig an der mannschaftlichen Spannung gefehlt (SVZ berichtet noch).

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Im Hinspiel lief alles „normal“: Warnemünde zog an Neustädter Netzen glatt in drei Sätzen den Kürzeren. Foto: Thomas Willmann

Neustädterinnen wollen schon in Warnemünde Staffelsieg klar machen

Neustadt-Glewe

Wenn die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe im Landesderby beim SV Warnemünde am Sonntag als 3:0- oder 3:1-Sieger vom Feld gehen, kann die Konkurrenz an den verbleibenden vier Spieltagen machen, was sie will: Dann ist der erneute Staffelsieg und damit die erfolgreiche Titelverteidigung der Neustädterinnen in der 3. Liga Nord bereits amtlich.

Und angesichts der bisher demonstrierten Überlegenheit gibt es am 13. Erfolg des ungeschlagenen Spitzenreiters wenig Zweifel. Zumal das Warnemünder Team in dieser Saison arg gebeutelt ist. Neben den „normalen“ Ausfällen durch berufliche Verpflichtungen zogen sich gleich zwei Leistungsträgerinnen einen Kreuzbandriss zu. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch die schlechte Bilanz erklären, die man erst in den vergangenen Wochen durch 3:1-Siege über BBSC Berlin und Lübecker TS etwas freundlicher gestalten konnte. Noch sehr weh tun könnte den Warnemünderinnen allerdings die zwischenzeitliche Fünf-Satz-Niederlage beim direkten Konkurrenten Wiker SV. Angesichts ähnlicher Restprogramme müsste der Tabellenachte (11 Punkte) schon noch einen großen Coup landen, um sich an Wiker SV und Lübecker TS (beide 12) vorbei auf den gesicherten sechsten Platz vorzuschieben. Ob der ausgerechnet im Landesderby gelingt, scheint eher fraglich. Neben der klaren Rollenverteilung spricht auch die Statistik eindeutig für die Fortschritt-Damen. In den vergangenen Jahren gab es für Warnemünde bestenfalls mal einen Satz zu holen. Ungewöhnlich ist die Spielzeit. Um 12 Uhr wird im Ligabetrieb eher selten um Punkte geschmettert. Statt sonntaglichem Mittagessen gilt es also, hellwach dem Ball hinterher zu hechten. An Motivation dürfte es den Neustädterinnen nicht mangeln. Denn wie schon erwähnt: Ein weiterer Sieg und die Meisterfeier kann starten.

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Die Neustädterinnen (hier Karen Amlang) hatten mit dem Schönebecker Block wenig Probleme. Foto: Thomas Willmann/privat

Schlusslicht müht sich am Neustädter Netz vergeblich

3. Volleyball-Liga Nord: SV Pädagogik Schönebeck beim 0:3 gegen Fortschritt-Damen chancenlos
Neustadt-Glewe

Der Vergleich Tabellenführer gegen Schlusslicht endete in der 3. Volleyball-Liga Nord der Damen so, wie man es von der einen Seite erwarten durfte und auf der anderen befürchten musste: Der SVF Neustadt-Glewe baute seine makellose Saisonbilanz auf zwölf Siege aus und ließ dem SV Pädagogik Schönebeck beim glatten Heimerfolg keine Chance. Nach nur 59 Spielminuten war das bereits zehnte 3:0 unter Dach und Fach gebracht.

Der Neustädter Trainer Oliver Dunkel wich ganz bewusst von seinem angestammten Sechser ab, schickte neben Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn und Kitty Luft sein „Berliner Quartett“ – Anne Oemus, Verena Poppe-Kohlsdorf, Anita Burchardt und Karen Amlang – aufs Feld. Dafür fanden sich Anzhela Kryvarot, Annika Munsch und Lisa Helmecke an diesem Tag durchgängig in der „Warteschleife“ wieder und wurden von Dunkel im dritten Satz dann sogar aus der Warmhalteposition zum Sitzen auf die Bank beordert.

Auch in dieser ungewohnten Aufstellung waren die Kräfteverhältnisse schnell geklärt. Das gegenüber der vergangenen Saison völlig neuformierte Schönebecker Team, das mit zwei 16-jährigen und zwei 18-jährigen Spielerinnen in der Startaufstellung begann, konnte den Spitzenreiter nicht wirklich fordern. Der wie seine Mannschaft noch junge Trainer Dennis Raab (27) reizte alle Möglichkeiten seines Zwölfer-Kaders aus, indem er fleißig wechselte. Doch die erwünschten Impulse blieben aus. Vergleichsweise spannend ging es eigentlich nur in der ersten Hälfte des Auftaktsatzes zu. Bis zum 13:15 blieben die Gäste auf Tuchfühlung. Das war allerdings zum Teil darauf zurückzuführen, dass sich die Neustädterinnen neben einigen Wacklern in der Annahme bis dahin vier Aufschlagfehler leisteten. Mit einem Zwischenspurt zum 22:14 waren die Fronten geklärt. Schönebeck konnte das Ergebnis dank vier Punkten in Folge zum Ende hin zumindest etwas freundlicher gestalten (25:19). Über das 25:12 und 25:13 in den Sätzen zwei und drei braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Oft reichte schon ein druckvoller Aufschlag, um den Tabellenletzten in Verlegenheit zu bringen. Die Gastgeber spulten ihr Programm routiniert ab, ohne volleyballerische Bäume ausreißen zu müssen.

Der Schönebecker Trainer zeigte sich nach dem Matchball einigermaßen enttäuscht: „Wir hatten uns vorgenommen, befreit aufzuspielen und uns über viel Risiko in Aufschlag und Angriff teuer zu verkaufen. Das ist gar nicht gelungen. Das sieht die Mannschaft genauso – abhaken und nach vorne schauen. Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt.“

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Poppe-Kohlsdorf, Luft, Schallhorn, Schulmeister, Burchardt, Amlang, Kryvarot, Munsch, Helmecke.

Volle Konzentration: Auch gegen den Tabellenletzten wollen die Neustädterinnen (hier in einem früheren Spiel) in allen Elementen aufmerksam zu Werke gehen. Foto: Thomas Willmann

Goliath will David nicht auf die leichte Schulter nehmen

Neustädter Volleyballerinnen laufen morgen gegen Schlusslicht Schönebeck als klarer Favorit auf
Neustadt-Glewe

Das Meisterschaftsgeschehen in der 3. Volleyball-Liga Nord der Damen droht langweilig zu werden. Zu groß ist die Dominanz des SVF Neustadt-Glewe, der ungeschlagen einsam an der Tabellenspitze thront. Nun kann man den Neustädterinnen für ihre Überlegenheit ja nun sicher keinen Vorwurf machen. Aber für den neutralen Beobachter hält sich die Spannung schon sehr in Grenzen. Auch beim morgigen Heimspiel dürften die Rollen wieder klar verteilt sein. Zu Gast in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ ist das Team des SV Pädagogik Schönebeck, das mit nur sieben Punkten die Tabelle abschließt. „Die Mannschaft hatte vor der Saison einen gehörigen Aderlass zu verkraften und ist mit der des Vorjahres nicht mehr zu vergleichen. Das Hinspiel hat schon gezeigt, dass es die Schönebecker sehr schwer haben werden“, sieht sich der Neustädter Trainer Oliver Dunkel vom bisherigen Saisonverlauf bestätigt. Die größte Gefahr in so einem Vergleich zwischen Spitzenreiter und Schlusslicht liege immer in der allgemeinen Erwartungshaltung. Der Liga-Primus will den Außenseiter keinesfalls unterschätzen, sondern auch diese Aufgabe konzentriert angehen. Wichtig sei ein konsequentes Arbeiten im Block, um den nicht immer leicht auszurechnenden Angriffen zu begegnen. „Wir wollen von Anfang an Druck aufbauen und sie gar nicht erst über ihre Feldabwehr ins Spiel kommen lassen“, hat Dunkel präzise Vorstellungen, was er von seinen Damen sehen möchte.

Thomas Willmann

Mannschaft hat sich für den Zweitliga-Aufstieg ausgesprochen

SVF Neustadt-Glewe muss jetzt 
finanzielle „Hausaufgaben“ machen
Neustadt-Glewe

Auch die erste Saisonniederlage ändert nichts an der Überlegenheit, die die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe in der dritten Liga Nord ausgeübt haben. Wie schon in der Vorsaison sicherten sich die Mecklenburgerinnen den Staffelsieg und damit das Aufstiegsrecht in die zweite Bundesliga. Im vergangenen Jahr erklärte der Vereinsvorsitzende,Jörg Stoltenberg, an dieser Stelle, warum der SV Fortschritt statt eines möglichen Aufstiegs in der dritten Liga verblieb. SVZ nutzte das letzte Heimspiel, um auch diesmal nachzuhaken.

Herr Stoltenberg, zunächst deutete einiges auf einen neuerlichen Verzicht hin. Hinter den Kulissen herrschte zuletzt reger Betrieb. Bringen Sie uns doch einmal auf den aktuellen Stand.

Stoltenberg: Die Mannschaft hat sich nach feststehender Meisterschaft für die zweite Liga ausgesprochen, was angesichts der großen sportlichen Dominanz in dieser Saison nur allzu gut nachvollziehbar ist. Das heißt für uns als Verein und Abteilung, jetzt für die finanzielle Absicherung zu sorgen.

Was heißt das konkret?

Wir haben die dritte Liga mit einem Etat von 7500 Euro bestritten. Für die zweite Liga setzen wir intern ein Minimum von 30 000 Euro an.

Das ist ja schon ein ,kleiner’ Unterschied. Wie wollen Sie diese Lücke schließen?

Wir haben gerade schriftlich mit 46 größeren Sportförderern Kontakt aufgenommen. Das sind alles bundesweit tätige Firmen. Wir haben dabei deutlich gemacht, dass es eben doch um ein relativ bescheidenes Volumen geht, wenn man das mit anderen Sportarten vergleicht. Bisher gibt’s nur eine Absage. Wir sind also verhalten optimistisch.

Gibt es einen konkreten Zeitplan?

Ja, und der ist ganz schön eng. Wir wollen das bis Mitte März geklärt haben. Ende März müssen wir dem Deutschen Volleyballverband offiziell mitteilen, ob wir das Aufstiegsrecht wahrnehmen wollen. Ist das der Fall, sind bis Anfang Mai die vollständigen Lizenanträge einzureichen.

Wie sieht es mit einem Plan B aus?

Wir haben eine Vereinbarung mit den Mädels. Sollten wir es finanziell nicht schaffen, bleiben trotzdem alle bei uns. Da unsere erfahrenen Spielerinnen im Aufstiegsfall die weiten Auswärtsfahrten nicht mehr auf sich nehmen möchten, arbeiten wir parallel außerdem daran, uns weiter zu verstärken.

Im Hinspiel hatten die Neustädterinnen (hier Verena Poppe-Kohlsdorf im Angriff) gegen den Aufsteiger noch deutlich mehr Mühe, als das beim glatten 3:0-Erfolg am Sonnabend in Lübeck der Fall war. Foto: Thomas Willmann

Neustadt schmettert in eigener Liga

Damen des SV Fortschritt geben in der dritthöchsten Spielklasse weiter eindeutig den Ton an / Mit 3:0 in Lübeck den elften Sieg gefeiert
Lübeck

Elf Spiele, elf Siege: Der Lauf der Neustädter Volleyballerinnen dürfte für die Konkurrenz in der 3. Liga Nord langsam frustrierende Formen annehmen. Auch die Aufgabe beim Lübecker TS meisterte der Tabellenführer souverän mit einem 3:0. Es bleibt also bei bisher lediglich drei Sätzen, die die Gegner den Fortschritt-Damen abknöpfen konnten. Erstmals in dieser Saison standen Trainer Oliver Dunkel nur acht Spielerinnen zur Verfügung. Neben den bereits bekannten Ausfällen fehlte wegen eines großen Familienfestes auch Lisa Helmecke. Aber die Qualität des verbleibenden Kaders reichte allemal, um den Aufsteiger deutlich in Schach zu halten. Der erste Satz verlief lange ausgeglichen. Lübeck versuchte den klaren Vorteilen des gegnerischen Angriffs mit großem kämpferischen Einsatz und einer sehr beweglichen Feldabwehr zu begegnen. In der entscheidenden Phase machten die Mecklenburgerinnen aber die nötigen Punkte, um sich abzusetzen und ein letztlich ungefährdetes 25:19 einzufahren. Nach dem Seitenwechsel legte der Favorit schnell ein 6:0 vor. Doch der Tabellensiebte wollte sich so schnell nicht geschlagen geben und profitierte auch von der Tatsache, dass die Übernahme im gegnerischen Annahmeriegel nach den vorgenommenen Auswechslungen nicht gleich so reibungslos funktionierte. Die Gäste büßten durch Missverständnisse einige Zähler ein, ohne aber auch nur ein einziges Mal ins Hintertreffen zu geraten. Näher als bis auf zwei Punkte (15:13 und 21:19) ließ man den Gegner beim 25:20 nie herankommen. Im dritten Durchgang blieb Lübeck bis zum 8:8 auf Augenhöhe. Als Karen Amlang dann aber eine Aufschlagserie hinlegte, schien die junge Mannschaft nicht mehr an ihre Chance zu glauben. Zur „Belohnung“ holte der Neustädter Trainer seine Außenangreiferin auf die Bank, wo sie aber nicht mehr lange auf den gemeinsamen Jubel warten musste. Das abschließende 25:13 wurde unter dem Motto „kurz und schmerzlos“ konzentriert herunter gespielt. Alles in allem sprach Oliver Dunkel von einem wenig spektakulären, soliden Auftritt. Eine Qualität wollte er aber doch hervorgehoben wissen: „Was Angie (Anzhela Kryvarot, d.R.) in der Abwehr heute rausgefischt hat, das war schon der reine Wahnsinn, das hab ich von ihr so noch nicht gesehen.“

Besonders einer Spielerin war an diesem Tag sehr an einem raschen Verlauf gelegen. Die Neu-Neustädterin Anita Burchardt machte sich mit Zuspielerin Anne Oemus, die ebenfalls zu dem Berliner Quartett zählt, das zu Saisonbeginn vom BBSC zum SV Fortschritt wechselte, schnell auf den Weg in Richtung Schwerin. In der Arena trafen der gastgebende SSC und der VC Wiesbaden im Kampf um Bundesliga-Punkte aufeinander. Dass es Anita Burchardt eindeutig mit dem Team aus Hessen hielt, hatte einen guten Grund. Mit der Rückennummer 13 führte ihre um fünf Minuten jüngere Zwillingsschwester Regina Mapeli Burchardt den Spitzenreiter als Mannschaftsführerin aufs Feld. Doch alles Daumendrücken half nichts: Der Schweriner SC behielt in einer umkämpften Partie mit 3:1 die Oberhand. Daran konnte auch die von SSC-Trainer Felix Koslowski zur besten Wiesbadener Spielerin gewählte Mapeli Burchardt nichts ändern. Die Begeisterung über diese Auszeichnung hielt sich bei der ehemaligen Nationalspielerin, die 2011 mit dem Deutschen Team in Serbien Vize-Europameisterin geworden war, verständlicherweise in Grenzen. Mehr als eine halbe Stunde zum geschwisterlichen Austausch blieb den gebürtigen Berlinerinnen nach dem Matchball nicht. Für Wiesbaden ging es im Bus zurück nach Hessen. Dass es keine sonderlich gemütliche Heimreise wurde, lag nicht nur an der Niederlage. Starker Schneefall auf der Autobahn sorgte dafür, dass sich die Fahrt auf zwölf Stunden verlängerte. Da hatten Anita Burchardt und Anne Oemus weit weniger Probleme. Sie teilten ihrem Trainer Oliver Dunkel um 0:27 Uhr noch kurz mit, dass sie gut in der Bundeshauptstadt angekommen seien.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Poppe-Kohlsdorf, Burchardt, Schulmeister, Luft, Schallhorn, Kryvarot, Amlang.

Wurde es beim glatten 3:0-Sieg gegen Erkner einmal eng, konnten sich die Neustädterinnen auf die Angriffsqualitäten von Anzhela Kryvarot verlassen. Foto: Thomas Willmann

In Lübeck keinen Punkt liegen lassen

Neustadt-Glewe

Das Projekt „vorzeitige Titelverteidigung“ geht morgen für die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe in die nächste Runde. Der souveräne Tabellenführer der 3. Liga Nord ist beim Lübecker TS klarer Favorit. Immerhin liegen aktuell 17 Punkte zwischen beiden Mannschaften. Allerdings war der Aufsteiger in der Hinrunde das einzige Team, das den Neustädterinnen einen Satz abknöpfen konnte und insgesamt einen guten Eindruck hinterließ: „Mich wundert es schon ein bisschen, dass die nicht besser dastehen“, meint Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel mit Blick auf die letzten Ergebnisse, etwa die glatte 0:3-Heimniederlage der Lübeckerinnen am vergangenen Wochenende gegen den Wiker SV. In Erinnerung geblieben ist ihm vor allem „die starke Mittelblockerin, die auch aus dem Hinterfeld gepunktet hat“. Wenn man die in den Griff bekäme, wäre das aus seiner Sicht schon die halbe Miete. Was die eigene Besetzung angeht, ist er wohl erst nach dem heutigen Abschlusstraining klüger. Definitiv ausfallen werden aus unterschiedlichen Gründen Annika Munsch, Kristina Wild und Daniela Friebe. So verbleibt voraussichtlich ein Neuner-Kader, wobei Dunkel hofft, dass seine zuletzt gesundheitlich angeschlagene Zuspielerin Anne Oemus wieder auf dem Damm ist. Die Zielstellung ist klar: „Wir wollen natürlich gewinnen, wenn möglich ohne einen Punkt abzugeben.“ Das heißt, ein 3:0- oder 3:1-Sieg soll her. Über einzelne Satzverluste zu diskutieren, hält er für überflüssig.

Thomas Willmann
Es war viel Bewegung in der Neustädter Spielhälfte. Mit vereinten Kräften bügelte der Tabellenführer die ein oder andere Ungenauigkeit aus, die auch aus der ungewohnten Aufstellung entstand. Foto: Thomas Willmann
Handicap als Spitzenteam gemeistert
3. Volleyball-Liga Nord: Neustädter Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn muss bei 3:0-Sieg für angeschlagene Zuspielerin Anne Oemus einspringen
Neustadt-Glewe

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind ihrem Ziel, den Staffelsieg in dieser Saison schon vorzeitig klar zu machen, ein großes Stück näher gekommen. Zum einen gewannen sie ihr Heimspiel gegen den starken Aufsteiger Grün-Weiß Erkner glatt in drei Sätzen, zum anderen kassierte die zweitplatzierte Reserve des Köpenicker SC bei WiWa Hamburg eine 2:3-Niederlage. Damit ist der Vorsprung des ungeschlagenen Tabellenführers auf komfortable neun Punkte angewachsen.

In der Neustädter Sporthalle „Zur Kuhdrift“ waren beide Trainer nicht sonderlich glücklich mit den Aufstellungen, mussten sie doch ihre etatmäßige Zuspielerin Nummer eins ersetzen. Neustadts Anne Oemus hatte die ganze Woche flach gelegen: „Ich habe es versucht, aber beim Einspielen schon nach ein paar Bällen gemerkt, dass da wenig geht.“ Gerade auf dieser zentralen Position fehlen im ansonsten gut besetzten Neustädter Kader nach dem Rückzug von Johanna Piper – die junge Zuspielerin hat aus beruflichen Gründen aufgehört – die Alternativen. So musste Angelika Schallhorn wohl oder übel aushelfen. Sie hat zwar in der Jugend zugespielt und in den zurückliegenden Regionalliga-Jahren auch immer wieder einmal bei den Damen Regie geführt. Dennoch hielt sich die Begeisterung der Mannschaftsführerin über dieses Geburtstagsgeschenk – sie feierte am Vortag ihren 36. – in Grenzen: „Ich wollte das ja eigentlich nie wieder machen und war unheimlich nervös“, gab sie mit einem Lachen zu.

Vor diesem Hintergrund lief das Spiel des Tabellenführers eigentlich noch ziemlich rund. Natürlich konnte man keine volleyballerischen Zauberdinge erwarten. Aber es wurde gerade in der Anfangsphase sehr solide gearbeitet: „Das muss heute nicht schön aussehen, sondern effektiv sein“, hatte Trainer Oliver Dunkel in einer gegnerischen Auszeit gefordert. Im ersten Satz setzte seine Mannschaft diese Vorgabe schon fast lehrbuchmäßig um. Angefangen mit druckvollen Aufschlägen über aufmerksames Agieren im Feld bis hin zum konsequenten Punkten über Angriff und Blockarbeit. Ganze 17 Minuten dauerte es, bis man die brandenburgischen Gäste mit 25:11 förmlich überfahren hatte.

So locker ging es allerdings nicht weiter. Der Aufsteiger zeigte sich wenig beeindruckt von der Abfuhr und deutete in der Folge an, warum man schon sechs Siege auf dem Konto hat. Als der Gegner mit der Souveränität auch seine Linie verlor, war die Mannschaft sofort da. Lange Aufschläge verhalfen zu mehreren leichten Punkten, außerdem setzte man dem Gegner immer wieder mit schnell aufgezogenem Angriffsspiel zu. Die Bälle waren zumeist nicht sonderlich hart geschlagen, fanden aber die nötigen Lücken beziehungsweise die Block-Finger. Der Neustädter Trainer versuchte mit zwei Auszeiten gegenzusteuern. Die Wirkung hielt sich in Grenzen. Bis zum 15:20 lief der Spitzenreiter konstant einem klaren Rückstand hinterher. Dunkel wechselte neben Anne Oemus, die grünes Licht für einen Kurzeinsatz gab, auch Verena Poppe-Kohlsdorf ein. Und die brachte die Annahme der Grün-Weißen mit ihren Sprungaufschlägen ins Wackeln. Jetzt war es Erkners Jürgen Treppner, der über Auszeiten und Spielerwechsel versuchte, den gegnerischen Rhythmus zu unterbrechen. Es half alles nichts: Die Neustädterinnen zogen vorbei und sicherten sich nach zwischenzeitlichem 23:23 durch zwei erfolgreiche Angriffe von Karen Amlang und Lisa Schulmeister auch den zweiten Durchgang. „Da hat man den entscheidenden Unterschied gesehen. Wir haben uns in dieser Saison zwar ein ganzes Stück weiter entwickelt und auch hier über weite Strecken gut mitgehalten. Es fehlt aber einfach noch die Abgezocktheit, die so ein erfahrenes Team wie Neustadt-Glewe auszeichnet“, betrachtete Jürgen Treppner den Auftritt seiner Mannschaft nach Spielende mit gemischten Gefühlen. Im dritten Satz machte es der Tabellenführer nach klarer 19:10-Führung unnötig spannend und ließ die Gäste tatsächlich noch einmal am Satzgewinn schnuppern. Bis auf einen Punkt kam Erkner heran. Letztlich verhinderten ein As von Lisa Helmecke und ein Angriff der Grün-Weißen, der beim Matchball die Netzantenne berührte, dass ein weiterer Durchgang nötig wurde (25:21).

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Schallhorn, Burchardt, Munsch, Schulmeister, Kryvarot, Helmecke, Poppe-Kohlsdorf, Amlang, Luft, Oemus, Wild (L).

Die Neustädterinnen (in Blau, hier in einem früheren Spiel) wollen morgen gegen den Tabellendritten viel Angriffsdruck entwickeln und ihren zehnten Saisonsieg einfahren. Foto: Thomas Willmann/privat
Mit Volldampf zum zehnten Sieg
Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe schlagen morgen in heimischer Halle gegen Tabellendritten Grün-Weiß Erkner auf
Neustadt-Glewe

Zum ersten Heimauftritt in diesem Jahr laufen die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen Nachmittag in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ auf. Als Gegner erwartet man das Team vom VSV Grün-Weiß Erkner. Der Aufsteiger zählt mit den erzielten 18 Punkten und seinem dritten Platz zweifellos zu den positiven Überraschungen der 3. Liga. Obwohl Liga-Neuling, haben sich beide Mannschaften in dieser Saison schon zweimal gemessen. Das erste Aufeinandertreffen in der Vorbereitung beim Wolfgang-Dunkel-Gedenkturnier hatte rein freundschaftlichen Charakter. Im Vergleich dazu präsentierten sich die Brandenburgerinnen beim Pflichtspielauftritt am zweiten Spieltag schon deutlich verbessert, auch wenn sich das im Ergebnis nicht unbedingt widerspiegelte. Aber der Neustädter Trainer Oliver Dunkel erinnert sich an ein ziemlich zähes Ringen, bis sein Team das 3:0 unter Dach und Fach gebracht hatte: „Das ist eine eingespielte, kampfstarke Mannschaft, die nicht von überragenden Einzelkönnern, sondern von ihrer Homogenität lebt.“ Und die darüber hinaus immer bestrebt sei, aus einer beweglichen Feldabwehr heraus ein schnelles Angriffsspiel aufzuziehen. Genau darauf wollen die Neustädterinnen im heutigen Abschlusstraining noch einmal gezielt hinarbeiten. Über druckvolle Aufschläge soll die gegnerische Annahme ins Wackeln gebracht, mit konzentrierter Blockarbeit den Angreiferinnen der Zahn gezogen werden. Da Erkner zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen hat, dürfte der Tabellenführer gewarnt sein. So ein Schlendrian, wie er in der Vorwoche beim 3:2-Erfolg in Kiel Einzug hielt, könnte „teuer“ werden und mehr als zwei Sätze kosten. Eine Niederlage würde ganz und gar nicht ins Konzept der Mecklenburgerinnen passen. Schließlich möchten sie nach Möglichkeit schon vorzeitig den erneuten Staffelsieg unter Dach und Fach bringen. Die personellen Voraussetzungen für Saisonerfolg Nummer zehn stehen nicht schlecht. Dunkel geht davon aus, morgen aus dem Vollen schöpfen zu können.

Thomas Willmann
Lange Arme: Die Neustädterinnen (im Block) mussten sich im im zweiten Vergleich mit dem Wiker SV deutlich mehr strecken, als das noch beim glatten 3:0 in der Hinrunde der Fall war (hier eine Spielszene). Foto: Thomas willmann
Tabellenführer hakt Spiel zu früh ab
3. Volleyball-Liga Nord Damen: SVF Neustadt-Glewe büßt beim 3:2 gegen Wiker SV ersten Punkt ein / Nach klarer Führung zu sicher gefühlt
Kiel/Neustadt-Glewe

Da ist sie dahin, die schöne weiße Weste: Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben sich zum Rückrundenauftakt zu einem 3:2-Sieg beim Wiker SV gequält und damit den ersten Punkt im Saisonverlauf abgegeben. Kurz zur Erklärung: Im Volleyball werden mit Beginn dieses Spieljahres drei Punkte pro Partie vergeben. 3:0- oder 3:1-Erfolge bringen dem Gewinner die volle Punktzahl, bei einem 3:2 erhält der Sieger zwei, der Verlierer einen Zähler.

„Ich seh das nicht ganz so tragisch. Mir ist ein holpriger Start lieber, als wenn es allzu glatt weiter gelaufen wäre. Jetzt hat die Mannschaft gemerkt, dass es keinen Selbstläufer gibt“, war der Neustädter Trainer Oliver Dunkel zwar nicht gerade begeistert vom Auftritt seiner Damen, wollte die beiden Satzverluste aber auch nicht überbewertet wissen. Überflüssig waren sie in jedem Fall. Eigentlich hatte der Tabellenführer Spiel und Gegner von Beginn an im Griff. Der von Dunkel aufs Feld geschickte Sechser punktete fast nach Belieben und machte im ersten Durchgang kurzen Prozess (25:14). Auch zwei Mitte des zweiten Satzes vorgenommene Wechsel änderten wenig an den Kräfteverhältnissen. Die kurze Orientierungsphase kostete zwar einige Zähler, aber der Gegner blieb chancenlos (18:25). Alles deutete auf einen weiteren Durchmarsch hin, als sich die Gäste anschließend erneut deutlich absetzten. Beim Stand von 12:6 schien das Spiel im Kopf bereits abgehakt. „Sie haben schlicht aufgehört, Volleyball zu spielen“, brachte der Neustädter Trainer die sich häufenden Unzulänglichkeiten auf einen einfachen Nenner. Die Kielerinnen hatten verständlicherweise etwas dagegen, vor eigenem Publikum sang- und klanglos unterzugehen. Die Mannschaft kämpfte weiter. Und da auf der anderen Seite des Netzes jetzt die nötige Konsequenz fehlte, baute sich der Aufsteiger vor allem über gelungene Abwehraktionen selbst wieder auf, zog vorbei und konnte durch ein 22:25 zunächst einmal zumindest verkürzen. „Es wäre nicht schlecht gewesen, wenn sie mir das vorher gesagt hätte“, erfuhr Dunkel erst jetzt, dass seine Zuspielerin Anne Oemus gesundheitlich angeschlagen war und dadurch mit zunehmender Spielzeit konditionelle Probleme bekam. Weil zudem in der Annahme die Präzision nachgelassen hatte, erreichten ihre Pässe nicht mehr die gewohnte Qualität. Daraus wiederum resultierte eine fehlende Durchschlagskraft im Angriff. Die Wiker Damen hielten die Bälle immer wieder im Spiel und sorgten für Ausgeglichenheit. Dunkel reagierte, brachte Anzhela Kryvarot und Verena Poppe-Kohlsdorf zurück aufs Feld und versuchte außerdem mit Angelika Schallhorn neue Impulse zu setzen. Der erwünschte Erfolg stellte sich aber nicht ein. Auch Durchgang vier ging mit 22:25 verloren. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Und in dem präsentierten sich die Neustädterinnen dann wieder im Stile einer Spitzenmannschaft. Mit einfachen, aber klaren Aktionen setzte man den Gegner unter Druck, und so hielt sich die Spannung beim ungefährdeten 15:9 letztlich doch in Grenzen.

Am nächsten Sonnabend bestreitet der SV Fortschritt sein erstes Heimspiel in diesem Jahr. Zu Gast ist mit dem VSV Grün-Weiß Erkner ein Liga-Neuling, der als aktueller Tabellendritter zu den positiven Überraschungen zählt und ganz sicher nicht zu unterschätzen ist.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Poppe-Kohlsdorf, Schulmeister, Luft, Kryvarot, Amlang, Helmecke, Burchardt, Schallhorn

Acht Spiele – acht Siege: Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe hatten in der Hinrunde reichlich Anlass zum Jubeln und sehen überhaupt keinen Grund, warum sich daran in der zweiten Halbserie etwas ändern sollte. Foto: Thomas Willmann
Mit schönem Volleyball auf den Thron
Neustädter Damen wollen Meistertitel in der 3. Liga Nord verteidigen und ihre Fans mit sehenswerten Spielen verwöhnen
Neustadt-Glewe

Mit dem Auswärtsspiel beim Wiker SV beginnt für die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen die Rückrunde der 3. Liga Nord. Acht Siege und das imponierende Satzverhältnis von 24:1 stehen für den ungeschlagenen Tabellenführer zu Buche. „Ich denke, die Zahlen sprechen für sich und wir können ganz zufrieden sein“, übt sich der Neustädter Trainer Oliver Dunkel angesichts dieser makellosen Bilanz und des Sechs-Punkte-Vorsprungs in Understatement. Dass man die Konkurrenz so klar beherrscht hat, kam für ihn schon etwas überraschend: „Ich hatte von WiWa Hamburg und inbesondere Köpenick mehr erwartet. Die Mannschaft ist ja nicht aus sportlichen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen abgestiegen, zählte in der zweiten Liga immer zu den Spitzenteams.“ Auf der anderen Seite gab es für ihn aber auch positive „Ausreißer“. So hätten sich die Aufsteiger Grün-Weiß Erkner und Lübecker TS sehr gut verkauft, was durch die Tabellenplätze zwei und fünf unterstrichen wird.

Die Neustädterinnen überzeugten in der Hinrunde vor allem durch ihre Effektivität, konnten auch enge Situationen immer wieder zu ihren Gunsten lösen. „Das lässt sich wohl am ehesten durch die individuellen Fähigkeiten unserer Spielerinnen erklären. Da kommt keine andere Mannschaft ran“, hält Dunkel fest, ohne überheblich klingen zu wollen. Abschlaghöhe und Abgeklärtheit im Angriff oder die Qualität der Aufschläge seien ganz einfach objektiv messbare Kriterien. Dennoch: Eigentlich sprach einiges gegen so einen Durchmarsch. Immerhin steht in dieser Saison ein ganz anderes Neustädter Team auf dem Feld. Vier Neuzugänge galt es zu integrieren, die aus ihrer Zeit beim BBSC Berlin teilweise ein anderes Spielsystem verinnerlicht hatten. Der Trainer umschreibt das leistungsmäßige Auf und Ab, das sich noch wie ein roter Faden durch viele Spiele zog, als „anfängliche Unruhe“, die absolut nachvollziehbar sei und die man zum Ende der ersten Halbserie zunehmend in den Griff bekommen habe. Diese Entwicklung und die Tatsache, dass es aus Dunkels Sicht nach wie vor reichlich Luft nach oben gibt, dürfte für die Konkurrenz nicht gerade ermutigend klingen. Die Zielstellung der Fortschritt-Damen ist genauso klar formuliert, wie nachvollziehbar: „Wir wollen wieder Meister werden, und das nach Möglichkeit vorzeitig sicher stellen.“ Die blütenweiße Weste spielt für Oliver Dunkel eine untergeordnete Rolle. Die würde er gerne opfern, wenn es im Gegenzug gelänge, ein volleyballerisch höheres Niveau zu erreichen. Daran soll weiter fleißig gebastelt werden, etwa über noch mehr Genauigkeit in Annahme und Feldzuspiel oder auch ein variantenreicheres Angriffsspiel.

In Kiel geht es morgen allerdings in erster Linie darum, schnell wieder den Rhythmus zu finden. Beim 3:0 in eigener Halle zum Saisonauftakt stellten die Wiker Damen keine sonderlich große Herausforderung dar. Doch der Trainer warnt: „Diese Mannschaft ist schwer einzuschätzen, in Bestbesetzung über ihre Abwehrstärke immer in der Lage, dich kräftig zu ärgern.“ Personell geht Dunkel aus heutiger Sicht davon aus, die Reise mit einem 10er-Kader anzutreten. Kitty Luft und Annika Munsch werden aus beruflichen Gründen beziehungsweise studienbedingt beim Rückrundenstart nicht mit von der Partie sein.

Thomas Willmann
Die Neustädterinnen (hier Annika Munsch im Einerblock) bekamen vom BBSC Berlin nichts geschenkt. Foto: Thomas Willmann
An Neustadt kommt niemand vorbei
Drittliga-Volleyballerinnen des SV Fortschritt schließen Hinrunde nach 3:0 gegen BBSC Berlin ungeschlagen und mit nur einem Satzverlust ab
Neustadt-Glewe

Es ist vollbracht: Acht Spiele, acht Siege und dabei nur einen Satz abgegeben – die Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen haben sich ihre Weihnachtspause wahrlich verdient. Der letzte Auftritt des Jahres endete wie die meisten zuvor, mit einem glatten 3:0-Erfolg. Und das, obwohl der BBSC Berlin keineswegs enttäuschte, sicher als eine der besten Mannschaften einzuordnen war, die sich im Verlauf der Hinrunde in der Neustädter Sporthalle „Zur Kuhdrift“ präsentiert haben. „Natürlich war das heute etwas Besonderes. Wir wussten ja nicht, was die Mädels so drauf haben. Wir haben versucht, da locker ranzugehen. Ich glaube, unsere Mitspielerinnen hat das sogar mehr beschäftigt, und sie haben uns kräftig dabei unterstützt, auch nervös zu sein“, antwortete Anne Oemus lachend auf die Frage, wie es ihr denn in dieser speziellen Situation „ergangen“ sei. Die Zuspielerin war vor der Saison mit drei bis dahin Berliner Mannschaftskameradinnen vom BBSC zum SV Fortschritt gewechselt. Man traf also erstmals in einem Punktspiel auf die früheren Teamkolleginnen.

Und die machten sofort deutlich, dass sie sich gegen den Tabellenführer einiges vorgenommen hatten. Mit im ersten Satz fehlerfreiem, druckvollem Service brachten sie die Neustädter Annahme ins Schwitzen. Auf der anderen Seite sorgte die sehr bewegliche Berliner Libera dafür, dass der Ball zumeist solide bei der Zuspielerin landete, die ihre Angreiferinnen variabel einzusetzen versuchte. Die spielerische Qualität der Gäste hatte für die Zuschauer den positiven Nebeneffekt, dass sie ansehnlichen Volleyball geboten bekamen. Denn natürlich wollten die Fortschritt-Damen ihrer Rolle als Spitzenreiter gerecht werden. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Lange einem Rückstand hinterher laufend, gelang es den Mecklenburgerinnen in der entscheidenden Phase allerdings wieder einmal, die wichtigen Punkte zu machen. Auffällig war, wie effektiv die Schnellangriffe über Lisa Schulmeister funktionierten. Das umkämpfte 25:22 hinterließ beim BBSC Spuren. Die Mannschaft leistete sich nach dem Seitenwechsel deutlich mehr leichte Fehler und war so absolut chancenlos. Erst beim Stand von 14:24 konnte man das Ergebnis mit vier Punkten in Folge zumindest noch etwas freundlicher gestalten. Diese kleine Serie schien neuen Mut zu wecken. Im dritten Durchgang fanden die Berliner zur guten Anfangsform zurück. Sie deckten mit dem Aufschlag gegnerische Unkonzentration auf und erarbeiteten sich ein Fünf-Punkte-Polster (12:7). Die Fans bekamen in der Folge einige schöne Ballwechsel zu sehen, zumeist mit dem besseren Ende für ihr Team, das beim 14:14 den Rückstand aufgeholt hatte. Bis zum 18:18 blieb es eng, dann zog der Tabellenführer auf 24:18 davon und verwandelte wenig später seinen zweiten Matchball.

„Da waren schon gute Ansätze dabei. So lange die Körpersprache meiner Spielerinnen stimmte, konnten wir mithalten. Sie haben nur nicht durchgängig daran geglaubt, gegen den Spitzenreiter wirklich etwas auszurichten“, zeigte sich BBSC-Trainer Daniel Bratschke alles in allem nicht unzufrieden. Sein Gegenüber, Oliver Dunkel, schöpfte auch diesmal wieder aus dem Vollen, setzte alle elf zur Verfügung stehenden Spielerinnen ein. Was seine Mannschaft bislang besonders auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie anders als in den vergangenen Jahren keine „Geschenke“ in Form von leichtfertig abgegebenen Sätzen verteilt. Man strahlt die Ruhe und das Selbstbewusstsein einer unangefochtenen Nummer eins aus. Wenn in der Rückrunde noch besser im Block und im Feld gearbeitet wird, dürfte es die Konkurrenz schwer haben, am Neustädter Thron zu wackeln. Mit dem Auswärtsspiel beim Wiker SV steigen die Fortschritt-Damen am 11. Januar 2014 in die zweite Halbserie ein.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Helmecke, Poppe-Kohlsdorf, Schallhorn, Luft, Amlang, Friebe (L).

Nach dem überzeugenden Auftritt gegen WiWa Hamburg fiel den Neustädter Volleyballerinnen die „Welle“ für die Fans besonders leicht. Foto: thomas willmann/privat
Die Konkurrenz schwer beeindruckt
Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe dominieren mit starkem Kader die 3. Liga / Als souveräner Tabellenführer erst einen Satz abgegeben
Neustadt-Glewe

Die Bilanz ist schon beeindruckend: Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe führen die Tabelle der 3. Liga Nord nach sieben Spielen souverän mit maximal möglichen 21 Punkten und einem Satzverhältnis von 21:1 an. Als neue Qualität der Mannschaft ist in dieser Saison die ausgeglichene Besetzung auf hohem Niveau hinzu gekommen. Das musste aktuell auch das Team der VG WiWa Hamburg anerkennen. Dessen Trainerduo, Michael Schulz und Beach-Nationalspieler Mischa Urbatzka (mit Partner Markus Böckermann Deutscher Meister 2013), zeigte sich trotz der glatten 0:3-Niederlage aber nicht unzufrieden: „Wir haben gegen einen stärkeren Gegner phasenweise gut mitgehalten und uns im Spielverlauf zu steigern gewusst. Die Devise lautete, auch in so einem Spiel den Spaß am Volleyball zu zeigen. Bei den Niederlagen zuvor ging es uns oft einfach zu verbissen zu. Das sah heute schon deutlich besser aus.“

Der Neustädter Trainer Oliver Dunkel nutzte den Luxus seines großen Kaders voll aus, veränderte seine Startaufstellung gegenüber den Vorwochen gleich auf drei Positionen. Dass es deshalb schlechter lief, konnte man wahrlich nicht behaupten. Zuspielerin Johanna Piper gab mit ihrem As gleich die Linie für den ersten Satz vor. Egal, wer in der Folge an den Aufschlag kam: Mit druckvollem Service stellte man die Hamburger Annahme vor große Probleme und fuhr so ein lockeres 25:17 ein. Überraschenderweise wechselten die WiWa-Trainer die groß gewachsene Diagonalangreiferin Katrin Plöhn, die den Neustädterinnen in der Vergangenheit ziemlich zugesetzt hatte (O-Ton Dunkel: „Wenn ihr die in den Griff bekommt, ist das schon die halbe Miete“), erst spät und auf der für sie ungewohnten Außenangreiferposition ein: „Sie war beim letzten Spiel, in dem die Mannschaft eine gute Leistung gezeigt hat, nicht dabei und konnte zudem berufsbedingt nur eingeschränkt trainieren“, lautete die nachvollziehbare Erklärung. Der Neustädter Trainer dürfte positiv registriert haben, wie schnell sich seine Mannschaft in der Feldabwehr auf Plöhns über die kleinere Blockspielerin geschlagenen Bälle einstellte. So hielt sich die Wirkung diesmal in Grenzen.

Insgesamt konnten die Gäste aber zulegen und ihren Teil zu einem ansehnlichen Volleyballspiel beitragen. Die Vorentscheidung im zunächst ausgeglichenen zweiten Satz leitete Verena Poppe-Kohlsdorf mit platzierten Sprungaufschlägen maßgeblich ein. Drei der fünf Punkte vom 18:15 zum 23:15 gingen direkt auf ihr Konto (ein As, zwei Service-Winner). Damit war die Grundlage für das sichere 25:19 geschaffen. Die Hamburgerinnen ließen die Köpfe trotzdem nicht hängen und hielten den dritten Durchgang komplett offen. Der WiWa-Block stand nicht schlecht und steuerte jetzt einige Punkte bei, im Angriff erwiesen sich insbesondere gelegte Bälle als durchaus probates Mittel. Hier dürfte Oliver Dunkel Ansatzpunkte für die weitere Trainingsarbeit entdeckt haben. Aber obwohl die Gäste bis zum Stand von 18:16 fast immer vorne lagen (zeitweise mit bis zu vier Punkten), schien der Fortschritt-Übungsleiter diesmal die Ruhe selbst. Er konnte sich auf seine Mannschaft verlassen, die mit der Selbstsicherheit eines Tabellenführers ausglich, sich in der entscheidenden Phase auf 23:20 absetzte und diesen Vorsprung nach Hause brachte (25:22).

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Poppe-Kohlsdorf, Munsch, Schulmeister, Kryvarot, Amlang, Friebe (L), Luft, Schallhorn, Oemus, Helmecke, Burchardt.

Neustädter auch gegen WiWa Hamburg souverän
Neustadt-Glewe

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe bleiben in der 3. Liga Nord das Maß aller Dinge. Auch der alte Rivale, das Team der VG WiWa Hamburg, konnte den Lauf des Tabellenführers gestern Nachmittag nicht stoppen. Nach gut einer Stunde Spielzeit hatten sich die Neustädterinnen in heimischer Halle glatt in drei Sätzen durchgesetzt (17, 19, 22). Da am Vortag die zweite Mannschaft des Köpenicker SC im Berliner Derby gegen den BBSC zumindest in dieser Höhe überraschend klar mit 0:3 den Kürzeren zog, ist der Vorsprung des SV Fortschritt auf satte neun Punkte angewachsen – bei allerdings einem mehr ausgetragenen Spiel.

svz
Fortschritt-Damen peilen gegen alten Rivalen den siebten Sieg an
Neustadt-Glewe

Nach dem so souverän gestalteten Spitzenspiel in der Vorwoche (3:0-Sieg beim Köpenicker SC II) wollen die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe am Sonntag auch in heimischer Halle ihrer Position als ungeschlagener Tabellenführer gerecht werden. Es gilt die Konzentration weiter hoch zu halten. Der nächste Gegner ist ebenfalls nicht von Pappe. In der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ läuft mit der VG WiWa Hamburg ein alter Bekannter auf, mit dem sich die Neustädterinnen schon so manches heiße Duell geliefert haben. Kurioserweise traf man im vergangenen Jahr ebenfalls am 1. Dezember aufeinander. Den glatten Drei-Satz-Erfolg, die Gäste kamen damals nicht über 48 Satzpunkte hinaus, kann man als gutes Omen werten. WiWa scheint ohnehin noch nicht zu gewohnter Form gefunden zu haben, reist mit bereits drei Niederlagen im Gepäck an. „Dass die Mannschaft Volleyball spielen kann, steht außer Frage“, betont Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel, der den Gegner bei dessen 1:3 in Berlin live in Aktion erlebt und einen überzeugend gestalteten ersten Satz der Hamburgerinnen gesehen hat. In der Folge habe allerdings das junge Köpenicker Team dominiert, unter anderem dank starker Aufschläge. Dieses Mittel wollen auch die Neustädterinnen wirkungsvoll einsetzen. Zudem möchte Dunkel erreichen, dass im eigenen Feldzuspiel noch genauer gearbeitet wird, um sich ergebende Punktchancen viel effektiver zu nutzen. Die generelle Ausrichtung ist klar: Der siebte Sieg soll eingefahren werden.

Thomas Willmann
Der Neustädter Block (hier in einem früheren Spiel) gewann in Berlin nach anfänglichen Problemen mehr und mehr an Stabilität und war so für einige Punkte gut.



Neustädterinnen demonstrieren im Spitzenspiel Stärke
Drittliga-Volleyballerinnen des SV Fortschritt gewinnen in Berlin mit 3:0
Berlin

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben im Spitzenspiel ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem glatten 3:0-Sieg bei der zuvor ebenfalls noch ungeschlagenen zweiten Mannschaft des Köpenicker SC führen sie die Tabelle jetzt unangefochten an und haben in sechs Spielen erst einen Satz abgegeben.

„Ich bin stolz auf die Mädels. Sie haben in einem guten Volleyballspiel in den entscheidenden Phasen Biss und Siegeswillen gezeigt“, sprach der Neustädter Trainer Oliver Dunkel seiner Mannschaft ein Kompliment aus. In der schönen Halle, in der auch das Köpenicker Bundesligateam seine Spiele austrägt, sorgten rund 100 Zuschauer für gute Stimmung. Die Gäste durften sich angesichts der lautstarken, von Trommelklängen begleiteten Unterstützung fast heimisch fühlen. Da es die fairen Berliner Fans ebenfalls ordentlich krachen ließen, herrschte richtig Rabatz auf der Tribüne.

Den besseren Start erwischte eindeutig das junge Köpenicker Team, das sich schnell auf bis zu sechs Punkte absetzte. Die Neustädterinnen trugen mit Abstimmungs- und Blockproblemen sowie wackeligen Angriffsaktionen allerdings ihren Teil dazu bei. Als sie sich dann in allen Bereichen stabilisiert hatten, schmolz der Rückstand ebenso schnell zusammen. Mitte des Satzes war der Gegner eingefangen. Der Block entwickelte sich jetzt zu einer festen Größe, und im Angriff wurden die Punktchancen konsequent genutzt. Das schlug sich in einem 25:19 nieder. Die Gäste nahmen den Schwung mit, erarbeiteten sich im zweiten Durchgang ihrerseits früh ein Polster. Ein einziger Spielerwechsel, den Dunkel vornahm, reichte aber, um die Souveränität einzubüßen und die Berlinerinnen wieder ins Spiel zurückfinden zu lassen: „Wir sind einfach noch nicht so stabil, um damit klarzukommen. Ich denke, das liegt in erster Linie an dem für uns bisher ungewohnten Luxusproblem, auf Grund des großen Kaders endlich mit taktischen Wechseln arbeiten zu können“, suchte der Trainer nach einer Erklärung. Zurück in der Anfangsaufstellung kriegte man noch so gerade die Kurve, um durch ein 27:25 auf 2:0 zu erhöhen. Der dritte Satz wurde dann wieder eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer, der sich erneut früh vom Gegner löste und diesmal den Vorsprung souverän bis zum abschließenden 25:18 transportierte.

„Wir brauchen sicher noch ein paar Tage. Aber die guten Angriffe und gelungenen Kombinationen, die teilweise schon zu sehen waren, zeigen mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, gab es für Oliver Dunkel in der Summe nicht viel zu meckern.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Munsch, Schulmeister, Kryvarot, Helmecke, Wild (L), Poppe-Kohlsdorf, Amlang, Piper, Schallhorn.

Die Neustädterinnen setzen auch im Spitzenspiel auf die Durchschlagskraft ihrer Leistungsträgerinnen (hier Anzhela Kryvarot gegen Warnemünde). Foto: Thomas Willmann
Neustädter Volleyballerinnen
vor erster Bewährungsprobe
Neustadt-Glewe
Ohne die bisherigen Gegner der Neustädter Volleyballerinnen oder deren Leistungen gering schätzen zu wollen, aber an diesem Wochenende dürfte es für den Spitzenreiter der 3. Liga Nord erstmals richtig ernst werden. Die Neustädterinnen müssen morgen Abend bei der zweiten Mannschaft des Köpenicker SC antreten. Und die ist als Tabellenzweiter ebenfalls noch ungeschlagen. Trainer Oliver Dunkel hatte die Bundesliga-Reserve von vorn herein als einen der schärfsten Konkurrenten eingestuft und war deshalb Zaungast beim 3:1-Sieg der Berlinerinnen gegen WiWa Hamburg. „Das sind fast durch die Bank groß gewachsene Mädchen, die über eine grundsolide volleyballerische Ausbildung verfügen.“ Die junge Truppe sei aber durchaus zu beeindrucken – wenn man sie nicht zu ihrem Spiel finden lasse. Als probate Mittel, um das zu erreichen, hat Dunkel Aufschlag und Block ausgemacht. Darüber wollen die Neustädterinnen möglichst viel Druck aufbauen. Entsprechend waren die Trainingsschwerpunkte aufgebaut. Im heutigen Abschlusstraining soll außerdem an der Präzision im Feldzuspiel gefeilt werden, die bisher noch zu wünschen übrig ließ. Eines steht für den Fortschritt-Trainer fest: „Wir werden nicht so herumexperimentieren, wie in den bisherigen Spielen. Es wird eine feste Aufstellung geben.“ Und mit der soll der sechste Sieg im sechsten Spiel eingefahren werden.
Thomas Willmann
Auch wenn sich die Neustädterinnen immer wieder lang machten (hier streckt sich Libera Kristina Wild vergebens), landeten doch noch zu viele Bälle auf ihrer Seite im Feld. Foto Thomas Willmann
Spitzenreiter „heiß“ aufs Gipfeltreffen
Ungeschlagene Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe müssen am nächsten Wochenende zum zweitplatzierten Köpenicker SC II
Neustadt-Glewe

Dem Gipfeltreffen in der 3. Volleyball-Liga Nord der Frauen steht nichts mehr im Wege. Nachdem der Tabellenzweite, der Köpenicker SC II, mit dem 3:0-Erfolg beim SV Pädagogik Schönebeck vorgelegt hatte, zog Spitzenreiter SVF Neustadt-Glewe einen Tag später durch seinen ebenso glatten Sieg gegen den SV Warnemünde nach (SVZ berichtete). Damit kämpfen am kommenden Sonnabend in Berlin zwei noch ungeschlagene Teams um die Spitzenposition.

Das Landesderby dürfte dem Neustädter Trainer Oliver Dunkel einen weiteren Beleg dafür geliefert haben, dass noch jede Menge Arbeit vor seiner Mannschaft liegt. Wie zuvor schon gegen den Lübecker TS (3:1) wurde im zweiten Satz ein komfortabler Vorsprung verspielt. Mit dem Unterschied, dass man diesmal noch so gerade die Kurve kriegte und durch ein schwer erkämpftes 25:23 den drohenden Ausgleich vermied.

Im ersten Durchgang waren die Weichen früh gestellt. Warnemünde unterliefen viele leichte Fehler, so dass es schnell 10:3 für die Neustädterinnen hieß. Die brauchten auch im weiteren Verlauf volleyballerisch nicht zu glänzen. Es war bezeichnenderweise ein zu lang geratener Aufschlag der Gäste, der das 25:16 besiegelte. Es ging zunächst ähnlich weiter, bis sich beim Stand von 14:8 ein erster Schlendrian auf Seiten des Tabellenführers einschlich. Bis zum 17:13 hielten sich die Auswirkungen noch in Grenzen. Dann aber führten Schwächen insbesondere in der Annahme und in der Abstimmung auf dem Feld dazu, dass man sechs Punkte in Folge abgab und sich plötzlich im Hintertreffen sah. Gerade die Routiniers im Warnemünder Trikot, wie die langjährige Neustädterin Andrea Bock oder die frühere Schweriner Bundesliga-Spielerin Cathrin Schlüter, nutzten die gegnerischen Wackler. Letztlich reichte es aber doch nicht ganz, um den Favoriten mit einem Satzgewinn so richtig zu ärgern. Der profitierte beim 25:23 von einem abschließenden Angriffsfehler.

„Ich möchte jetzt mal wieder Volleyball sehen“, gab ein sichtlich „angefressener“ Oliver Dunkel seinen Damen für den dritten Satz mit auf den Weg. Es blieb aber zunächst eine zähe Angelegenheit (8:7). Auffällig war, wie wenig man aus gegnerischen „Dankebällen“ machte und so manche Punktchance liegen ließ. Das änderte allerdings nichts an der Neustädter Überlegenheit. Der dritte Durchgang geriet zu einem 19-minütigen Schnelldurchlauf. Vom 14:10 bis zum Satz- und damit Spielende machte Warnemünde nur noch vier Punkte.

Die bevorstehende Aufgabe bei der Berliner Bundesliga-Reserve wird sicher ungleich schwerer und eine erste echte Standortbestimmung darstellen. Darauf wird das Training in dieser Woche ausgerichtet sein. Ansatzpunkte gibt es genug.
 
Thomas Willmann

 

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schulmeister, Schallhorn, Kryvarot, Helmecke, Wild (L), Poppe-Kohlsdorf, Piper, Luft, Munsch.

Die Neustädterin im SVW-Trikot, Andrea Bock, konnte den Block ihrer ehemaligen Mitspielerinnen einige Male überwinden.
Tabellenführer gewinnt Derby ohne Satzverlust
Neustadt-Glewe

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe bleiben weiter ungeschlagen. Der Tabellenführer der 3. Liga Nord setzte sich am gestrigen Nachmittag im MV-Derby gegen den SV Warnemünde mit 3:0 durch. Ein Ruhmesblatt war es allerdings nicht, was die Neustädterinnen ablieferten. Nach glatt gewonnenem ersten Durchgang (25:16) schrammten sie beim anschließenden 25:23 nur knapp an einem Satzverlust vorbei, um dann mit wieder etwas konzentrierterer Spielweise allerdings für klare Verhältnisse zu sorgen (25:14).

Thomas Willmann
Landesderby soll wieder eine klare Neustädter Angelegenheit werden
Neustadt-Glewe
In der 3. Volleyball-Liga Nord der Frauen steht am Sonntag das MV-Derby auf dem Spielplan. Der SVF Neustadt-Glewe hat wieder einmal den SV Warnemünde zu Gast. In den vergangenen Jahren entwickelte sich dieses Duell zumeist zu einer klaren Neustädter Angelegenheit. Wenn es nach dem Spitzenreiter geht, soll sich an dieser „Gesetzmäßigkeit“ auch nichts ändern. Ein Blick auf die Tabelle scheint die Rollenverteilung zu untermauern. Warnemünde feierte in der Vorwoche den ersten Saisonsieg, allerdings mit einem glatten 3:0 gegen Lübeck. „Bei Warnemünde hängt viel davon ab, auf welche Spielerinnen sie gerade zurückgreifen können. In kompletter Besetzung zähle ich das Team in jedem Fall zu den besseren“, betont Oliver Dunkel. Der Neustädter Trainer stellt aber auch klar, dass man nichts anbrennen lassen wolle und einen Sieg ohne Satzverlust anpeile: „Wir wollen spielerisch zu der Ruhe und Konzentration finden, die eine Woche später gefordert sein wird“, meint Dunkel schon mit Blick auf die folgende Standortbestimmung bei der bisher ebenfalls noch ungeschlagenen zweiten Mannschaft des Köpenicker SC. Zu den Schwerpunkten im heutigen Abschlusstraining wird die Blockarbeit zählen, die bisher nicht wirklich überzeugen konnte. Personell dürfte es keinerlei Probleme geben. Abgesehen von Libera Daniela Friebe (Urlaub) rechnet der Trainer mit voller Besetzung, sprich einem 12er-Kader.
Thomas Willmann
In der Block-Qualität haben die Neustädterinnen trotz makelloser Bilanz in allen vier Spielen noch reichlich Luft nach oben erkennen lassen. Foto: Thomas Willmann
Vierter Neustädter Sieg war in keiner Phase gefährdet
Drittliga-Volleyballerinnen setzen sich in Schönebeck mit 3:0 durch
Schönebeck

„Wir haben wieder fleißig an unserer Aufstellung gearbeitet“, umschrieb der Trainer der Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen, Oliver Dunkel, die Tatsache, dass er auch beim ungefährdeten 3:0-Auswärtserfolg seiner Mannschaft gegen Schlusslicht SV Pädagogik Schönebeck der bisher praktizierten Linie treu blieb und allen zehn mitgereisten Spielerinnen entsprechende Einsatzzeiten einräumte. Da neben Daniela Friebe (Urlaub) krankheitsbedingt auch Kristina Wild ausfiel, spielte der Tabellenführer in Schönebeck erstmals ohne Libera. Außerdem musste Kitty Luft aus beruflichen Gründen passen.

Dennoch blieben Dunkel ausreichend Variationsmöglichkeiten, die er auf der noch nicht abgeschlossenen Suche nach der optimalen Zusammensetzung gerne ausschöpfte. Er bekam die Möglichkeit dazu, weil sich die Neustädterinnen in allen drei Sätzen früh absetzen konnten. Nach einem 25:17 und 25:15 wurde es lediglich beim abschließenden 25:23 etwas enger. „Da sind auf Grund der ungewohnten Konstellation gerade in der Annahme einige Bälle weggegangen. Ich hatte aber zu keiner Zeit ernsthaft Bedenken, dass wir einen Satz abgeben könnten“, behielt der Trainer die grundlegend veränderte Aufstellung auch bei, als der Vorsprung zusammenschmolz.

Er attestierte seiner Mannschaft Steigerungen in Annahme und Feldabwehr. Auch im Angriff habe man konsequenter und mit mehr „Auge“ agiert, als eine Woche zuvor beim 3:1-Sieg gegen Lübeck. Im Aufschlag wurde dagegen noch nicht die im Training gezeigte Qualität erreicht. Das größte Manko lag für Dunkel nach wie vor in der Blockarbeit, wo es an der Abstimmung zwischen Außen- und Mittelblock haperte. Trotzdem sieht er das Team mittlerweile so weit, dass jetzt an Details gefeilt werden kann, wie der Genauigkeit im Feldzuspiel oder effektiven Lösungen aus sogenannten „Notbällen“ heraus. Die nächste Möglichkeit, die angestrebten Trainingsfortschritte auf dem Feld umzusetzen, bekommen die Fortschritt-Damen bereits am nächsten Sonntag, wenn der SV Warnemünde zum Derby in der Neustädter Sporthalle aufschlägt.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Munsch, Schulmeister, Helmecke, Kryvarot, Poppe-Kohlsdorf, Schallhorn, Piper, Amlang.

Tabellenführer setzt sich in Schönebeck glatt
in drei Sätzen durch
Schönebeck
Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind weiter auf Kurs. Die Mannschaft von Trainer Oliver Dunkel feierte gestern mit dem glatten 3:0-Erfolg beim SV Pädagogik Schönebeck den vierten Saisonsieg und führt die Tabelle verlustpunktfrei an (SVZ berichtet noch).
Thomas Willmann
Dem 3:1 gegen Lübeck wollen die Neustädterinnen (hier Angelika Schallhorn im Angriff) am Sonntag Sieg Nummer vier folgen lassen. Foto: Thomas Willmann
Beim Tabellenletzten Schlappe aus Vorsaison vergessen machen
Neustadt-Glewe
Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe gehen am Wochenende auf Reisen. Am Sonntag will der Tabellenführer beim SV Pädagogik Schönebeck den vierten Saisonsieg einfahren. Das sollte ein realistisches Ziel sein. Die Gastgeber haben in ihren erst zwei Spielen noch keinen Satz gewonnen und zieren das Tabellenende. „Auf so eine Statistik geben wir wenig. Ich habe von dieser Mannschaft aktuell noch nichts gehört. Aber in der vergangenen Saison waren die nicht so schlecht“, betont der Neustädter Trainer Oliver Dunkel, dass man auch diesen Gegner keinesfalls unterschätzen werde. Er hat dabei sicher die 1:3-Niederlage im Hinterkopf, die sein Team beim souveränen Staffelsieg in der vergangenen Saison (28:4-Punkte) an gleicher Stelle kassierte. Für das heutige Abschlusstraining ist eine Videoauswertung des Lübeck-Spiels vorgesehen. Beim 3:1-Erfolg in der Vorwoche hat dem Neustädter Trainer doch so einiges nicht geschmeckt. Um das zu verdeutlichen, will er Bilder sprechen lassen. In Schönebeck wird Libera Daniela Friebe (Urlaub) definitiv nicht mit von der Partie sein, ein dickes Fragezeichen steht berufsbedingt noch hinter dem Einsatz von Mittelblockerin Kitty Luft. Aber da der Kader in dieser Saison ja komfortabel ausgestattet ist, dürfte das kein Problem sein.
Thomas Willmann
Mit kurz hinter den Block gelegten Bällen machten die Lübecker Angreiferinnen der Neustädter Feldabwehr das Leben mehrfach schwer und kamen zu einigen Punkten. Foto: Thomas Willmann
Schlendrian kostet weiße Weste
3. Volleyball-Liga Nord Frauen: SVF Neustadt-Glewe gibt beim 3:1-Sieg über Aufsteiger TS Lübeck im dritten Spiel den ersten Satz ab
 
Neustadt-Glewe

Dass die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe beim 3:1-Heimsieg gegen den TS Lübeck ihren ersten Satz in dieser Saison abgeben mussten, hatten sie sich vor allem selbst zuzuschreiben. Wer angesichts einer scheinbar komfortablen 12:6-Führung schon früh einen Haken hinter die Sache macht, muss sich nicht wundern, wenn sich der Gegner an gelungenen Aktionen aufbaut und man selbst im entscheidenden Moment dann eben nicht mehr den Hebel umlegen kann. So geschehen beim 24:26 im zweiten Durchgang.

Der Aufsteiger hatte sich dieses Erfolgserlebnis, das die Mannschaft euphorisch feierte, allerdings verdient. Obwohl der erste Satz nach einigen Anlaufproblemen (5:9) doch noch ungefährdet mit 25:19 an die Neustädterinnen ging, deuteten die Gäste schon da ihr Potenzial an. Aus einer soliden Annahme heraus versuchten sie, ein variables Angriffsspiel aufzuziehen. Insbesondere Mannschaftsführerin Mandy Präfcke wurde auch immer wieder einmal aus dem Hinterfeld eingesetzt. Außerdem gab das Lübecker Team keinen Ball verloren und gefiel durch eine positive Ausstrahlung. Da wurde nicht über Fehler gemeckert, sondern jeder eigene Punkt bejubelt. Der Lohn war der erwähnte Satzgewinn, bei dem man die nachlassende Konzentration auf der anderen Seite des Netzes, die sich in vielen Unzulänglichkeiten ausdrückte, nutzte, um sich nicht nur heranzukämpfen, sondern vorbeizuziehen und den zweiten Satzball zu verwandeln. Die Qualität reichte aber in der Folge nicht, um den Spielverlauf weiter spannend zu gestalten. Durch den Ausgleich „angepiekt“, zog der Tabellenführer wieder an und stellte über die Stationen 5:0, 14:3 und 20:9 durch ein 25:14 die Kräfteverhältnisse klar. Auch im vierten Durchgang setzten sich die Fortschritt-Damen schnell deutlich ab. Der Vorsprung betrug bereits neun Punkte (19:10), als man es erneut schleifen ließ. Die nie aufsteckenden Gäste kämpften sich noch einmal bis auf 19:22 heran. Das Spielende verlief dann allerdings „schmerzlos“ und etwas kurios: Für ihre letzten drei Punkte brauchten die Neustädterinnen nichts zu tun, die wurden ihnen durch gegnerische Aufschlagfehler zum 23:19, 24:20 und 25:21 regelrecht geschenkt.

Obwohl der Erfolg letztlich nie ernsthaft gefährdet war, zeigte sich doch, dass vor dem Neustädter Team eine Menge Arbeit liegt. Da wirkte vieles noch längst nicht so homogen, wie sich das der fleißig wechselnde Trainer Oliver Dunkel vorstellen dürfte.
 
Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Burchardt, Schulmeister, Schallhorn, Kryvarot, Helmecke, Wild (L), Friebe (L), Poppe-Kohlsdorf, Munsch, Amlang.

Gingen voll in ihrem verantwortungsvollen Job auf: die beiden Wischer Ole (l.) und Tim (beide 8 Jahre).
Nicht zuletzt im Block wollen sich die Neustädterinnen (hier in einem früheren Spiel) morgen gegen den Lübecker TS verbessert zeigen. Foto: Thomas Willmann
Auch dritten Aufsteiger in die Schranken weisen
Neustädter Volleyballerinnen peilen gegen Lübeck nächsten Sieg an
Neustadt-Glewe
Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind morgen Nachmittag zum zweiten Mal in dieser Saison in heimischer Halle zu erleben. Zu Gast wird mit dem Lübecker TS der dritte Aufsteiger sein. Die Aufgaben gegen die beiden anderen Liga-Neulinge, Wiker SV und Grün-Weiß Erkner, haben die Neustädterinnen souverän mit 3:0-Siegen gelöst. Und sie wollen noch so lange wie möglich mit weißer Weste durchmarschieren und so die eroberte Tabellenführung verteidigen. „Wir haben zwar in der Regionalliga schon einmal gegen Lübeck gespielt. Aber das ist jetzt ein ganz anderes Team, das ich noch nicht in Aktion gesehen habe“, spricht Neustadts Trainer Oliver Dunkel von einem weiteren unbeschriebenen Blatt. Die Gäste sind mit Sieg (3:0 gegen BBSC Berlin) und Niederlage (2:3 beim Wiker SV) gestartet. Die Wiker Damen haben sich ja schon am ersten Spieltag in Neustadt vorgestellt und hatten nicht den Hauch einer Chance. Man sollte zwar gerade zu Saisonbeginn sehr vorsichtig mit Vergleichen sein. Dennoch gibt es an der klaren Favoritenrolle des SV Fortschritt wohl nichts zu deuteln. Dunkel betont, dass man sich in erster Linie auf das eigene Spiel konzentrieren will. Er möchte gerne eine Weiterentwicklung erkennen können. Schließlich gab es im neuen Team in allen Bereichen noch reichlich Luft nach oben. Der bisherigen Experimentierfreude sind morgen allerdings Grenzen gesetzt. Da Anne Oemus nicht zur Verfügung steht, wird Johanna Piper als Zuspielerin durchgängig die Fäden ziehen – wenn es nach den Neustädterinnen geht, drei Sätze lang.
Thomas Willmann
In puncto Abstimmung auf dem Feld stehen die Neustädterinnen (hier in einem früheren Spiel) noch ziemlich am Anfang. Trotzdem reichte es beim Aufsteiger in Erkner zu einem sicheren 3:0-Sieg. Foto: Thomas Willmann
Arbeitssieg ohne spielerischen Glanz
3. Volleyball-Liga Nord Damen: SVF Neustadt-Glewe setzt sich durch 3:0-Sieg in Erkner an die Tabellenspitze / In der Abstimmung hakt es noch
Erkner

Durch den zweiten 3:0-Sieg im zweiten Spiel haben die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe in der 3. Liga Nord die Position eingenommen, auf der sie sich am wohlsten fühlen – an der Tabellenspitze. Der gastgebende VSV Grün-Weiß Erkner machte es dem letztjährigen Staffelsieger allerdings trotz des am Ende klaren Resultats nicht leicht. „Die Mannschaft hat sich gegenüber ihrem Auftritt bei unserem Wolfgang-Dunkel-Gedenkturnier um einhundert Prozent gesteigert“, attestierte der Neustädter Trainer Oliver Dunkel dem Gegner einen sehr engagierten Auftritt. Insbesondere in der Feldabwehr wusste der Aufsteiger zu überzeugen.

Die Mecklenburgerinnen reisten mit einem 11er-Kader an, wobei Anzhela Kryvarot nur als Joker vorgesehen war, weil sie immer noch mit den Nachwirkungen einer Zahnoperation zu kämpfen hatte. Mitte des ausgeglichenen, ziemlich unspektakulär verlaufenden ersten Durchgangs setzten sich die Gäste um fünf Punkte ab und transportierten diesen Vorsprung bis zum 25:20-Erfolg. Anschließend marschierte der Fortschritt-Sechser von Beginn an vorne weg und erarbeitete sich ein komfortables Polster. Dunkel nutzte die Gelegenheit, um weiter an der bestmöglichen Konstellation zu „basteln“ und fleißig zu wechseln: „Insofern bin ich nicht ganz unschuldig, dass da ein ganz schönes Durcheinander herrschte“, nahm der Trainer die aufkommende Unruhe im neu zusammengestellten Team teilweise auf seine Kappe. Der zweite Satz ging zwar mit 25:17 dennoch glatt über die Bühne. Aber danach lief erst einmal nicht mehr viel zusammen. Angefangen bei der Annahme präsentierten sich die Neustädterinnen ziemlich von der Rolle. Der Aufsteiger witterte seine Chance und nutzte die sich häufenden Fehler auf der anderen Netzseite, um kontinuierlich davonzuziehen. Dunkel versuchte zunächst, seine Mannschaft über die Auszeiten wieder in die Spur zu bringen. Als der erhoffte Erfolg ausblieb, brachte er beim Stand von 10:17 neben zwei Rückwechslungen nach kurzer Absprache auch Anzhela Kryvarot für die ebenfalls gesundheitlich noch angeschlagene Lisa Helmecke. Der Joker stach. Mit all ihrer Routine gab die 41-Jährige dem Neustädter Spiel die nötige Sicherheit. Der Rückstand schmolz Punkt um Punkt. Beim 21:21 war der Gleichstand hergestellt und wenig später die weiße Weste durch ein 25:22 gewahrt.

Die größten Baustellen sah der Neustädter Trainer ganz allgemein in der Abstimmung auf dem Feld. Da passte das Timing im Block nicht, oder auch die Raumaufteilung in der Annahme. Aber dass die neue Mannschaft bis zur perfekten sportlichen Harmonie noch einige Zeit benötigen wird, war allen Beteiligten von vorn herein klar. Dass das Abschneiden der Fortschritt-Volleyballerinnen in der Heimat sehr wohl verfolgt wurde, machte ein Facebook-Eintrag kurz nach dem erfreulichen Spielausgang deutlich: „Döner für alle“, hieß es da von Seiten des mitfiebernden Besitzers. Die Neustädterinnen ließen sich nicht zweimal bitten, schauten bei ihrer Heimkehr in Mannschaftsstärke vorbei und sprengten so fast den Laden.

Thomas Willmann
 

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Piper, Burchardt, Schulmeister, Munsch, Helmecke, Poppe-Kohlsdorf, Kryvarot, Amlang, Friebe (L), Wild (L).

Die Angriffsleistungen der Wiker Spielerinnen waren zu schwach, um den SVF Neustadt-Glewe ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Foto: Thomas Willmann
Neuer Anzug passt schon ganz gut
Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe starten mit glattem 3:0-Sieg in die Saison / Berliner Quartett führt sich positiv ein
Neustadt-Glewe

Im Vergleich des letztjährigen Staffelsiegers mit einem Aufsteiger haben die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe einen standesgemäßen 3:0-Erfolg gegen den Wiker SV aus Kiel hingelegt und damit zugleich einen gelungenen Auftakt in die Drittliga-Saison 2013/2014 gefeiert. Kenner der Neustädter Volleyballszene dürften sich bei einem ersten Blick aufs Feld verwundert die Augen gerieben haben. Da tauchten mit den beiden Mittelblockerinnen Annika Munsch und Lisa Schulmeister nur zwei bekannte Gesichter auf. Dafür liefen gleich alle vier Neuzugänge, die vom Liga-Konkurrenten BBSC Berlin zum SV Fortschritt gewechselt waren, in der Startformation auf und bekamen reichlich Gelegenheit, eine erste Visitenkarte abzugeben. Um es vorwegzunehmen: Es war ein gelungener Einstand, wie das Ergebnis von 25:16, 25:21 und 25:19 unterstreicht.

Ganz freiwillig griff Trainer Oliver Dunkel nicht zu dieser etwas eigenwillig erscheinenden Variante. Mit Anzhela Kryvarot, Lisa Helmecke und Angelika Schallhorn fielen drei Leistungsträgerinnen krankheitsbedingt aus. Das wäre in der vergangenen Saison angesichts des sehr begrenzten Kaders noch einer mittleren Katastrophe gleichgekommen. So aber konnte man schon am ersten Spieltag vom Riesenvorteil einer auf jetzt 13 Aktive angewachsenen Mannschaftsliste profitieren. Aber nicht nur die Quantität, auch die Qualität scheint zu stimmen. Anne Oemus (Zuspiel), Anita Burchardt (Diagonal), Karen Amlang und Verena Poppe-Kohlsdorf (beide Außenangriff) bewiesen, dass Dunkel mit ihrem Einsatz kein großes Risiko einging. Selbst wenn noch längst nicht alles rund lief, so deuteten die Berlinerinnen doch bereits an, dass sie gut ins Leistungsgefüge ihres neuen Teams passen.

Die Neustädterinnen zogen schnell und relativ mühelos auf 13:6 davon. Zu diesem frühen Zeitpunkt hatte Jürgen Vogt schon beide Auszeiten genommen. Der Wiker Trainer wandte sich immer wieder entsetzt ab, angesichts der vielen Fehler, die sein junges Team vor allem im Angriff produzierte. Dass es trotz eines zwischenzeitlichen 8:20 am Ende mit dem 16:25 kein Debakel für den Aufsteiger wurde, lag maßgeblich an der nachlassenden Konzentration auf der anderen Seite des Netzes und wohl auch an der munteren Wechselei, die Oliver Dunkel über das gesamte Spiel betrieb: „Das war mir ganz wichtig. Gerade zu Saisonbeginn und in so einer neu aufgestellten Mannschaft sollten alle ihre Einsatzzeiten bekommen.“

Im zweiten Durchgang zeigte sich, dass gerade in puncto Abstimmung auf dem Feld bei den Neustädterinnen noch jede Menge Sand im Getriebe ist. Die Kieler Mannschaftsführerin Susanne Wigger brachte die gegnerische Annahme mit ihren Aufschlägen gehörig in Verlegenheit und sorgte dafür, dass aus einem 5:8-Rückstand in kurzer Zeit eine 13:8-Führung wurde. Doch da die Gäste ihrerseits in allen Mannschaftsteilen wenig Stabilität bewiesen, war der schöne Vorsprung beim 16:16 schon aufgebraucht. Das Pendel schlug danach schnell wieder in die andere Richtung aus. Die Mecklenburgerinnen zogen vorentscheidend auf 21:16 davon, ließen den Gegner zwar noch einmal bis auf zwei Punkte herankommen, aber ohne dass der 25:21-Satzgewinn ernsthaft gefährdet schien. Es ging weiter sehr einseitig zu. Über die Stationen 10:3 und 19:13 hieß es 24:17, als Karen Amlang mit ihrem zu lang geratenen Service für ein großes „Hallo“ im Neustädter Lager sorgte. Denn ein verschlagener Matchball wird im Volleyball üblicherweise mannschaftsintern noch einmal besonders „ausgewertet“. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit setzte ein Wiker Netzaufschlag den 25:19-Schlusspunkt.

„Wir konnten zwar heute nicht unsere stärkste Mannschaft aufbieten. Aber was wir im Angriff gezeigt haben, das war einfach nur unterirdisch, unter aller Kanone, absolut nicht drittliga-tauglich“, suchte der sichtlich geschaffte Gäste-Trainer seine Enttäuschung in Worte zu fassen. Beim Sieger fiel die Stimmungslage verständlicherweise deutlich positiver aus. Das galt nicht zuletzt für das Berliner Quartett: „Wir wussten ja nicht, was uns erwartet. Dafür hat es schon super funktioniert“, freute sich die Neu-Neustädterin Verena Poppe-Kohlsdorf. Und Anne Oemus ergänzte mit einem Wink in Richtung Konkurrenz: „Da geht noch mehr, wir haben noch viel Luft nach oben.“

 

Thomas Willmann
 

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Piper, Burchardt, Schulmeister, Munsch, Luft, Poppe-Kohlsdorf, Amlang, Wild, Friebe (L).

Es darf gejubelt werden: Die Neustädterinnen haben die ersten Punkte der Saison unter Dach und Fach gebracht. Foto: Thomas Willmann
Anzhela Kryvarot (im Angriff, hier beim Wolfgang-Dunkel-Gedenkturnier) soll auch in dieser Saison wieder eine der ganz wichtigen Stützen im Neustädter Team sein. Foto: thomas Willmann/claudia wegener
Staffelsieg ist wieder erklärtes Ziel
Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe starten morgen mit Heimspiel gegen Wiker SV in die Drittliga-Saison 2013/2014
Neustadt-Glewe

Mit einem Heimspiel gegen den Wiker SV aus Kiel steigen die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen in die Saison 2013/2014 ein. Die Staffel Nord der 3. Liga setzt sich auch in diesem Jahr aus neun Mannschaften zusammen. Nach seiner Einschätzung befragt, spricht der Neustädter Trainer Oliver Dunkel von einer „echten Wundertüte“.

Da sind zum einen als unbekannte Größen die Aufsteiger VSV Grün-Weiß Erkner (Regionalliga Nord-Ost) Lübecker TS und Auftaktgegner Wiker SV (Beide Regionalliga Nord). Die Kielerinnen sind vom Namen her zwar ein alter Bekannter aus gemeinsamen Regionalligazeiten, aber auf einem auf facebook veröffentlichten Mannschaftsfoto konnte Dunkel kein Gesicht mehr zuordnen. Mit ihrem Sieg im schleswig-holsteinischen Landespokal gegen den Zweitligisten Kieler TV hat das Wiker Team auf jeden Fall schon mal ein erstes Achtungszeichen gesetzt. Die Neustädterinnen sind also gewarnt. „Wir werden den Gegner keinesfalls unterschätzen. Das gilt ohnehin für die gesamte Konkurrenz.“ So hat der Lübecker TS zum Ligaauftakt am vergangenen Wochenende – die Neustädterinnen haben ihr erstes Spiel um einen Woche nach hinten verlegt – mit einem glatten 3:0-Erfolg gegen den BBSC Berlin überrascht. Die Berlinerinnen dürften es schwer haben, ihren dritten Platz aus dem Vorjahr zu wiederholen. Schließlich haben gleich vier ehemalige Stammspielerinnen inzwischen beim Konkurrenten in Neustadt-Glewe angeheuert. Zu den Siegern des ersten Spieltages zählten außerdem KSC Berlin II (3:1 gegen Warnemünde) und VG WiWa Hamburg (3:0 gegen Pädagogik Schönebeck). Diese beiden Mannschaften hat Oliver Dunkel besonders auf dem Schirm, wenn er die voraussichtlich schärfsten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft benennen soll. WiWa mischt schon seit Jahren konstant immer oben mit, die Berlinerinnen, die per Spielrechtsübertragung von Rotation Prenzlauer Berg in die 3. Liga eingeordnet wurden, dürften als junge Nachwuchstruppe, die an höhere Aufgaben herangeführt werden soll, insbesondere spielerisch gut ausgebildet sein.

Dass die Mecklenburgerinnen selbst wieder ganz oben mitmischen wollen, steht außer Frage. Alles andere, als den erneuten Staffelsieg als erklärtes Ziel auszugeben, wäre nur schwer nachvollziehbar. Zum einen ist der Meisterkader praktisch komplett zusammengeblieben, zum anderen konnte man sich durch das Berliner Quartett sowohl quantitativ, als auch qualitativ verstärken. Die Mannschaft ist jetzt wesentlich breiter aufgestellt. „Die Vorbereitung hat gezeigt, dass das Niveau relativ dicht beieinander liegt“, freut sich der Trainer über völlig neue Perspektiven. Zum einen sollte angesichts des 13er-Kaders anders als in den Vorjahren kaum die Gefahr drohen, dass man bei Krankheit, Verletzung oder berufsbedingten Ausfällen am Spieltag unverhofft nur zu siebt dasteht, zum anderen bieten sich im Bedarfsfall bisher unbekannte Wechselmöglichkeiten.

Natürlich habe man bis zum Optimum noch viel Arbeit vor sich. Das gelte nicht für den zwischenmenschlichen Bereich: „Integration war absolut kein Thema, das passte von Anfang an bestens.“ Aber auf dem Feld brauche es natürlich noch seine Zeit, bis die beste Konstellation ausgelotet sei. Viele Abläufe gilt es zu automatisieren. So haben die Berlinerinnen zum Beispiel in der Abwehr ein anderes System gespielt, als das im neuen Team praktizierte. „Wir haben aber schon einen guten Schritt gemacht und wollen die ersten Punktspiele jetzt zur weiteren Feinabstimmung nutzen“, gibt sich Dunkel optimistisch. Im heutigen Abschlusstraining will er den Schwerpunkt auf Angriffskombinationen in der 6er-Aufstellung legen, um so die optimale Zusammensetzung für den ersten Pflichtspielauftritt zu finden. Dass die Neustädterinnen mit einem Sieg vor heimischem Publikum in das Projekt Titelverteidigung einsteigen wollen, versteht sich von selbst.
Thomas Willmann
Vielversprechender Einstand: Verena Poppe-Kohlsdorf (l.) führte sich wie auch die übrigen Berliner Neuzugänge bestens im Neustädter Trikot ein (hier eine Szene vom 1:1 von Neustadt gegen Stralsund).Foto: thomas willmann/privat
SV Fortschritt voll auf Angriff gepolt
Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen hinterlassen beim Wolfgang-Dunkel-Gedenkturnier guten Eindruck / Mit 14er-Kader in die neue Saison
Neustadt-Glewe

Erst einmal wieder ins Rollen kommen, Spielpraxis sammeln und viel ausprobieren: Unter diesem Motto stand das 3. Wolfgang-Dunkel-Gedenkturnier, zu dem die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe in die heimische Sporthalle „Zur Kuhdrift“ eingeladen hatten. Und aus Sicht von Oliver Dunkel ging das voll auf: „Da war richtig Dampf und Feuer drin. Dafür, dass wir zuvor erst einmal trainiert haben, hat mir das richtig gut gefallen.“ Der Neustädter Trainer sieht sich in der neuen Saison mit einer völlig unbekannten Luxussituation konfrontiert. Er kann auf einen Kader von 14 Spielerinnen zurückgreifen. Gleich fünf Neuzugänge vom Ligakonkurrenten BBSC Berlin haben sich dem SV Fortschritt angeschlossen: „Wir haben einen neuen Verein gesucht. Und da uns das im vergangenen Jahr hier beim Turnier so gut gefallen hat, haben wir schnell zueinander gefunden. Die Chemie passt und wir hoffen auf eine Supersaison“, begründete das Hauptstadt-Quintett den recht ungewöhnlichen Schritt. In der Praxis soll das so aussehen, dass die Berlinerinnen in der Woche für sich trainieren und freitags dann gemeinsam zum Mannschaftstraining nach Neustadt fahren.

Da am Wochenende alle 14 Spielerinnen zur Verfügung standen, traten die Lokalmatadoren beim eigenen Vorbereitungsturnier als „Neustadt“ und „Glewe“ mit zwei Teams an und unterstrichen mit Platz eins und drei gleich einmal, dass mit ihnen in der kommenden Spielzeit wieder zu rechnen sein wird. Schließlich waren die Gegner nicht von Pappe. Neben den Liga-Konkurrenten BBSC Berlin und TSV Erkner (Aufsteiger) sowie dem Regionalligisten TSV Tempelhof-Mariendorf schlug auch Zweitbundesligist VC Stralsund auf. „Wir sind Anfang August in die Vorbereitung eingestiegen, haben seitdem ganz viel gemacht inklusive zweier Trainingslager und wollen in dieser Phase jetzt einiges versuchen und vor allem viel spielen. Insofern passt das Turnier hier gut in unsere Planung“, erklärte VCS-Trainer André Thiel. Man müsse für die zweite Liga schon einen gehörigen Aufwand betreiben und dabei aktuell den Rückschlag verdauen, dass eine bereits verpflichtete Mittelblockerin kurzfristig durch die Hintertür wieder einen Rückzieher gemacht habe. Dennoch sieht Thiel seine Mannschaft in der Vorbereitung auf einem guten Weg. Um weiter an den Einzelheiten zu feilen, holte er seine Damen nach jedem Spiel für eine direkte Auswertung zusammen. Sicher liegt noch eine Menge Arbeit vor den Stralsunderinnen, wie die Niederlagen gegen Glewe (0:2) und Neustadt (1:1) zeigten. Aber natürlich wussten alle Beteiligten die Ergebnisse in diesem Stadium des Ausprobierens entsprechend einzuordnen.

Man hatte sich zu Turnierbeginn darauf geeinigt, den Sieger in einer Sechserstaffel nach dem Modus jeder gegen jeden auszuspielen, wobei alle Vergleiche nur über zwei Sätze gingen. Im Falle eines 1:1 entschied die Summe der erzielten Punkte. Auf das vereinsinterne Neustädter Duell wurde verzichtet. Das floss unter allgemeiner Zustimmung mit einem neutralen 1:1 (25:15, 15:25) in die Wertung ein.

Oliver Dunkel attestierte der ein oder anderen seiner Spielerinnen schon eine beachtliche Frühform, freute sich insbesondere über die kämpferisch starke Vorstellung, die das Siegerteam an den Tag legte. „Alles in allem hat sich schon gezeigt, über welches Potenzial wir in diesem Jahr verfügen.“ Das gilt es jetzt in den kommenden Wochen weiter auszubauen. Ob man noch das ein oder andere Turnier bestreiten wird, entsprechende Einladungen liegen vor, will die Mannschaft beim nächsten Freitagtraining entscheiden. Ihr erstes Punktspiel bestreiten die Neustädterinnen am 12. Oktober in heimischer Halle gegen den Wiker SV aus Kiel. Vielleicht ist dann ja auch Arne Kröger wieder unter den Zuschauern zu finden. Der Neustädter Bürgermeister nahm am Sonnabend nicht nur Eröffnung und Siegerehrung vor, er schaute sich am Nachmittag auch das ein oder andere Spiel an. Ein großes Dankeschön möchten die Fortschritt-Volleyballer den Sponsoren aussprechen, die durch ihre Unterstützung dazu beigetragen haben, dass das 3. Wolfgang-Dunkel-Gedenkturnier eine „richtig runde Sache“ war, die förmlich nach einer Fortsetzung im kommenden Jahr schreit.

Thomas Willmann

 

Endstand
1. Glewe, 2. VC Stralsund, 3. Neustadt, 4. TSV Erkner, 5. TSV Tempelhof-Mariendorf, 6. BBSC Berlin

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