SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL
SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL

Spielberichte der Saison 2012/2013

Lisa, Kitty, Angie, Dani, Geli, Krissi, Mau, Munschi,JoPi
Sieger im Qualifikationsturnier des VMV zum Regionalpokal Nord 2012
Wie schon im Hinspiel durften die WiWa-Damen am Ende den Neustädterinnen (in Grün) zum Sieg gratulieren. Foto: Thomas Willmann

25.03.2013

Eine Rückrunde ohne Fehl und Tadel
Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe schließen erfolgreiche Saison mit 3:1-Sieg bei WiWa Hamburg ab
Hamburg

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben sich keine Blöße gegeben. Obwohl sie bereits vor dem letzten Spieltag als Staffelsieger der 3. Liga Nord feststanden, schenkten sie auch die abschließende Partie bei der VG WiWa Hamburg nicht etwa ab, sondern landeten mit dem 3:1 ihren 14. Saisonerfolg. Der eine Satz, den sie liegen ließen, war abgesehen von den beiden Hinrundenniederlagen in Berlin (1:3 gegen Rotation Prenzlauer Berg) und Schönebeck (0:3) der einzige, den eine gegnerische Mannschaft in 16 Vergleichen mit den Mecklenburgerinnen ergattern konnte. Diese Tatsache unterstreicht, dass die Fortschritt-Damen unbestritten die Nummer 1 in der neu eingeführten Spielklasse waren.

„Es hat echt Spaß gemacht, vor allem der letzte Satz“, freute sich Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn. Nicht ganz so positiv fiel die Trainerwertung aus: „Sie haben wirklich nur das Nötigste getan und eigene Fehler zumeist mit einem Lachen kommentiert“, grummelte Oliver Dunkel. Er wollte seinem Team dennoch keinen Vorwurf machen, hatte irgendwie schon mit so einem Auftritt gerechnet: „Die Luft war ganz einfach raus.“ Der erste Satz entwickelte sich zum ansehnlichsten dieses Spiels. WiWa versuchte Gas zu geben, der Tabellenführer hielt mit klaren Aktionen sowie einem gut stehenden Block dagegen, setzte sich nach zunächst ausgeglichenem Verlauf vorentscheidend um sechs Punkte ab und hielt diesen Vorsprung konstant (25:19). Beim anschließenden 15:25 nahmen sich die Gäste eine kollektive Auszeit. Dunkel reagierte zum Ende hin mit zwei Wechseln, die aber keine grundsätzliche Wende mehr einleiteten. Ohnehin habe die in dieser Phase schwache Vorstellung nicht an einzelnen Spielerinnen gelegen, sondern sei vielmehr eine Frage der generellen Einstellung gewesen, analysierte der Trainer. Der dritte Durchgang lieferte auch keine volleyballerische Offenbarung, selbst wenn er durch ein 25:21 die 2:1-Führung brachte. „Genießen sieht anders aus“, reagierte Dunkel auf den scherzhaften Kommentar von Mittelblockerin Annika Munsch, er habe doch möglichst viel von diesem Saisonfinale haben wollen. Zumindest zu Beginn des vierten Satzes zogen die Neustädterinnen dann doch noch einmal richtig durch, bevor sie beim Stand von 10:1 wieder einen Gang zurückschalteten und dem Gegner nicht zuletzt durch viele Eigenfehler zu 15 Punkten verhalfen.

Auf der Bank wusste Oliver Dunkel an diesem Tag zwei neue Assistenten an seiner Seite. Sohn Moritz (6 Jahre) und dessen Kumpel Tobi (11), im sportlichen „Hauptberuf“ Torwart der Neustädter E-Junioren-Fußballer, waren ordnungsgemäß als Co-Trainer eingetragen und nahmen ihre Sache sehr ernst, etwa, indem sie beim Einschlagen die Bälle anwarfen.

„Wenn ich ein erstes, kurzes Saisonfazit ziehen soll, dann möchte ich ohne Überheblichkeit behaupten, dass wir in Bestbesetzung der Konkurrenz schon überlegen waren“, fasste der Neustädter Trainer auch mit Blick auf die Bilanz von 28:4-Punkten und 43:7-Sätzen zusammen. Trotz des sportlichen Erfolges werden die Neustädter Damen in der nächsten Spielzeit aber nicht in der 2. Liga aufschlagen: „Wir haben noch einmal alles durchgerechnet. Der finanzielle Aufwand wäre ungleich größer. Es reicht einfach nicht“, nimmt der Verein die Aufstiegsoption aus wirtschaftlichen Gründen nicht wahr (SVZ berichtete).
Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Jeske, Wild, Schallhorn, Munsch, Schulmeister, Kryvarot, Helmecke, C. Friebe (L), D. Friebe, Luft (fehlte in Hamburg).

Chancenlos: Im Hinspiel schlugen die Bälle (hier Anzhela Kryvarot im Angriff) regelmäßig im Hamburger Feld ein. Aus Neustädter Sicht darf sich das gerne wiederholen. Foto: Willmann

22.03.2013

Letzte Küraufgabe meistern
Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen schlagen in Hamburg als bereits feststehender Staffelsieger auf
Neustadt-Glewe

Selbst wenn der ganz große Druck raus ist bei den bereits als Staffelsieger der 3. Liga Nord feststehenden Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe, so werden sie sich doch auch im letzten Saisonspiel noch einmal meisterlich präsentieren wollen. Zumal es morgen in Hamburg gegen den alten Rivalen von der VG WiWa geht. In Vergleichen dieser beiden Mannschaften ist eigentlich immer für reichlich Motivation gesorgt: „Gegen uns sind sie gerade in Heimspielen immer besonders heiß“, weiß der Neustädter Oliver Dunkel aus der Erfahrung vieler Duelle. In diesem Fall ist das absolut nachvollziehbar. Denn während die Mecklenburgerinnen Platz eins schon fest gebucht haben, könnten die WiWa-Damen mit einem Sieg vielleicht noch am aus ihrer Sicht zweifellos wenig befriedigenden fünften Rang drehen. Hinzu kommt, dass die Mannschaft beim 0:3 im Hinspiel absolut chancenlos war und somit auf eine Revanche brennen dürfte.

Die Vorbereitung beim SV Fortschritt geriet so, wie sie sich kein Trainer wünscht. In einer Rund-SMS sagte Dunkel kurzerhand die Mittwoch-Einheit ab: „Zwei mussten arbeiten, zwei waren gesundheitlich angeschlagen. Was soll ich mit einer halben Mannschaft in der Halle herumspringen.“ Er hofft, dass im heutigen Abschlusstraining keine weiteren bösen Überraschungen warten und man zumindest mit annähernd voller Besetzung (Kitty Luft wird berufsbedingt definitiv ausfallen) die Reise nach Hamburg antreten kann.

Thomas Willmann
Es war weniger Kraftlosigkeit, als vielmehr die Freude über den Staffelsieg, die die Neustädter Volleyballerinnen zu Boden sinken ließ. Trainer Oliver Dunkel passte auf, dass Sohn Moritz bei der Mama auch fest im Huckepack saß. Foto: Thomas Willmann
11.03.2013
Ein Titel für die Volleyball-Ewigkeit
Neustädter Damen gehen nach 3:0-Derbyerfolg gegen SV Warnemünde als erster Staffelsieger der 3. Liga Nord in die Geschichte ein
Neustadt-Glewe

Das gemeinsame „Gläschen Sekt“, das der Vereinsvorsitzende des SVF Neustadt-Glewe, Jörg Stoltenberg, nach dem Matchball ankündigte, hatten sich die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe wahrlich verdient. Durch den 3:0-Sieg im Landesderby gegen den SV Warnemünde machten sie schon einen Spieltag vor Saisonende aus eigener Kraft den ersten Staffelsieg in der neu eingeführten 3. Liga Nord perfekt, schreiben also gewissermaßen Volleyball-Geschichte. Die Schützenhilfe, die der BBSC Berlin durch seinen hart umkämpften Fünf-Satz-Erfolg im Verfolgerduell gegen den zweitplatzierten Kieler TV leistete, konnte man deshalb als reine Zugabe verbuchen.

Obwohl das Spiel letztlich zu einer klaren Angelegenheit für den Tabellenführer wurde, war doch zu erkennen, dass ein Warnemünder Team in konstant dieser Besetzung (u.a. mit Cathrin Schlüter/ehemals Schweriner SC, Marie-Theres Antrack/VC Parchim sowie Andrea Bock und Nadine Kittendorf/beide SVF Neustadt-Glewe) sicher nicht so schlecht abgeschnitten hätte, wie das jetzt mit nur drei Siegen aus 15 Partien der Fall ist. „In der ersten Halbserie haben wir einige Male unglücklich verloren, in der zweiten ist dann ein regelrechter Personalnotstand ausgebrochen“, fasste SVW-Trainer Rene Benz die Saison zusammen. Und auf das Derby bezogen: „Wir wussten, wie schwer das wird. Einem Gegner, der so routiniert seinen Stiefel herunterspielt und sich auch aus engen Situationen immer zu befreien weiß, haben wir nur wenig entgegenzusetzen, insbesondere wenn die eigene Annahme wackelt.“

Die Gäste zogen sich mit jeweils 19 Punkten in den Sätzen eins und zwei und 20 in Durchgang drei ordentlich aus der Affäre. Sie lagen zu Beginn des ersten und zweiten Satzes mit einigen Punkten vorne und deuteten auch im weiteren Verlauf bei dem ein oder anderen sehenswerten Ballwechsel an, was volleyballerisch möglich ist, wenn bei ihnen alles passt. In der Summe prägten allerdings die Phasen, in denen sich die Fehler zu ganzen Serien häuften, das Warnemünder Spiel. Und so hatten die Neustädterinnen das Geschehen relativ sicher im Griff, ohne spielerischen Glanz zu verbreiten. Sie erarbeiteten sich in allen drei Durchgängen früh einen deutlichen Vorsprung, der es ihnen erlaubte, hin und wieder allzu locker zu Werke zu gehen und trotzdem nie ernsthaft in Gefahr zu geraten. Den letzten Punkt der Partie machte Warnemünde – mit einem Angriffsfehler. Die Neustädterinnen feierten den 13. Sieg, der die Meisterschaft bedeutete, mit einem Jubelkreis, bevor sie sich auf beiden Seiten des Netzes mit einer eingelaufenen Laola bei ihren Fans bedankten.
 
Thomas Willmann

 

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Jeske, Wild, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Helmecke, C. Friebe (L), Schallhorn, D. Friebe, Luft.

In puncto Angriffsdruck macht den Neustädter Volleyballerinnen in der 3. Liga niemand etwas vor. Foto: Thomas Willmann

08.03.2013

Neustädter wollen Volleyball-Geschichte schreiben
Damen des SV Fortschritt können sich morgen zum ersten Staffelsieger der neu eingeführten 3. Liga krönen
Neustadt-Glewe

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe können morgen Geschichte schreiben, und das gleich in doppeltem Sinn. Wenn sie in heimischer Halle das Landesderby gegen den SV Warnemünde gewinnen, ist ihnen der Staffelsieg in der mit dieser Saison neu eingeführten 3. Liga schon vor dem letzten Spieltag nicht mehr zu nehmen. Außerdem wären sie auf Grund ihres Spielbeginns um 16 Uhr der erste Drittligameister überhaupt. Das hat der Vereinsvorsitzende des SV Fortschritt, Jörg Stoltenberg, festgestellt, der sich einmal den Spaß gemacht hat, alle vier Staffeln zu vergleichen. Auch im Süden, Osten und Westen kann zwar an diesem Wochenende die Entscheidung fallen, aber eben erst etwas später, wie die Ansetzungen zeigen: Der VC Wiesbaden II als Spitzenreiter der Staffel Süd schlägt um 17 Uhr auf, der VfL Nürnberg (Ost) um 19 Uhr und der RC Borken-Hoxfeld (West) um 19.30 Uhr.

Diese Vorlage wollen die Neustädterinnen nutzen. Das MV-Derby setzt einen zusätzlichen Reiz. Aber obwohl die Tabellensituation eine klare Rollenverteilung nahe legt, Warnemünde ist als Vorletzter in argen Abstiegsnöten, erwartet Oliver Dunkel ein interessantes Spiel: „Warnemünde ist in dieser Saison eine echte Wundertüte. Die großen Leistungsschwankungen lassen sich durch die Aufstellungsprobleme erklären. Aber wenn ich das richtig verfolgt habe, sind gegen uns wieder einmal alle an Bord.“ Und mit voller Kapelle ist das Team von der Küste für den Fortschritt-Trainer deutlich stärker einzuschätzen, als es das Tabellenbild widerspiegelt.

An der eindeutigen Favoritenstellung seiner Mannschaft ändert das trotzdem nichts. Abgesehen von ihren zwei Niederlagen haben die Neustädterinnen noch nicht einen Satz abgegeben. Und wenn es nach ihnen geht, soll gegen Warnemünde der dreizehnte 3:0-Sieg der Saison eingefahren werden.

Thomas Willmann
Wie schon im Hinspiel (hier eine Szene) waren die Norderstedterinnen dem Spitzenreiter in allen Belangen klar unterlegen. Foto: Archiv SVZ
Einseitiges Duell war schnell gelaufen
Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe benötigen für 3:0-Erfolg beim Schlusslicht in Norderstedt nur 51 Minuten Spielzeit
Norderstedt

Wenn die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe auf Reisen gehen, sind sie in letzter Zeit offensichtlich immer für ein Erlebnis der besonderen Art gut. War beim Auftritt in Berlin Zuspielerin Johanna Piper bis kurz vor dem Anpfiff in der Kabine eingesperrt, so vermisste Oliver Dunkel in Norderstedt zwischenzeitlich fast sein gesamtes Team. Wieder spielte der Umkleideraum eine entscheidende Rolle. Während sich seine Mannschaft umzog, genehmigte sich der Fortschritt-Trainer einen Kaffee. „Ich habe dann einmal kurz in die Halle geschaut und mich schon ein bisschen gewundert, wo die alle bleiben. Aber weil zumindest Angie (Anzhela Kryvarot, d.R.) da war, habe ich mir nichts dabei gedacht.“ Bis ihn ein „Notruf“ erreichte. Seine anderen sechs Spielerinnen steckten nämlich auf Grund eines abgebrochenen Türknaufs in der Kabine fest. Alles Klopfen half nichts, erst der per Handy alarmierte Trainer konnte sie von außen aus ihrer misslichen Lage befreien.

Auf dem Spielfeld ging es dann so einseitig zu, wie es zu erwarten ist, wenn der souveräne Tabellenführer auf ein Schlusslicht trifft, das in seinen 15 Spielen noch keinen Satz gewinnen konnte. Obwohl die Mecklenburgerinnen verletzungs- und berufsbedingt mit kleinem Kader antraten und Zuspielerin Kathleen Jeske erst die zweite Partie nach ihrer Babypause bestritt, was zwangsläufig einige Abstimmungsprobleme zur Folge hatte, war der zwölfte Neustädter 3:0-Erfolg der Saison nach einer Nettospielzeit von nur 51 Minuten verbucht. Mitte des ersten Satzes brachte Dunkel seine etatmäßige Libera Daniela Friebe als Außenangreiferin für Lisa Helmecke, im zweiten Durchgang wiederholte er das Spielchen, mit dem Unterschied, dass diesmal Anzhela Kryvarot auf der Bank Platz nehmen durfte. Die Schnelldurchläufe endeten 25:8 und 25:10. Die Norderstedterinnen bekamen zumeist schon in der Annahme große Probleme und konnten im Angriff nur selten Druck aufbauen. Dass sich das junge Team im dritten Satz zumindest 20 Punkte erkämpfte, lag nicht unwesentlich am Gegner, bei dem die Konzentration doch merklich nachließ. Nicht zuletzt die Kommentare von Kathleen Jeske trugen dazu bei, dass es laut Oliver Dunkel „recht lustig zuging“. Er attestierte den Norderstedtern aber trotz der klaren Niederlage eine deutliche volleyballerische Steigerung gegenüber dem Hinrundenvergleich. „Spiel für Spiel so auf verlorenem Posten zu stehen und dennoch offensichtlich den Spaß nicht zu verlieren – ich kann nur sagen, Hut ab vor der Moral.“

Die von den Neustädtern erhoffte Schützenhilfe am Abend blieb allerdings aus. Da die VG WiWa Hamburg in einem umkämpften Fünf-Satz-Spiel dem zweitplatzierten Kieler TV mit 2:3 unterlag, ist der Staffelsieg für die Fortschritt-Damen noch nicht unter Dach und Fach. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Dann muss man das eben doch selbst in die Hand nehmen und durch einen Derby-Erfolg am 9. März gegen den SV Warnemünde alles klar machen.
Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Jeske, Wild, Munsch, Schulmeister, Kryvarot, Helmecke, D. Friebe.

22.02.2012
Neustädter „Lazarett“ peilt nächsten klaren Sieg an
Neustadt-Glewe
Die Aufstellung des SVF Neustadt-Glewe für das morgige Volleyball-Punktspiel der 3. Liga beim VC Norderstedt wird sich mehr oder weniger von selbst ergeben. „Drei Spielerinnen sind verletzt oder zumindest angeschlagen, eine ist krank und zwei müssen arbeiten – wir werden wohl so gerade voll“, spricht Trainer Oliver Dunkel von einer misslichen Situation. Um die ein oder andere Improvisation wird er kaum herumkommen. Dennoch steht außer Frage, dass der nächste Sieg eingefahren werden soll, und zwar als ein weiteres 3:0. Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Das sollte trotz aller Probleme drin sein. Der Spitzenreiter trifft in Norderstedt auf eine Mannschaft, die bisher alle ihre Spiele verloren hat und dabei sogar ohne Satzgewinn blieb. „Wir nehmen das dennoch ernst, dallern kommt nicht in Frage“, betont Dunkel. Er wird anschließend möglicherweise noch die wenigen Kilometer nach Hamburg fahren. Denn sollten sich die WiWa-Damen dort am Abend gegen den zweitplatzierten Kieler TV durchsetzen, hätten die Neustädterinnen den Staffelsieg bereits vorzeitig in der Tasche.
Thomas Willmann
Neustadts Lisa Helmecke (hier in einem früheren Spiel) punktete immer wieder mit „Auge“. Foto: Thomas Willmann
Jessy feiert ein gelungenes Comeback
Volleyball 3. Liga Damen: SVF Neustadt-Glewe – SV Pädagogik Schönebeck 3:0 (16, 19, 23) / Kathleen Jeske mit erstem Einsatz nach Babypause
Neustadt-Glewe

Obwohl 3:0-Siege für die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe in dieser Saison ja schon fast so etwas wie Alltagsgeschäft sind, haben sie doch ihren inzwischen elften, den gegen den SV Pädagogik Schönebeck, besonders genossen. Sie konnten sich für die ebenso glatte Niederlage in der Hinrunde revanchieren (es war ihr bisher einziges 0:3), die ihnen wegen der außergewöhnlichen äußeren Umstände noch zusätzlich schwer im Magen lag. Das undichte Dach der Schönebecker Halle hatte einen Neustädter Protest ausgelöst, der aber zurückgewiesen wurde (SVZ berichtete). Vor diesem Hintergrund lag schon eine gewisse Anspannung in der Luft. So bekam die starke Schönebecker Mittelblockerin, die viele Schiedsrichterentscheidungen kritisierte, von den Fans zu hören: „Bei uns regnet es wenigstens nicht durch.“

Auf dem Feld sorgte der Tabellenführer schnell für klare Verhältnisse. Zwar arbeitete der Block noch nicht so effektiv, wie sich das Trainer Oliver Dunkel vorgestellt hatte, wurde häufig angeschlagen. Dafür schaffte man es aber, die gegnerische Annahme durch druckvolle Aufschläge immer wieder vor große Probleme zu stellen. Im Angriff war Neustadts Anzhela Kryvarot kaum in den Griff zu bekommen, und Lisa Helmecke punktete fleißig mit „Auge“. In der Summe hatte das ein ungefährdetes 25:16 zur Folge. Im zweiten Durchgang dauerte es etwas länger, bis sich die Mecklenburgerinnen absetzen konnten. Aber obwohl Dunkel bereits einige Wechsel vorgenommen hatte („bei uns gibt es keinen zweiten Sechser – wir sind eine Mannschaft“), geriet das 25:19 nie in Gefahr. Es schien auf eine ganz schnelle Angelegenheit hinauszulaufen, als der Tabellenführer im dritten Satz ein anfängliches 1:4 in ein 13:4 verwandelte. Doch dann ließ man dem Gegner wieder mehr Luft. Schönebeck gab sich nicht geschlagen und zeigte große kämpferische Tugenden. Letztlich reichte es für die Gäste aber doch nicht zum Satzgewinn, auch wenn man beim abschließenden 23:25 nahe dran war.

Im Neustädter Trikot feierte eine alte Bekannte ihr Comeback. Kathleen Jeske hatte Sohnemann Noah Owen (8 Monate) beim Papa in Hannover gelassen, um erstmals wieder im Kreise ihrer alten Mannschaftskameradinnen auf Punktejagd zu gehen. „Jessy“ zog im dritten Satz als Zuspielerin die Fäden und soll in den drei noch ausstehenden Partien weitere Einsatzzeiten bekommen, um so an ihr altes Niveau herangeführt zu werden.

Thomas Willmann


SVF Neustadt-Glewe:
Piper, Jeske, Wild, Schulmeister, Munsch, Luft, Kryvarot, Helmecke, C. Friebe (L), D. Friebe.

3. Liga VolleyballRevanche ging glatt in drei Sätzen über die Bühne
Neustadt-Glewe
Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe steuern weiter auf Kurs Staffelsieg. Im Heimspiel gegen den SV Pädagogik Schönebeck feierte der Tabellenführer seinen bereits elften 3:0-Erfolg in der laufenden Saison. Die Partie stand unter besonderen Vorzeichen, ging doch der erste Vergleich als „Regenspiel“ in die Volleyball-Geschichte des SV Fortschritt ein. Und auch sportlich standen die Zeichen auf Revanche. Schließlich hatten die Neustädterinnen in Schönebeck ihre einzige 0:3-Niederlage kassiert. Entsprechend groß war die Motivation, die man in ein 25:16, 25:19 und 25:23 umsetzte (Thomas Willmann berichtet noch ausführlich).
Thomas Willmann
Aus einer konzentrierten Annahme heraus wollen die Neustädterinnen auch gegen Schönebeck zuschlagen. Foto: Thomas Willmann
Für „gruseliges Erlebnis“ revanchieren
Neustadt-Glewe
Dass die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe hoch motiviert in ihr morgiges Heimspiel gegen den SV Pädagogik Schönebeck gehen, liegt am Hinspiel, das Trainer Oliver Dunkel als „gruseliges Erlebnis“ bezeichnet. Diese Einschätzung lässt sich zum einen durch die bisher einzige 0:3-Niederlage erklären, die der Spitzenreiter dort kassierte, bezieht sich in erster Linie aber auf die Begleitumstände. Ein undichtes Hallendach führte zu Pfützen auf dem Spielfeld. Die Neustädter legten Protest gegen die Wertung des „Regenspieles“ ein, der trotz einiger Ungereimtheiten in allen Punkten abgewiesen wurde. „Natürlich konnten die Schönebecker Spielerinnen nichts dafür, aber so etwas bleibt automatisch hängen.“ Die sportliche Revanche steht eindeutig im Vordergrund. Mit jedem Sieg sichern die Neustädterinnen ihre Tabellenführung ein Stück mehr ab. Dunkel hofft, dass die aktuelle Grippewelle an seinen Spielerinnen vorbeigeht. Definitiv ersetzen muss er Angelika Schallhorn, die mit gebrochenem Finger ausfällt. Für sie läuft Kristina Wild als Diagonalangreiferin auf. Im Training wurde und wird noch einmal intensiv am Block, an der Annahme und dem eigenen Aufschlag gefeilt.
Thomas Willmann
Die Berlinerinnen (in Schwarz/Szene aus dem Hinspiel) brachten in heimischer Halle nicht viel zu Stande. So reichte dem Tabellenführer aus Neustadt-Glewe eine solide Vorstellung zu einem weiteren klaren Sieg. Foto: Thomas Willmann
Zuspielerin löst große Suchaktion aus
3. Volleyball-Liga Nord Damen: BBSC Berlin – SVF Neustadt-Glewe 0:3 (–14, –20, –19) / Johanna Piper in der Kabine eingesperrt
Berlin

Der „Ausflug“ nach Berlin verlief für die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe deutlich entspannter, als eigentlich erwartet. Auch die gastgebenden BBSC-Damen als immerhin Tabellendritte konnten den Spitzenreiter nicht ernsthaft gefährden und zogen glatt in drei Sätzen den Kürzeren. Es war für die Mecklenburgerinnen bereits der zehnte 3:0-Erfolg in dieser Saison.

Den größten Aufreger des Tages hatte das Neustädter Lager beim ersten Ballwechsel bereits hinter sich. Denn Johanna Piper war im Vorfeld ganz einfach verloren gegangen und trotz aller eingeleiteten Suchaktionen nicht aufzufinden. „Wir waren total genervt und haben uns natürlich echt Sorgen gemacht“, beschrieb Trainer Oliver Dunkel die ungewöhnliche Situation. Das Einschlagen musste ohne die Zuspielerin über die Bühne gehen, der Schiedsrichter reagierte schon leicht ungehalten, weil der übliche optische Abgleich zwischen Original und Spielerpassfoto nicht möglich war. Da kam Mannschaftsführerin Angelika Schallhorn auf die Idee, doch noch einmal in der Kabine nachzuschauen. Und siehe da: Hinter der verschlossenen Tür wartete eine total unglückliche „Jopi“ auf ihre Befreiung. Wie war es dazu gekommen? Nach dem Einspielen waren die Mannschaften kurz in ihren Umkleideräumen verschwunden. Als es dann zurück in die Halle ging, hatte die vermeintlich letzte Neustädter Spielerin abgeschlossen, dabei aber übersehen, dass ihre Teamkollegin noch einmal die Toilette aufgesucht hatte. Deren Versuche, sich akkustisch bemerkbar zu machen, blieben vergebens. Die Rettung kam noch gerade rechtzeitig, so dass die 19-Jährige wie geplant Regie führen konnte.

Und ihr „Kaltstart“ blieb ohne negative Auswirkung. Die Neustädterinnen setzten sich schnell einige Punkte ab und bauten den Vorsprung bis zum Satzende auf ein komfortables 25:14 aus. Vom eigenen Angriffsspiel war Oliver Dunkel zwar nicht sonderlich begeistert. Er attestierte seiner Mannschaft aber, die Vorgaben sehr gut umgesetzt zu haben. So erzielte man wie geplant schon mit den Aufschlägen viel Wirkung, und auch der Block packte wesentlich entschlossener zu, als das noch in der Vorwoche gegen Altertal-Langenhorn (3:0) der Fall gewesen war. Von der anderen Seite des Netzes kam herzlich wenig. Der BBSC produzierte jede Menge Aufschlagfehler und wackelte in der Annahme gehörig. „Ich weiß nicht, ob sie so großen Respekt vor uns hatten. Da ging ja wirklich gar nichts“, zeigte sich Dunkel schon erstaunt darüber, dass die Gegenwehr deutlich schwächer ausfiel, als noch im Hinspiel, selbst wenn es im November letztlich auf das gleiche Ergebnis hinausgelaufen war.

So lag es auch weniger an einer Steigerung der Berlinerinnen, dass sie nach ihrer absoluten Chancenlosigkeit im ersten Satz besser mithalten konnten, als vielmehr an der nachlassenden Konsequenz des Gegners. Der hatte sich allerdings auch im zweiten Durchgang früh ein Polster erarbeitet, das bis zum 25:20 verwaltet wurde – ohne dass der Tabellenführer dabei spielerisch zu glänzen vermochte. Diesen Eindruck bestätigte der dritte Satz, der länger ausgeglichen verlief als seine Vorgänger. Als die Gäste in der Schlussphase aber noch einmal anzogen, wurde es doch wieder eine klare Angelegenheit (25:19).

Es fehlte nicht viel, und die Neustädterinnen hätten an diesem Spieltag Schützenhilfe aus Warnemünde bekommen. Das Team von der Küste, das als Tabellenvorletzter in argen Abstiegsnöten schwebt, stand gegen den zweitplatzierten Kieler TV dicht vor einer großen Überraschung. Doch die hart erkämpfte 2:0-Führung (25:22, 26:24) hatte offensichtlich zu viel Kraft gekostet. Die folgenden drei Sätze inklusive des entscheidenden Tiebreaks gingen klar an Kiel (9, 18, 8).

Vier Spiele liegen noch zwischen dem SVF Neustadt-Glewe und dem angestrebten Staffelsieg. Um die Saison vielleicht etwas zu „strecken“, werden die im 14-Tage-Rhythmus ausgetragen, so dass der Meister möglicherweise erst am 23. März feststeht. Auf die Neustädterinnen wartet als nächstes das Heimspiel gegen den SV Pädagogik Schönebeck (9. Februar). Schönebeck – da war doch was? Richtig, dort kassierte man in der Hinrunde eine seiner bisher nur zwei Niederlagen.

Thomas Willmann
Mit druckvollen Angriffen wollen die Neustädterinnen morgen in Berlin ihren 3:0-Sieg aus dem Hinspiel (hier eine Szene) wiederholen. Foto: Thomas Willmann
Nächsten Stolperstein auf dem Weg zum Staffelsieg ausräumen
Neustadt-Glewe

Als vielleicht schon letzten „Meilenstein“ auf dem Weg zum Staffelsieg in der 3. Volleyball-Liga Nord der Damen stuft Oliver Dunkel den morgigen Auftritt des SVF Neustadt-Glewe beim BBSC Berlin ein. Ein Blick auf die Tabelle und den Spielplan verdeutlicht, was der Neustädter Trainer damit meint. Sollte seine Mannschaft den Tabellendritten bezwingen, warten in den verbleibenden vier Partien mit Ausnahme der VG WiWa Hamburg nur noch Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Mit den Hamburgerinnen bekommt man es erst am letzten Spieltag zu tun. Und wenn alles glatt läuft, ist der SV Fortschritt dann schon „durch“. Denn neben dem Punktevorsprung, der aktuell mit zwei Zählern noch ziemlich mager ausfällt (die Konkurrenz wird sich in direkten Vergleichen allerdings auch gegenseitig noch kräftig ärgern), kann der Spitzenreiter mit seinem herausragenden Satzverhältnis als zusätzlichem Trumpf „wuchern“.

Dass Platz eins alleine aus „historischer“ Sicht das erklärte Ziel ist, daran lässt Dunkel keinen Zweifel: „Die dritte Liga ist ja zu dieser Saison neu eingeführt worden. Wir würden also als erster Staffelsieger in die Volleyball-Geschichte eingehen.“ Wichtiger ist ihm aber natürlich der sportliche Stellenwert. Um nichts dem Zufall zu überlassen, ist der Neustädter Trainer vor zwei Wochen, als sein Team spielfrei hatte, nach Berlin gefahren, wo er die 2:3-Niederlage der BBSC-Damen gegen WiWa Hamburg live verfolgte. „Die Leistungen waren nicht gerade beunruhigend. Man darf das aber nicht überbewerten. Es war schließlich das erste Spiel nach der Weihnachtspause.“ Aufgefallen ist ihm, dass die Berlinerinnen ihr Angriffsspiel in der Regel sehr flach und sehr dicht am Netz aufzogen. Am wirkungsvollsten begegnen lässt sich dem mit einem guten Block. Daran haperte es zuletzt beim glatten Neustädter 3:0-Erfolg gegen den SC Alstertal-Langenhorn. Und so bildete die Blockarbeit in dieser Woche Trainingsschwerpunkt Nummer eins. Als weiteres probates Mittel gegen den BBSC hat Dunkel starke Aufschläge ausgemacht. Dass seine Spielerinnen die beherrschen, haben sie hinlänglich unter Beweis gestellt. Für leichte Sorgenfalten sorgt die angespannte Personalsituation. Mittelblockerin Annika Munsch, die in der Vorwoche nur von der Bank aus zuschaute, plagt sich nach wie vor mit einem grippalen Infekt herum, und die an ihrer Stelle auflaufende Kitty Luft klagt über Schulterprobleme, die einen morgigen Einsatz mehr als fraglich erscheinen lassen. Der Neustädter Trainer erwartet in jedem Fall ein stimmungsvolles Spiel: „Gegen WiWa waren sicher gut einhundert anfeuernde Zuschauer in der Halle. Da macht es noch mehr Spaß – vor allem wenn man gewinnt.“
Thomas Willmann
So effektiv, wie in dieser Aktion Lisa Schulmeister (l.) und Anzhela Kryvarot, packte der Neustädter Block nur selten zu. Das änderte aber nichts am überlegenen Sieg des Tabellenführers gegen den SC Alstertal-Langenhorn. Foto: Thomas Willmann
Lockerer Aufgalopp für Spitzenreiter
3. Volleyball-Liga Nord Damen: SVF Neustadt-Glewe – SC Alstertal-Langenhorn 3:0 (13, 12, 15) / Zu Hause weiter ohne Satzverlust
Neustadt-Glewe

In der 3. Volleyball-Liga Nord der Damen bleibt im Sportjahr 2013 offensichtlich alles beim Alten: Der SVF Neustadt-Glewe ist in dieser Saison zu Hause einfach eine Macht. Auch dem SC Alstertal-Langenhorn gelang es nicht, dem Tabellenführer in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ als erste Mannschaft einen Satz abzunehmen. Das junge Gäste-Team war ziemlich weit davon entfernt, kam in der einstündigen Spielzeit nicht über 40 Satzpunkte hinaus.

In der Anfangsphase stotterte der Neustädter Motor noch. Was angesichts, der fünfwöchigen Spielpause – alle anderen Mannschaften der Neunerstaffel waren bereits am vergangenen Wochenende wieder eingestiegen – und der Tatsache, dass in dieser Zeit aus verschiedenen Gründen kaum vernünftig trainiert werden konnte, nicht weiter verwunderte. Es wurde dann aber doch relativ schnell deutlich, dass die Gäste dem gegnerischen Angriffsdruck zu wenig entgegenzusetzen hatten. Erschwerend hinzu kamen ihre großen Probleme mit den Neustädter Aufschlägen. Obwohl sich die bewegliche SCA-Libera nach Kräften mühte, hatte die Annahme doch eine enorme Streubreite. Und so wurde es über die Stationen 13:8 und 20:10 eine klare 25:13-Angelegenheit für den Spitzenreiter. Der zweite Durchgang verlief wie eine Kopie. Bis zum 6:6 blieb der Tabellensiebte dran, bevor das Pendel wieder eindeutig in die Neustädter Richtung ausschlug. Was Trainer Oliver Dunkel gefreut haben dürfte, waren die Ansätze, die zeigten, was volleyballerisch möglich ist. Es wurde mehrfach schnell kombiniert und der Rückraum nicht nur als Notvariante, sondern als ernstzunehmende Angriffsoption einbezogen.

Andererseits war aber auch noch viel Sand im Getriebe. Das zeigte sich nach dem 25:12 zum 2:0 vor allem im dritten Satz. Da zog zu Beginn der altbekannte Schlendrian ein. Abstimmungsprobleme in allen Bereichen und der fehlende Druck am Netz ließen die Gäste, die sich zu keiner Zeit aufgaben und jede gelungene Aktion bejubelten, besser aussehen – zumindest bis zum 13:14. Dann zogen die Fortschritt-Damen wieder an und vorentscheidend auf 21:13 davon. Wenig später standen ein 25:15 und damit das Spielende zu Buche.

Bei aller Wertschätzung war der SC Alstertal-Langenhorn doch kein echter Prüfstein. Das könnte am nächsten Wochenende etwas anders aussehen. Dann geht es zum BBSC Berlin, der an diesem Spieltag in einem Hauptstadtduell der SG Rotation Prenzlauer Berg ebenfalls glatt mit 3:0 das Nachsehen gab und als aktueller Tabellendritter mit vier Punkten Rückstand noch auf Tuchfühlung zu den Neustädterinnen ist. Der Spitzenreiter sollte im Training in jedem Fall eine Schippe drauflegen. Ansatzpunkte gab es genug. So dürfte Oliver Dunkel zum Beispiel die Blockarbeit und die Effektivität in diesem wichtigen Element nicht wirklich gefallen haben.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Schallhorn, Schulmeister, Luft, Kryvarot, Helmecke, Wild, C. Friebe (L), Munsch, D. Friebe.

Die gegen Rotation Prenzlauer Berg (hier eine Szene) gezeigte Leistung soll der Maßstab für kommende Neustädter Auftritte sein.
Auch ohne Vorbereitung durchstarten
Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe steigen mit Heimspiel gegen SC Alstertal-Langenhorn in den zweiten Saisonabschnitt ein
Neustadt-Glewe

Dass Oliver Dunkel den Verlauf der 1. Halbserie als „durchwachsen“ einstuft, mag schon etwas verwundern. Wenn die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe morgen mit dem Heimspiel gegen den SC Alstertal-Langenhorn in den zweiten Saisonabschnitt der 3. Liga Nord einsteigen (im „alten“ Jahr wurden auch bereits zwei Rückrunden-Spieltage ausgetragen), so tun sie das als Tabellenführer. Sieht man einmal von den zwei Niederlagen ab, hat die Mannschaft in den übrigen acht Spielen nicht einen Satz abgegeben, was neben 16:4-Punkten zu einem glänzenden Satzverhältnis von 25:6 führt. Und doch ist der Neustädter Trainer nicht wirklich zufrieden: „Es gab einfach zu viel auf und ab in unseren Leistungen.“ Lediglich gegen WiWa Hamburg und Rotation Prenzlauer Berg (jeweils 3:0) habe man voll überzeugen können. In zwei weiteren Spielen hätte zumindest der Ansatz gestimmt. Alles andere sei eher zum Abhaken gewesen.

So will Dunkel mit seiner Mannschaft jetzt vor allem an der Konstanz arbeiten. Viel Gelegenheit dazu hatte er allerdings noch nicht. Seit dem letzten Punktspiel, das war vor rund fünf Wochen, hat man nicht mehr in voller Besetzung trainieren können. Zumindest für die heutige, abschließende Einheit hofft der Trainer, alle beisammen zu haben. Dass eine optimale Spielvorbereitung anders aussieht, versteht sich von selbst. Und so kann es gegen den Tabellensiebten, den die Neustädterinnen im Hinspiel mit 3:0 besiegten, nur darum gehen, das beste aus der Situation zu machen: „Einen Schönheitspreis werden wir sicher nicht holen. Das erwarte ich aber auch gar nicht. Es geht darum, möglichst effektiv zu sein und natürlich zu gewinnen.“
Thomas Willmann
Verabschiedung: Wie schon im Hinspiel waren die lachenden Gesichter nach dem erneuten 3:0 auf Neustädter Seite. Foto: Willmann
17.12.2012
Ein wichtiger Schritt zum Staffelsieg
Volleyball 3. Liga Nord Frauen: Kieler TV – SVF Neustadt-Glewe 0:3 (–22, –19, –23) / Tolle Atmosphäre mit Verlosung und Feuerwerk
Kiel/Neustadt-Glewe

„Ich bin ganz doll stolz auf die Mädels. Sie wollten mir zu Weihnachten unbedingt noch einen Sieg schenken. Und dafür haben sie alles getan“, freute sich Oliver Dunkel sehr über den hart erkämpften 3:0-Erfolg seiner Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen im Spitzenspiel beim Kieler TV. „Das war völlig untypisch für uns. Dieses Spiel haben wir in erster Linie durch eine starke Abwehrleistung gewonnen“, sprach der Fortschritt-Trainer von einem Sieg des Willens. Spielerisch erreichte der Tabellenführer nicht das hohe Niveau der Vorwochen. Vor allem fehlte die Konsequenz im Angriff, die die Mannschaft noch zuletzt gegen WiWa Hamburg und Rotation Prenzlauer Berg (jeweils 3:0) ausgezeichnet hatte. Für Dunkel war das nicht weiter verwunderlich. Von einer ordentlichen Vorbereitung konnte in der Vorwoche keine Rede sein. Witterungsbedingt bekam man am Mittwoch nicht einmal einen kompletten Sechser zusammen, außerdem ärgerten sich gleich zwei Spielerinnen mit Handgelenksproblemen herum. Der einsetzende Regen, der während des Abschlusstrainings am Freitagabend für glatte Straßen sorgte, trug nicht gerade zur besseren Stimmung bei: „Sollen wir fahren oder nicht?“, lautete die grundsätzlich zu klärende Frage, die letztlich positiv beantwortet wurde. Ohne Probleme in Kiel angekommen, wurde relativ schnell nachvollziehbar, warum dort im bisherigen Saisonverlauf noch kein Gast Punkte mitnehmen konnte. Geschätzte 200 bis 300 Zuschauer inklusive dreier Trommler verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. Nach dem zweiten Satz wurden eine öffentliche Verlosung und weitere kleine Spiele eingeschoben (bei einem davon überzeugte Dunkels kleiner Sohn Moritz durch Treffsicherheit), und zum krönenden Abschluss ging vor der Halle ein Feuerwerk los – das hatte schon was.

Auf dem Feld liefen die beiden ersten Sätze sehr ähnlich ab. Es ging zunächst hin und her, Punkt um Punkt. Dann konnten sich die Neustädterinnen leicht absetzen und diesen Vorsprung halten (25:22) beziehungsweise sogar noch ausbauen (25:19), nicht zuletzt, weil sie die Mehrzahl der vielen, intensiven Ballwechsel für sich entschieden. Die erwähnte längere Pause nach dem zweiten Durchgang tat dem Gäste-Spiel dann allerdings überhaupt nicht gut. Kiel legte schnell vor und schien angesichts einer 20:14-Führung dem Anschluss nahe. Doch der Spitzenreiter bewies Kämpferqualitäten, startete zwei kleinere Serien, war beim 21:21 endgültig wieder in der Spur und ließ nicht mehr locker. Wenig später hieß es 24:22 für den SV Fortschritt. Der erste Matchball wurde abgewehrt, doch den zweiten „verwandelte“ die Kieler Mittelblockerin, indem sie einen Schnellangriff ins Aus setzte – 25:23.

Damit haben die Neustädterinnen das Kunststück fertiggebracht, abgesehen von ihren zwei Niederlagen alle weiteren acht Spiele „zu Null“ zu gewinnen, was ihnen zu einem glänzenden Satzverhältnis verhilft. Das ist ein zusätzlicher Bonus, den der Tabellenführer neben dem jetzt Zwei-Punkte-Vorsprung mit ins neue Jahr nimmt. Insofern dürfte es bei der Mannschafts-Weihnachtsfeier am nächsten Sonnabend sehr ausgelassen zugehen.

Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Schallhorn, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Helmecke, C. Friebe (L), Wild, Luft, D. Friebe.

Im Hinspiel hatten die Kielerinnen ganz schlechte Karten. Das 3:0 darf sich aus Neustädter Sicht natürlich gerne wiederholen.
14.12.2012
 
Mit Spitzenspiel in die Weihnachtspause
Kiel/Neustadt-Glewe

Obwohl die Saison noch lang ist, könnte dem morgigen Spitzenspiel in der 3. Volleyball-Liga Nord der Damen zwischen dem Kieler TV und dem SVF Neustadt-Glewe schon fast eine vorentscheidende Bedeutung zukommen. Sollten die Neustädterinnen beim punktgleichen Tabellenzweiten gewinnen (beide 14:4), so wäre das auf Grund ihres hervorragenden Satzverhältnisses ein großer Schritt in Richtung Staffelsieg. Schließlich sind dann bereits zwei Rückrunden-Spieltage absolviert, an denen man mit Rotation Prenzlauer Berg (3:0 in der Vorwoche) und eben Kiel zwei der dicksten Brocken aus dem Weg geräumt hätte.

Der Konjunktiv scheint allerdings berechtigt. Auch Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel rechnet damit, dass es „verdammt schwer“ wird. Im Hinspiel ließ man den Kielerinnen beim glatten 3:0 zwar keine Chance, aber nur eine Woche später sah das schon anders aus. Im Halbfinale des Regionalpokals liefen die Mecklenburgerinnen zweimal einem Satzrückstand hinterher, um sich letztlich im Tiebreak durchzusetzen. Abgesehen von dieser Niederlage haben die Kielerinnen zu Hause noch kein Spiel abgegeben, und die Tatsache, dass sie morgen mit einer Serie von vier Siegen im Rücken auflaufen, spricht ebenfalls für ein gewachsenes Leistungsvermögen. Genau dies konnten zuletzt aber auch die Fortschritt-Damen bei ihren überzeugenden Vorstellungen gegen WiWa Hamburg und Rotation Prenzlauer Berg (jeweils 3:0) nachweisen. Sollte die Mannschaft dieses Niveau ein weiteres Mal abrufen, dürfte vieles dafür sprechen, dass man als Tabellenführer ins neue Jahr geht.

Thomas Willmann
Obwohl die jungen Berlinerinnen ihr Angriffspotenzial andeuten konnten, waren sie am Ende doch chancenlos. Foto: Thomas Willmann
10.12.2012
 
Neustädter Heimweste bleibt makellos
Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben zu Hause noch keinen Satz abgegeben / Auch Rotation Prenzlauer Berg beim 0:3 chancenlos
Neustadt-Glewe

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sorgen in der 3.Liga derzeit für viel Frust auf den gegnerischen Trainerbänken. War es in der Vorwoche der Übungsleiter von WiWa Hamburg, der nach der 0:3-Niederlage seines Teams kommentarlos die Halle verließ, so trommelte am Sonnabend der Coach der SG Rotation Prenzlauer Berg, Marc Zuckermann, seine Spielerinnen direkt nach Matchball und Verabschiedung zusammen und verschwand für mehrere Minuten in der Kabine – wohl zu einer Gardinenpredigt: „Er ist stinksauer auf die Mädels“, war aus dem Umfeld zu hören. Was war passiert? Die junge Berliner Mannschaft – im Kader standen sechs Spielerinnen, die noch keine 20 Jahre alt sind, das „Küken“ feiert Ende des Jahres erst seinen 16. Geburtstag – musste in nur gut einer Stunde Spielzeit die Überlegenheit der Fortschritt-Damen anerkennen und wie bisher noch jeder Gast in dieser Saison ohne Satzgewinn aus Neustadt die Heimreise antreten. Es war nicht zu übersehen, dass sich gerade die Berliner Verantwortlichen deutlich mehr ausgerechnet hatten. Schließlich hatte Rotation das Hinspiel zum Saisonauftakt noch mit 3:1 gewonnen.

Allerdings sollte Zuckermann auch nicht allzu hart mit seinen Mädels ins Gericht gehen. Die Mannschaft deutete vielfach ihr volleyballerisches Potenzial an und trug so zu einem phasenweise attraktiven Spiel bei. Nur dass man eben auf einen Gegner traf, der ohne Überheblichkeit in dieser Form in der 3. Liga schwer zu schlagen sein dürfte. Zumindest in den beiden ersten Sätzen spulten die Neustädterinnen ihr Programm sehr konzentriert ab. Der Berliner Trainer sah sich angesichts eines gegnerischen 5:0-Blitzstarts früh zu einer ersten Auszeit gezwungen. Aber auch die taktischen Anweisungen und Tipps nutzten wenig. Die Gäste liefen weiter hinterher und mussten mit einem deutlichen 16:25 die Seiten wechseln. Der zweite Durchgang begann mit zwei langen und sehenswerten Ballwechseln, die lautstark beklatscht und verdientermaßen mit je einem Punkt für beide Teams belohnt wurden. Bis zum 5:7 blieb Rotation dran, dann sorgte ein kleiner Zwischenspurt des Tabellenführers zum 13:6 für die Vorentscheidung. Diesen komfortablen Vorsprung hielt der SV Fortschritt bis zum 25:17 konstant. Dass der dritte Satz unter etwas anderen Vorzeichen stand, deutete schon der schnelle 0:3-Rückstand der Neustädterinnen an. Es mangelte so ein wenig an der nötigen Spannung im Feld. Die Fehler häuften sich, das ging schon bei den Aufschlägen los, die Annahme kam nicht mehr so präzise, und darunter litt der Angriffsdruck. Dass man trotz eines 8:13 wieder zurückkam, war auch der gegnerischen Mithilfe zu verdanken. Rotation beraubte sich in der Folge durch eigene leichte Fehler immer wieder eines Vorteils. Das 19:18 war die erste Führung des Spitzenreiters, der sich beim Stand von 24:22 sogar den Luxus erlaubte, dass Zuspielerin Johanna Piper einen Aufschlag ins Aus setzte. Anzhela Kryvarot „reparierte“ dieses Missgeschick umgehend mit einem harten Angriff – 25:23 – Jubel.
 
Thomas Willmann
 

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Schallhorn, Schulmeister, Munsch, Helmecke, Kryvarot, C. Friebe (L), Wild, Luft.

Jubelnde Neustädter Volleyballerinnen: Nicht anders soll es morgen im Spiel gegen Rotation Prenzlauer Berg aussehen. Foto: Thomas Willmann/privat
07.12.2012
Glänzende Leistung aus der Vorwoche zum Maßstab nehmen
Neustadt-Glewe
Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe können sich nicht lange auf ihrem erst am vergangenen Wochenende erkämpften Herbstmeistertitel in der 3. Liga Nord ausruhen. Morgen startet bereits die Rückrunde, für die Fortschritt-Damen mit dem Heimspiel gegen Rotation Prenzlauer Berg. Die Berlinerinnen hatten ihnen mit ihrem 3:1-Sieg in der Bundeshauptstadt den Saisonauftakt gründlich vermiest. Schon allein deshalb ist da noch eine Rechnung zu begleichen. Trainer Oliver Dunkel misst dieser Niederlage allerdings keine allzu große Bedeutung bei: „Das war das erste Spiel. Da lief noch nicht viel zusammen, zumal sich meine Mannschaft durch die Riesenhalle beeindrucken lassen hat.“ Der Neustädter Trainer war vor zwei Wochen Zaungast bei der 1:3-Niederlage des morgigen Gegners in Hamburg. „Sie haben dort eine solide Leistung abgeliefert, sind nach hinten heraus allerdings immer etwas eingebrochen.“ Da Rotation zuletzt auch gegen den Kieler TV verloren hat (2:3), ist das Team in der Tabelle vom ersten auf den dritten Platz zurückgefallen. „Du musst diese jungen Spielerinnen unter Druck setzen. Wenn sie sich durch gelungene Aktionen erst einmal in eine Euphorie hineingesteigert haben, wird es schwer.“ Dass die Neustädterinnen bestens in der Lage sind, den geforderten Druck auszuüben, haben sie in der Vorwoche beim glatten 3:0 gegen WiWa Hamburg nachgewiesen. Und auch wenn Dunkel mit der in dieser Woche bisher gezeigten Trainingsleistung nicht sonderlich zufrieden war, so hofft er doch, dass seine Mannschaft diese Leistung sowohl morgen, als auch am nächsten Sonnabend bestätigen kann. Denn im letzten Spiel des Jahres geht es zum Kieler TV, der als Tabellenzweiter wie der SV Fortschritt aktuell 12:4-Punkte auf dem Konto hat.
Thomas Willmann
Eine Anzhela Kryvarot in dieser Form dürfte für jeden Block der dritten Liga schwer zu stoppen sein. Foto: Thomas Willmann
03.12.2012
Mit Gala-Vorstellung zum Herbstmeister
3. Volleyball-Liga Nord Damen: SVF Neustadt-Glewe – VG WiWa Hamburg 3:0 (13, 15, 20)
Neustadt-Glewe

Dass der Gäste-Trainer nach dem Matchball nicht zu einer Aussage zu bewegen war und seine Spielerinnen mit langen Gesichtern aus der Halle schlichen, sagte eigentlich schon alles: Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe ließen dem alten Rivalen VG WiWa Hamburg bei ihrem glatten 3:0-Erfolg diesmal nicht den Hauch einer Chance. „Das war zweifellos unsere beste Saisonleistung. Die Mannschaft hat erstmals seit langer Zeit wieder ruhig und konzentriert das abgerufen, was sie kann“, freute sich ein sichtlich zufriedener Oliver Dunkel. Dabei war der Neustädter Trainer noch Anfang der Woche so gar nicht glücklich mit der Gesamtsituation, erhielt dann aber unverhofft Hilfe. „Ich habe Fritz Sdunek Mittwochnacht in sein Hotel gebracht (der berühmte Trainer hatte den Neustädter Boxern einen Besuch abgestattet, SVZ berichtete). Wir haben noch ziemlich lange zusammengesessen, am Ende war es wohl halb drei. Ich habe ihm meine Probleme geschildert, und er hat mir ein paar Tipps gegeben, die ich im Training gleich umgesetzt habe.“

Ob es nun an diesen Tipps vom Weltmeister-Macher lag, in jedem Fall sahen die Zuschauer am Sonnabend ein stark verbessertes Team. Da war insgesamt viel mehr Bewegung im Feld. In der Abwehr wurde gerackert und im Angriff zeigte man die bisher oft fehlende Konsequenz bei sogenannten „Dankebällen“. Und davon bekamen die Fortschritt-Damen reichlich serviert. Die Taktik, den Gegner schon mit dem Aufschlag unter Druck zu setzen, zahlte sich nach anfänglichen Fehlern mehr und mehr aus. WiWa wackelte in der Annahme und kam so oft gar nicht dazu, ein strukturiertes Angriffsspiel aufzubauen. Die beiden ersten Sätze gingen dank tadelloser Vorstellung mit 25:13 und 25:15 an den Tabellenführer. Im dritten Durchgang, als der Gegner etwas locker ließ, deuteten die Hamburgerinnen phasenweise an, was sie leisten können, wenn man sie denn lässt. Sie glichen ein 4:8 aus und kämpften sich später auch noch einmal auf 17:18 heran. Doch drei schnelle Punkte von Annika Munsch sorgten für das vorentscheidende 23:19. Wenig später „saß“ gleich der erste Matchball. Anzhela Kryvarot, die der WiWa-Block nie in den Griff bekommen hatte, servierte ein Ass.

Durch diesen Sieg haben die Neustädterinnen die Spitzenposition verteidigt und sich den Herbstmeistertitel gesichert. Lange ausruhen können sie sich darauf allerdings nicht. Am nächsten Wochenende wartet zum Rückrundenauftakt an gleicher Stelle das Team von Rotation Prenzlauer Berg. Das Hinspiel in Berlin hatten die Fortschritt-Damen mit 1:3 verloren. Da ist also noch eine Rechnung offen.
Thomas Willmann

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Schallhorn, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Helmecke, C. Friebe (L), D. Friebe, Wild, Luft.

Es kann nur besser werden: In der vergangenen Saison verloren die Neustädterinnen das Heimspiel gegen WiWa Hamburg glatt mit 0:3.

30.11.12

Tabellenführung gegen alten Rivalen verteidigen

3. Volleyball-Liga Nord: Vergleiche mit WiWa Hamburg hatten es für Neustädter Damen immer in sich
Neustadt-Glewe

In der 3. Volleyball-Liga Nord stehen die Damen des SVF Neustadt-Glewe jetzt da, wo sie sich am liebsten sehen, an der Tabellenspitze. Das verdanken sie zum einen dem 3:0-Erfolg zuletzt in Warnemünde und zum anderen der Schützenhilfe eines alten Rivalen. Die VG WiWa Hamburg hat durch ihren 3:1-Sieg gegen Rotation Prenzlauer Berg dafür gesorgt, dass die Neustädterinnen auf Grund des besseren Satzverhältnisses am bisherigen Tabellenführer vorbeigezogen sind. Oliver Dunkel hat die Tatsache, dass diese Partie einen Tag nach der eigenen ausgetragen wurde, genutzt, um die kommende Konkurrenz live unter die Lupe zu nehmen: „Das war ein sehr gutes, ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften haben auf hohem Niveau agiert“, zeigte sich der Fortschritt-Trainer durchaus beeindruckt. Da werde man schon eine Schippe drauflegen müssen, urteilte er mit Blick auf das morgige Duell gegen die Hamburgerinnen. Ein Hinweis an die Fans: Weil für den Abend ursprünglich eine internationale Boxveranstaltung in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ geplant war, die kurzfristig abgesagt werden musste, wird das Volleyballspiel bereits um 13 Uhr angepfiffen.

Um seine Mannschaft auf den Punkt vorbereiten zu können, erhält Dunkel für das heutige Abschlusstraining Unterstützung von einem Schweriner Kollegen. Man werde u.a. gezielt an der Bewegung im Feld arbeiten, die bisher zu den Neustädter Schwachpunkten zählte. Ein homogenes Team, zu dem der WiWa-Sechser nach anfänglichen Problemen offensichtlich wieder zusammengewachsen sei, müsse man beginnend mit dem Aufschlag konstant unter Druck setzen. Was die Zielstellung betrifft, macht Oliver Dunkel eine denkbar einfache Rechnung auf: „Wir wollen Tabellenführer bleiben. Also muss ein Sieg her.“
Thomas Willmann
26.11.2012
Satzball abgewehrt und Derby glatt gewonnen
Neustadt-Glewe

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben die Auswärtshürde in Warnemünde erfolgreich gemeistert und das Landesderby einmal mehr für sich entschieden. Trotz des am Ende glatten 3:0 war es diesmal aber ein schwererer Gang als in den beiden Vergleichen der vergangenen Regionalliga-Saison. So mussten die Neustädterinnen nach einem 25:21 und 25:20 zuvor im dritten Durchgang einen gegnerischen Satzball abwehren, bevor sie durch ein 28:26 den Sieg perfekt machten. „Ich hatte zwar zu keiner Zeit das Gefühl, dass wir verlieren könnten, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir spielerisch hinwollen“, wertete Oliver Dunkel die eigene Leistung kritisch aus. Man habe auf dem Feld nach wie vor viel zu sehr mit sich selbst zu kämpfen, monierte der Neustädter Trainer und führte unpräzise ans Netz gebrachte „Dankebälle“ und die allgemein fehlende Ruhe in vielen Aktionen als Beispiele an. Die Mannschaft will sich noch einmal intern aussprechen. Dunkel hofft, dass in dieser Woche im Training ordentlich gerackert wird. Schließlich geht es am nächsten Sonnabend gegen den alten Rivalen VG WiWa Hamburg ans Netz.

Thomas Willmann
In der vergangenen Saison gab es für Warnemünde im Landesderby nichts zu holen. Beide Spiele gingen mit 3:0 an die Neustädterinnen.
23.11.2012
In Warnemünde soll alles „wie immer“ ablaufen
Neustadt-Glewe

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe fahren morgen zum Landesderby nach Warnemünde. Beide Mannschaften standen sich in dieser Saison schon einmal gegenüber. Im Pokal hatten die Neustädterinnen wenig Mühe, sich durchzusetzen. „Auf den Eindruck gebe ich wenig, zumal Warnemünde gar nicht weiterkommen wollte. Und auch ihre bisherigen Probleme in der Meisterschaft sind für mich nicht der Maßstab“, äußert sich Oliver Dunkel trotz des vorletzten Tabellenplatzes (4:10-Punkte) zurückhaltend. Der Fortschritt-Trainer vergleicht den Gegner mit einer Wundertüte. In Bestbesetzung verfüge die Warnemünder Mannschaft über jede Menge Erfahrung und allemal über die Qualität, guten Volleyball zu spielen. Gerade auswärts stehe aber desöfteren nur ein Rumpfteam zur Verfügung, was die schlechte Bilanz aus Dunkels Sicht erklärlich macht. Aber morgen schlägt Warnemünde ja an heimischem Netz auf, und die alte Rivalität wirkt sicher als zusätzliche Motivationsspritze. Ein Blick in die Statistik zeigt allerdings auch, dass in den vergangenen Jahren die Neustädter Damen dieses Duell bestimmten. Und an diesem Kräfteverhältnis soll die morgige Neuauflage aus ihrer Sicht natürlich nichts ändern. Nach dem 3:0-„Spaziergang“ gegen Norderstedt hat Dunkel viele Einzelgespräche mit seinen Spielerinnen geführt, in denen es vor allem um die Einstellungsfrage ging: „Ich hoffe, das wirkt sich positiv aus, sowohl im Training, als auch im Spiel. Wir müssen unsere eigenen Stärken noch viel klarer herausstellen.“ Er erwartet in Warnemünde volle Konzentration, die nötige Körperspannung vom ersten bis zum letzten Ballwechsel – und natürlich einen Sieg.

Thomas Willmann
Der Norderstedter Block war für die Neustädter Angreiferinnen nur selten ein wirkliches Hindernis. Hier schlägt Anzhela Kryvarot einfach mittendurch. Foto: Thomas Willmann
Schlusslicht kommt in Neustadt gehörig unter die Räder
Neustadt-Glewe

Das Punktspiel der 3. Volleyball-Liga Nord der Damen zwischen dem SVF Neustadt-Glewe und dem VC Norderstedt nahm den fast zu erwartenden Verlauf, aus Gäste-Sicht musste es wohl heißen, den „befürchteten“. In 47 einseitigen Minuten kam das Schlusslicht nicht über 28 Ballpunkte hinaus.

Die Neustädterinnen, bei denen die vor der Saison aus Pampow gewechselten Kristina Wild und Kitty Luft erstmals durchspielten und Claudia Friebe nach langer Verletzungspause ihr Comeback auf der Libero-Position feierte, brauchten einige Ballwechsel zum Warmwerden. Doch ab der ersten Norderstedter Auszeit entwickelte sich das Spiel fast schon zum Selbstläufer. Über die Stationen 9:6 und 15:8 ging der erste Durchgang mit 25:12 an die Fortschritt-Damen. Im zweiten Satz wurde noch deutlicher, dass das junge Gäste-Team mit dieser Aufgabe überfordert war. So schienen in der Annahme bei den Aufschlägen von Anzhela Kryvarot regelrecht die Arme zu zittern. Nach zehn mehr oder weniger direkten Service-Winnern durfte „Angie“ zur Belohnung auf der Bank Platz nehmen. Bis zum Satzende kamen die VC-Mädchen auf sechs Zähler – wobei immerhin der längste Ballwechsel zum 24:5 an die jubelnden Gäste ging –, im dritten Durchgang schaffte man gerade so die Zweistelligkeit (25:10).

Der Norderstedter Trainer Ulrich Lampe nahm die „Klatsche“ gelassen: „Was willst du machen, wenn vier Wochen vor Saisonbeginn die ganze Truppe aufhört. So mussten wir das Landesliga-Team hochziehen. Für die Mädels kann es nur eine Lernsaison sein, das wissen sie auch. Aber selbst wenn wir, was ja durchaus wahrscheinlich ist, mit 0:32-Punkten aus der Saison herausgehen, werden sie den Spaß am Volleyball nicht verlieren, das zeigt sich in jedem Training.“
THomas Willmann
SVF Neustadt-Glewe: Piper, Wild, Schulmeister, Luft, Kryvarot, Helmecke, C. Friebe (L), Schallhorn, Munsch.
Selbst ein Norderstädter Dreierblock konnte die Neustädterinnen bei ihrem 3:1-Sieg in der vergangenen Saison nicht stoppen.
Gegen das Schlusslicht sollte ein klarer Sieg Pflicht sein
Neustadt-Glewe

„Tatort“ Schönebeck: Wasserpfützen auf dem Spielfeld, das hatten selbst die erfahrenen Volleyballerinnen in Reihen des Drittligisten SVF Neustadt-Glewe noch nicht erlebt. Die widrigen Begleitumstände der 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende, es regnete durchs Hallendach durch, sind nach wie vor Gesprächsthema Nummer eins: „Wir haben uns an alle formellen Vorgaben gehalten. Der Protest ist angenommen worden und geht jetzt ans Schiedsgericht“, beschreibt Trainer Oliver Dunkel das weitere Prozedere.

Für die Mannschaft geht es darum, sich nach der zweiten Saisonniederlage auf das Wesentliche zu konzentrieren. Morgen hat man den VC Norderstedt zu Gast. Alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Enttäuschung. Das ist keine Überheblichkeit. Der VC, im letzten Regionalliga-Jahr noch Meisterschaftsfünfter, muss die Saison nach personellem Aderlass mit einem völlig neuformierten Team bestreiten, das in sechs Spielen bisher noch keinen Satz gewonnen hat. „Wir wollen diese Aufgabe sauber abarbeiten und das Spiel nutzen, um grundlegende Abstimmungsprobleme in der Feldabwehr zu klären.“ Dunkel hat für heute Abend eine Mannschaftsbesprechung angesetzt. Denn unabhängig von den äußeren Umständen war die in Schönebeck gezeigte Leistung für ihn nicht akzeptabel: „Es kann nicht sein, dass wir uns nach zwei guten Spielen zurücklehnen. Da muss ganz einfach mehr Konstanz rein.“
Thomas Willmann
SV Fortschritt legt Protest gegen „Regen-Spiel“ ein
Neustadt-Glewe

„Das war absolut unverantwortlich. Auf beiden Feldhälften hat es reingeregnet“, konnte und wollte sich der Trainer der Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen, Oliver Dunkel, auch gestern noch nicht wieder beruhigen. In jedem Fall hat der SV Fortschritt umgehend Protest gegen das am Sonnabend mit 0:3 verlorene Punktspiel beim SV Pädagogik Schönebeck eingelegt. Er wolle das keinesfalls als Reaktion eines schlechten Verlierers verstanden wissen oder etwa die gegnerische Leistung schmälern, betonte Dunkel. Seine Mannschaft habe einen ganz schlechten Tag erwischt, während Schönebeck sehr gut aufgeschlagen und sich als ausgesprochen abwehrstark präsentiert habe. Ein weiteres gegnerisches Prädikat sei das schnelle Angriffsspiel gewesen. Aus Neustädter Sicht hätte diese Partie aber gar nicht erst angepfiffen werden dürfen. „Ein entsprechender Einwurf schon während des Aufwärmens wurde vom Schiedsgericht komplett ignoriert, und selbst ein Vermerk ins Protokoll, den wir über unsere Mannschaftsführerin im Spielverlauf angestrebt haben, blieb uns verwehrt.“ Durch die immer wieder notwendigen Wischer-Pausen sei auch das Spiel selbst irregulär abgelaufen. Außerdem fühlten sich die Neustädter von den Unparteiischen gerade bei technischen Entscheidungen benachteiligt.

Thomas Willmann
Der gute Neustädter Block, hier Annika Munsch beim 3:0 gegen den BBSC Berlin, hat den gegnerischen Angreiferinnen zuletzt so manchen Zahn gezogen. Foto: Thomas Willmann
Schönebeck für Neustädter Damen ein unbeschriebenes Blatt
Neustadt-Glewe
Mit dem Auswärtsauftritt beim SV Pädagogik Schönebeck wartet morgen eine weitere längere Autofahrt auf die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe. Aber nicht nur aus diesem Grund sieht Trainer Oliver Dunkel dieser Aufgabe mit gemischten Gefühlen entgegen: „Das ist für uns ein völlig unbeschriebenes Blatt. Und dass ich zu einem Gegner so gar keine Aussage treffen kann, mag ich überhaupt nicht.“ Die bisherigen Schönebecker Ergebnisse machen eine qualitative Einschätzung auch nicht gerade leichter. Der Tabellensiebte (4:6) scheint eine „Wundertüte“ zu sein, zwischen klaren Siegen stand eine deutliche Niederlage, in der Vorwoche wiederum musste man sich Spitzenreiter Rotation Prenzlauer Berg nach einem heißen Tanz erst im Tiebreak geschlagen geben. „Letztlich kommt es natürlich in erster Linie auf uns an, wir müssen konzentriert unsere Leistung abrufen“, betont Dunkel. Er hofft, dass die gesundheitlich angeschlagenen Spielerinnen alle wieder fit sind und sich niemand durchquälen muss, wie noch zuletzt beim 3:0 gegen den BBSC Berlin. Die Neustädterinnen wollen in jedem Fall einen weiteren Schritt nach vorne tun. Primäres Ziel ist ein Sieg, und wenn man dabei, wie in den vergangenen drei Partien geschehen, ohne Satzverlust bleiben sollte, umso besser.
Thomas Willmann
Foto: Thomas Willmann
Dank 3:0 im Verfolgerduell auf gutem Weg in Richtung Tabellenspitze
Neustadt-Glewe

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind nach ihrer Niederlage gleich zum Saisonauftakt inzwischen wieder auf Kurs. Im Verfolgerduell setzten sie sich gestern Nachmittag in heimischer Halle gegen den BBSC Berlin glatt in drei Sätzen durch und haben sich durch ihren dritten Sieg in Folge auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben.

Entscheidend für den Ausgang war letztlich wohl schon der umkämpfte erste Satz, der einen spannenden Spielverlauf erwarten ließ. Die Berlinerinnen, die am vergangenen Wochenende im Hauptstadtderby Spitzenreiter Rotation Prenzlauer Berg die erste Niederlage zugefügt hatten, erwischten den besseren Start und zeigten, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Mit druckvollen Aufgaben stellten sie die Neustädter Annahme vor große Probleme und verbuchten in der Anfangsphase sechs direkte Punkte. Nimmt man die sechs Aufschlagfehler der Fortschritt-Damen hinzu, so war das schon eine ganz schöne Hypothek, die die Mecklenburgerinnen zu schultern hatten. Dass sie nach mehrfachem Vier-Punkte-Rückstand doch noch die Kurve kriegten, lag auch an Lisa Helmecke, die mit ihrem Service für eine erste Führung des Gastgebers sorgte (19:18). Absetzen konnte man sich aber nicht, im Gegenteil: Beim Stand von 24:23 schlug Berlin zum Satzgewinn auf. Doch die Neustädterinnen bewiesen gute Nerven. Ein Schnellangriff von Annika Munsch, ein effektiver Block sowie ein gegnerischer Angriffsfehler machten aus dem Rückstand einen 26:24-Satzgewinn.

Und dass die Gäste an diesem für sie unglücklichen Ausgang zu knabbern hatten, war nicht zu übersehen. Die Fehler häuften sich und ließen den Gegner im zweiten Durchgang, angeführt von einer konstant punktenden Anzhela Kryvarot, vorentscheidend auf 16:9 davonziehen. Zwar musste der Neustädter Trainer Oliver Dunkel seine Spielerinnen noch einmal anpieken: „Leute, los Spannung halten.“ Aber eine echte Chance hatte der BBSC nicht mehr, wie das 25:18 verdeutlicht. Der dritte Satz nahm nach anfänglicher Ausgeglichenheit einen ähnlichen Verlauf. Die Berlinerinnen schienen aufgesteckt zu haben. So sah es nach dem abschließenden 25:19 auch ihr Trainer Daniel Bratschke: „Wir haben super motiviert begonnen. Im zweiten und dritten Satz sind uns dann aber wohl die Spannung und der Glaube an einen Sieg abhanden gekommen. Dann kannst du hier natürlich nichts holen.“
Thomas Willmann
 

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Schallhorn, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Helmecke, D. Friebe (L), Wild, Luft.

Ihre Punktchancen wollen die Neustädterinnen am Sonntag gegen Berlin konsequent nutzen, so wie hier Angelika Schallhorn in einem früheren Spiel. Foto: Thomas Willmann
Verfolgerduell am Neustädter Netz
Drittliga-Volleyballerinnen des SV Fortschritt haben am Sonntag Tabellenzweiten BBSC Berlin zu Gast
Neustadt-Glewe

Dritter gegen Zweiter heißt es am Sonntagnachmittag in der Neustädter Sporthalle „Zur Kuhdrift“. Nach dem Doppelauftritt, den die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe mit dem klaren Punkspielsieg in Langenhorn und der trotz der 0:3-Niederlage sehr ordentlichen Pokalleistung beim Zweitligisten Oythe recht erfolgreich gestalteten, bleiben dem Drittligisten an diesem Wochenende die Reisestrapazen erspart. Die sportliche Aufgabe ist allerdings erneut als sehr anspruchsvoll einzustufen. Zum Verfolgerduell schlägt das Team des zweitplatzierten BBSC Berlin auf.

Im Berliner Lokalderby hat der BBSC zuletzt Tabellenführer Rotation Prenzlauer Berg die erste Niederlage beigebracht und so dafür gesorgt, dass die Spitze wieder eng zusammengerückt ist. Dieser Vier-Satz-Erfolg unterstreicht aber auch, dass da einiges auf die Fortschritt-Damen zukommt. Trotz der Neueinführung der dritten Liga sind die Berlinerinnen in Neustadt kein unbeschriebenes Blatt. Zumindest ein Teil der Mannschaft war im Zuge der Saisonvorbereitung beim Wolfgang-Dunkel-Gedenkturnier am Start. Man verstand sich auf Anhieb so gut, dass der BBSC voraussichtlich schon morgen anreist, um gemeinsam mit dem Gegner einen gemütlichen Abend zu gestalten. Die Sportlerfreundschaft wird auf dem Feld dann aber sicher zur Nebensache. „Die Mannschaft hat insbesondere kämpferisch einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die glauben auch weiter an sich, wenn es mal nicht so läuft“, rechnet Oliver Dunkel mit einer engen Angelegenheit. Der Neustädter Trainer hofft, dass Mittelblockerin Lisa Schulmeister ihre Grippe auskuriert hat und er auf seine Bestbesetzung bauen kann.
Thomas Willmann
Pflicht erfüllt, aber Oythe eine Nummer zu groß
Neustadt-Glewe

Den „Pflichtteil“ ihres aufwendigen Wochenendprogramms haben die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe entgegen aller Befürchtungen souverän erfüllt. Aus dem Punktspiel beim SC Alstertal-Langenhorn gingen die Fortschritt-Damen als glatter 3:0-Sieger hervor. „Ich bin stolz auf sie. Sie haben ein Klasse-Spiel abgeliefert“, lobte Trainer Oliver Dunkel. Zumal der Gegner aus seiner Sicht in dieser Saison das Potenzial hat, vorne mitzumischen. Die Partie begann ausgeglichen. Erst als sich die Gäste zum Ende hin auf sechs Punkte absetzten, war die Entscheidung im ersten Satz gefallen (25:20). Den zweiten Durchgang dominierten die Mecklenburgerinnen von Beginn an (25:17). Dann nahm man sich allerdings die fast schon obligatorische Auszeit und lief lange einem Vier-Punkte-Rückstand hinterher. Die über weite Strecken stabile Annahme wackelte und auch das Angriffsspiel war nicht mehr so klar strukturiert wie noch zuvor. Die Mannschaft fing sich aber rechtzeitig, holte Punkt um Punkt auf und konnte durch ein letztlich doch noch relativ deutliches 25:21 einen drohenden vierten Satz verhindern.

In der gestrigen „Kür“ gab es allerdings für den SV Fortschritt trotz eines weiteren guten Auftritts wenig zu holen. Das Pokalspiel beim ambitionierten Zweitligisten VfL Oythe ging mit 0:3 verloren.

 

Thomas Willmann
Die Neustädter Volleyballerinnen haben sich für das Wochenende viel vorgenommen (r. Trainer Oliver Dunkel, l. Co-Trainer Michael Träger).
Härtetest für Schmetter-Künstlerinnen
Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe mit Doppelauftritt – morgen in der Liga, am Sonntag im Pokal beim Zweitligisten VfL Oythe gefordert
Neustadt-Glewe

Die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe stehen am Wochenende vor einem echten Härtetest. Morgen geht es beim SC Alstertal-Langenhorn um Meisterschaftspunkte in der 3. Liga, am Sonntag wartet in Vechta im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals mit dem VfL Oythe ein etablierter Zweitligist.

„Ich hätte diese beiden Spiele lieber nicht im Paket, sondern voneinander getrennt ausgetragen. Aber wir sind mit unserem Verlegungswunsch weder beim Verband noch in Langenhorn auf Gegenliebe gestoßen“, spricht Oliver Dunkel von einem nicht sonderlich guten Bauchgefühl. Der Neustädter Trainer befürchtet, dass gerade seine jüngeren Spielerinnen schon so heiß auf das Pokal-Highlight sind, dass die unbedingte Konzentration auf die „Pflichtaufgabe“ zuvor sehr schwer fällt. Dabei sollen die Punkte unbedingt eingefahren werden. Das dürfte deutlich schwerer werden, als noch in der vergangenen Saison, wo die Neustädterinnen gegen Alstertal-Langenhorn zwei klare 3:0-Siege landeten. Das junge SC-Team hat schon durch gute Ergebnisse bei Vorbereitungsturnieren auf sich aufmerksam gemacht und steht auch in der Liga mit 4:2-Punkten sehr ordentlich da.

Was einen Tag später leistungsmäßig drin ist, wird sicher nicht unwesentlich davon abhängen, wie viele „Körner“ die Fortschritt-Damen in Langenhorn gelassen haben. Ein weiterer Faktor könnte die relativ lange Fahrt nach Vechta sein. Immerhin gilt es, gut 300 km aus den Knochen zu bekommen. Und dann wartet da natürlich auch noch ein Gegner, der es in sich hat. Oythes neue Trainierin Danuta Brinkmann hat im Gepäck gleich ihre Tochter Anika mitgebracht, die über reichlich Erstliga-Erfahrung (u.a. USC Münster und Alemania Aachen) verfügt. Als weiteren Neuzugang präsentieren die Niedersachsen Ex-Nationalspielerin Dominice Steffen, die in der Vorsaison noch für den Bundesligisten VfB Suhl ans Netz ging. Außerdem bietet Oythe im Mittelblock mit der 1,94 m großen Kanadierin Dayna Doerksen und Kristina Misic aus Bosnien und Herzogovina zwei international erfahrene Spielerinnen auf. Da kommt also einiges an Volleyball-Power auf die Neustädterinnen zu. „Natürlich ist das ein ganz dicker Brocken. Aber man muss sich doch hohe Ziele setzen. Wir wollen weiterkommen“, gibt sich Oliver Dunkel kämpferisch. Immerhin lockt im Erfolgsfall ein Heimspiel gegen den renommierten Erstligisten USC Münster.
Thomas Willmann
Auch im Block legten die Neustädterinnen gegenüber der Vorwoche (hier eine Szene) deutlich zu.
Noch eine Hürde bis zum Pokalknüller
Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe gewinnen in Kiel Regionalpokal Nord
Kiel

Die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sind ihrem für diese Saison selbstgesteckten Ziel im Pokal einen Schritt näher gekommen. Nach Siegen über den Kieler TV und den Lübecker TS dürfen sie sich Regionalpokalsieger Nord nennen. Jetzt gilt es, noch, eine weitere Hürde zu meistern, sprich am 28. Oktober beim Regionalpokalsieger Nordwest zu gewinnen. Dann stünde man im Achtelfinale des DVV-Pokals und könnte den eigenen Fans Anfang November wieder einmal einen echten Leckerbissen in der heimischen Sporthalle „Zur Kuhdrift“ präsentieren. Denn der Sieger dieses Qualifikationsspieles trifft auf den renommierten Erstligisten USC Münster.

Das Turnier am Sonntag in Kiel war allerdings alles andere als ein Spaziergang. Das galt insbesondere für das Halbfinale, in dem es die Neustädterinnen mit dem Liga-Konkurrenten Kieler TV zu tun bekamen. „Die Kielerinnen hatten eindeutig ihre Hausaufgaben gemacht“, kommentierte Oliver Dunkel den hart erkämpften Fünfsatzerfolg seiner Damen. Der Neustädter Trainer bezog sich damit auf den Meisterschaftsvergleich dieser beiden Teams, den die Mecklenburgerinnen erst in der Vorwoche glatt für sich entschieden hatten. Der Gegner sei wesentlich motivierter aufgetreten, habe insbesondere kämpferisch deutlich zugelegt und immer wieder versucht, ein schnelles Angriffsspiel aufzuziehen. Das Kieler 1:0 glichen die Gäste durch ein 25:17 aus, und auch vom spannenden 25:27 ließen sie sich nicht nervös machen. Sie antworteten mit einem 25:19 und hatten im entscheidenden Tiebreak alles im Griff. Beim letzten Seitenwechsel führten die Fortschritt-Damen mit 8:2 und brachten diesen Vorsprung sicher ins 15:10-Ziel. „Das wir auf diesem Wege auch konditionell gefordert wurden und uns mehrfach ins Spiel zurückkämpfen mussten, war schon okay“, konnte Dunkel dem Auftritt durchaus Positives abgewinnen. Als „ordentlich“ stufte er das eigene Block- und Aufschlagspiel ein. Auch in der Annahme habe man sich gegenüber der Vorwoche verbessert präsentiert. Als größte Baustelle bemängelte er die noch fehlende Effizienz bei längeren Ballwechseln.

Das Finale gegen den Lübecker TS, der sich zuvor im Regionalligaduell gegen den Hummelsbütteler SV klar behauptet hatte, entwickelte sich zur deutlich leichteren Aufgabe an diesem Tag. Nach zwei glatten Satzgewinnen (25:15 und 25:17) wurde es lediglich im dritten Durchgang eng. Dank eines 25:23 konnte man aber dann doch noch zu moderater Zeit die Heimreise antreten.
 
Autor: Thomas Willmann
 

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Schallhorn, Munsch, Schulmeister, Helmecke, Kryvarot, Wild, Luft, Friebe (L).

Neustädter Jubel: So stellt sich das der Drittligist auch am Sonntag vor. Foto: Willmann
Neustädter Pokalziel heißt Heimspiel gegen den USC Münster
Neustadt-Glewe

Ein langer Tag könnte den Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe an diesem Wochenende bevorstehen. Der Drittligist macht sich am Sonntag auf den Weg nach Kiel, wo der Regionalpokalsieger Nord ausgespielt wird. Ab 13 Uhr stehen zwei Halbfinals und das Finale auf dem Programm. Der Turniersieger muss am 28. Oktober beim Regionalpokalgewinner Nordwest antreten. Und wer sich da durchsetzt, hat das Achtelfinale im DVV-Pokal erreicht und darf sich auf ein Heimspiel gegen den Erstligisten USC Münster freuen. Genau da wollen die Neustädterinnen hin.

Als erster Schritt müssen in Kiel zwei Siege her. Die Auslosung wollte es so, dass im ersten Halbfinale mit dem gastgebenden Kieler TV und den Neustädterinnen zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die sich erst am vergangenen Wochenende in der Liga gemessen haben. Dieser Vergleich ging mit einem glatten 3:0 an die Fortschritt-Damen. Am Sonntag werden die Karten aber neu gemischt. Im erhofften Erfolgsfall heißt es dann erst einmal warten auf den Finalgegner. Den spielen anschließend die beiden Regionalligisten von Hummelsbütteler SV und Lübecker TS aus. Eine kuriose Parallele: Auch diese beiden Teams standen sich in der Vorwoche im Kampf um Meisterschaftspunkte gegenüber, mit dem besseren Ende für die Lübeckerinnen (3:1). Hummelbüttel hat allerdings im Pokal schon von sich reden gemacht. Der Regionalliga-Aufsteiger warf in der Runde zuvor immerhin den Zweitligisten Aurubis Hamburg II aus dem Wettbewerb. Ein leichter Gang dürfte das also für die Neustädterinnen in keinem Fall werden.

Thomas Willmann

Lisa Helmecke (hier mit einer erfolgreichen Finte) entwickelte sich gegen Kiel zur fleißigsten Neustädter Punktesammlerin.
Ohne Glanz zum souveränen Sieg
Volleyball 3. Liga Damen: SVF Neustadt-Glewe – Kieler TV 3:0 (15, 22, 14) / Schon am nächsten Sonntag gibt es ein Wiedersehen im Pokal
Neustadt-Glewe

Der erste Saisonsieg ist unter Dach und Fach: Auch wenn die Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe sicher noch weit von 100 Prozent ihres Leistungsvermögens entfernt sind, so ließen sie doch dem Kieler TV beim glatten 3:0-Erfolg in heimischer Halle keine Chance. Lediglich beim 22:25 im zweiten Satz konnten die Gäste, die mit einem 3:1-Sieg gegen Schönebeck in die Meisterschaft gestartet waren, das Spiel offen gestalten.

Die Neustädterinnen setzten sich früh auf 9:5 ab, ließen den Gegner nur noch einmal herankommen (16:13) und nutzten gleich ihren ersten Satzball durch ein As vom Pampower Neuzugang Kristina Wild zum ungefährdeten 25:15. Die Fehler in der Annahme und vor allem in Abstimmung und Arbeit in der Feldabwehr, die sich die Fortschritt-Damen schon zuvor geleistet hatten, häuften sich in der Folge. Das führte dazu, dass Kiel bis zum 17:14 konstant vorne lag und auf den Satzausgleich hoffen durfte. Es blieb letztlich eine unerfüllte Hoffnung. Der Gastgeber spielte in dieser Phase seine Routine aus, zog scheinbar mühelos an und verwandelte den Rückstand durch sieben Punkte in Folge in ein vorentscheidendes 21:17. Der Kieler Trainer probierte alles, nahm kurz hintereinander beide Auszeiten und nutzte seinen großen Zwölfer-Kader, um viel zu wechseln, doch verhindern konnte er das gegnerische 2:0 (25:22) nicht. Der dritte Durchgang ähnelte vom Verlauf her dem ersten. Die Neustädterinnen sorgten schnell für klare Verhältnisse und gerieten trotz eines kurzen „Hängers“ nie ernsthaft in Gefahr, wie der 25:14-Endstand unterstreicht.

Natürlich ist man im Neustädter Lager realistisch genug, diese Leistung entsprechend einzuordnen. Im Vergleich mit einem stärkeren Gegner wird die Mannschaft deutlich mehr zeigen müssen. Aber in jedem Fall hat man erst einmal die richtige Antwort auf die 1:3-Auftaktschlappe in Berlin gefunden. Am kommenden Sonntag gibt es übrigens gleich ein Wiedersehen mit den Kielerinnen. Die Auslosung wollte es so, dass diese beiden Teams im ersten Halbfinale des Regionalpokals aufeinandertreffen, diesmal allerdings mit Heimrecht für den KTV. Im zweiten Halbfinale stehen sich Hummelsbütteler SV und Lübecker TS gegenüber. Die beiden Sieger spielen anschließend im Finale um den Einzug in die erste Hauptrunde des DVV-Pokals.

Thomas Willmann

 

SVF Neustadt-Glewe: Piper, Wild, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Helmecke, Schallhorn, Luft, D. Friebe (L).

Am Neustädter Block (hier in einem früheren Spiel) sollen sich die Gegner möglichst oft die Zähne ausbeißen. Foto: Thomas Willmann
05.10.2012
Nach verkorkstem Auftakt langsam in die Spur finden
Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe schlagen morgen gegen Kieler TV zum ersten Heimspiel der 3. Liga auf
Neustadt-Glewe
Die Premiere in der 3. Liga ist für die Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe mit der 1:3-Niederlage in Berlin gründlich daneben gegangen. Aber diese Niederlage soll abgehakt sein, wenn die Mannschaft morgen Nachmittag in der Sporthalle „Zur Kuhdrift“ zum ersten Heimspiel der Saison aufschlägt. Als Gegner wartet mit dem Kieler TV ein alter Bekannter, der die letzte Regionalliga-Saison direkt hinter den Neustädterinnen auf dem dritten Platz abgeschlossen hat – wenn auch mit gebührendem Zwölf-Punkte-Abstand, ein Spaziergang wird das also voraussichtlich nicht. Beide Vergleiche der vergangenen Spielzeit gingen klar an die Fortschritt-Damen. Diese Erfolgsserie soll natürlich eine Fortsetzung finden, das Wie ist für Trainer Oliver Dunkel dabei eher nebensächlich: „Der erste Saisonsieg muss her, das ist das Einzige, was zählt. Wir müssen in die Spur finden.“ Das Mittwoch-Training war aus seiner Sicht in Ordnung, aber in jedem Fall ausbaufähig. Auch heute will er seine Spielerinnen noch einmal ordentlich fordern, mit den Schwerpunkten Block und Feldabwehr.
Autor: Thomas Willmann
24.09.2012
Peinliche Neustädter Premiere in neuer Liga
Berlin

„Das war Volleyball zum Abgewöhnen, regelrecht peinlich.“ Viel mehr Worte wollte Trainer Oliver Dunkel zum gestrigen Spiel der Neustädter Volleyballerinnen in Berlin nicht verlieren. Der erste Auftritt der Mecklenburgerinnen in der neu eingeführten 3. Liga ging mit einer 1:3-Niederlage bei der SG Rotation Prenzlauer Berg gründlich in die Hose. Zwar schlug der Gastgeber in der vergangenen Saison noch in der zweiten Bundesliga auf. Doch von dieser Mannschaft stand niemand mehr auf dem Feld. „Das waren alles Regionalliga- beziehungsweise Verbandsliga-Spielerinnen, die wirklich nichts Dickes geboten haben. Brauchten sie ja auch nicht. So schlecht wie heute habe ich uns noch nie gesehen“, wollte Dunkel nichts beschönigen. Kam die Annahme ans Netz, klappte das Zuspiel nicht. Und sollten tatsächlich einmal beide Komponenten passen, wurde nur halbherzig angegriffen. Zudem konnte sich der Block nie auf die zumeist nicht sonderlich harten Berliner Angriffe einstellen. Nachdem die ersten beiden Sätze verloren gegangen waren, sorgte ein 25:23 noch einmal für Hoffnung. Von einer Wende konnte aber keine Rede sein. Den vierten Durchgang und damit auch das Spiel gaben die Neustädterinnen deutlich mit 17:25 ab.

Autor: Thomas Willmann

Aus einer sauberen Annahme heraus (hier Lisa Schulmeister) wollen die Neustädterinnen die Konkurrenz unter Druck setzen.
21.09.2012
Neustädterinnen wollen mit Sieg beim Absteiger in die 3. Liga starten
Neustadt-Glewe
„Das ist ein Gegner, über den ich so gut wie nichts weiß, und das gefällt mir überhaupt nicht“, sieht Trainer Oliver Dunkel dem Auftakt der Neustädter Volleyballerinnen in die neue 3. Liga schon mit einer gewissen Skepsis entgegen. Am ersten Spieltag müssen die Fortschritt-Damen am Sonntag bei der SG Rotation Prenzlauer Berg antreten. Das ist immerhin der Zweitliga-Absteiger und könnte dementsprechend gleich eine harte Nuss werden. Die eigene Vorbereitung stuft Dunkel als durchwachsen ein. Es sei immer einmal wieder die ein oder andere krankheitsbedingt ausgefallen, so dass man in puncto Eingespieltheit vielleicht bei 60 Prozent des eigentlichen Leistungsvermögens angekommen sei. Den Rest müsse man sich neben konzentrierter Trainingsarbeit eben über zunehmende Spielpraxis holen. Natürlich setzen die Neustädterinnen auf einen gelungenen Einstieg. Immerhin haben sie sich das Saisonziel gesetzt, auch in dieser neuen Spielklasse ganz oben mitmischen zu wollen. „Wir sind in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen, aber der ein oder andere Konkurrent hat durch gute Ergebnisse schon aufhorchen lassen“, rechnet Dunkel wie in den vergangenen Regionalliga-Spielzeiten wieder mit einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Und zu den vermeintlich schärfsten Rivalen zählt er den Auftaktgegner aus Berlin. Die Fahrt in die Bundeshauptstadt werden die Neustädterinnen mit acht oder neun Spielerinnen antreten. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz der grippeerkrankten Kitty Luft. Definitiv fehlen wird Libera Claudia Friebe auf Grund ihrer langwierigen Handverletzung (Splitterbruch).
Autor: Thomas Willmann

Hier finden Sie uns:

SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL
Zur Kuhdrift 1

19306 Neustadt-Glewe

Sie wollen Mitglied werden?

+49 172 6184409

 

Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!

Wir werden unterstützt von:

Druckversion Druckversion | Sitemap
© SVF Neustadt-Glewe - VOLLEYBALL